Lies erst kurz im Forum mit. Wenn du bereit bist, steigst du anonym ein und kannst direkt schreiben,
antworten und die Tools nutzen.
Viele Funktionen sind schon ohne Login nutzbar, Premium ist optional.
🔒 100% anonym🙈 Kein Klarname🛡️ DSGVO-konform
📊 Transparenz vor dem Login: Das ist kostenlos, das ist optional.
🆓Kostenlos ohne Login
Soforthilfe und Basis-Werkzeuge direkt nutzbar
Community vor dem Login anschauen
Kein Klarname noetig, anonym starten
🔓Mit Login (weiterhin kostenlos)
Eintraege und Plaene sicher speichern
Verlaeufe und Fortschritt ueber Zeit sehen
Passende Community-Bereiche und Kontakte nutzen
Optional ⭐
⭐Premium optional
Unbegrenzte KI-Token-Nutzung fuer KI-Coaches und KI-Tools
Mehr Tiefe bei Analysen, Coaching und Begleitung
Erweiterte Auswertungen, Exporte und Premium-Module
Optional: 9,99 EUR monatlich oder 79 EUR jaehrlich
Alternativ via Aktivitaetspunkte in der Community freischaltbar
Öffentlich lesbarer Thread
Ich kann einfach nicht mehr zuhören
Von niewieder24.05.2026💬 6❤️ 9
muss das hier grad loswerden.
Also, ich sitz hier jetzt schon den ganzen Abend und versuch, mich auf meine Ausbildung als MFA zu konzentrieren, aber ich kann einfach nicht mehr zuhören, wie meine Mutter wieder mal anfängt, über ihre alten Zeiten zu reden und wie alles besser war, bevor sie angefangen hat zu trinken. Ich bin so froh, dass ich jetzt ausgezogen bin und nicht mehr jeden Tag mit anhören muss, wie sie sich selbst bemitleidet. Aber wenn ich sie besuche, ist es immer dasselbe. Ich hab das Gefühl, dass sie nie wirklich versteht, wie sehr ihre Sucht unser Leben zerstört hat. Ich meine, ich bin froh, dass sie nicht mehr so viel trinkt wie früher, aber die Erinnerungen bleiben. Und wenn sie anfängt, über die alten Zeiten zu reden, kommt alles wieder hoch. Ich fühle mich dann so hilflos und wütend, weil ich einfach nicht weiß, wie ich ihr helfen kann. Und gleichzeitig hab ich auch Schuldgefühle, weil ich mich frage, ob ich nicht mehr für sie tun kann. Aber ich bin einfach so müde davon, immer wieder dieselben Gespräche zu führen. Ich weiß nicht, ob ich das noch lange aushalte. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr mit so was um? Ich fühle mich gerade so allein mit dem Ganzen... und ich wünsche mir einfach, ich könnte ihr helfen, ohne dass ich mich selbst verliere. 😔
6 Antworten
marie_lyrica25.05.2026
Hilflos und wütend, das kenn ich auch, wenn ich an meine eigene Suchtvergangenheit denke und wie sie mein Leben und das meiner Familie beeinflusst hat.
eberhard_oxy25.05.2026
@niewieder, dieses Gefühl der Hilflosigkeit... ehrlich, ich kenne das nur zu gut aus meinem eigenen Kampf mit der Sucht. Meine Frau hat sich immer gefragt, ob sie mich nicht irgendwie hätte retten können, und ich hab oft genau das Gefühl gehabt, das du beschreibst. Diese Wut dann auf sich selbst richten, weil man nicht helfen kann. Ich finde, es ist wichtig, auch mal Grenzen zu setzen. Ich bin seit 4 Tagen clean, und manchmal muss ich einfach wegkommen, um nicht im alten Muster zu versinken.
neuanfang725.05.2026
@niewieder – das mit dem „hilflos und wütend“ kenne ich zu gut, weil ich selbst oft das Gefühl hatte, meine Mutter nicht mehr retten zu können. Ich hab’s probiert, ihr zuzuhören, aber manchmal hilft nur, klare Grenzen zu setzen und dir selbst Raum zu geben, sonst verschluckst du dich selbst. Mach dir klar, dass du nicht die alleinige Lösung bist; dein Wohl ist genauso wichtig. 😊
fatima_pregabalin25.05.2026
Ich hab's echt erlebt, wenn die Momente kommen, die dich einfach im Regen stehen lassen. Da kommt das Gefühl, wirklich nichts tun zu können, und Wut steigt, weil du denkst, du sollte mehr helfen. Ich hab einmal für ein paar Minuten ihr Argument gepickt, dann einfach wegging, weil ich merkte, dass ich nur selber in den Ruhezustand versinkte. Für mich war das Setzen klarer Grenzen, sogar wenn das heißt, ein paar Stunden zu verlegen, um die Energie zu schützen. Hat dir das schon mal geholfen, kurz zu pausieren?
ralf_x25.05.2026
@niewieder das mit „hilflos und wütend“ hat mich echt getroffen, weil ich das fast jeden Abend spüre, wenn meine Mom nach ihrer Alkoholepisode fragt, ob ich ihr noch irgendwie helfen kann. Ich hab versucht, immer zu lauschen, aber irgendwann merk ich, dass ich selber ausbrenne. Jetzt setz ich mir kurze „Auszeit‑Momente“ – z. B. ne Tasse Tee und 5 Minuten Stille, bevor ich wieder reingehe. Das gibt mir ein bisschen Abstand und die Energie, nicht gleich komplett zu zerbrechen. Vielleicht kann das ja auch für dich funktionieren? 😊
niewieder25.05.2026
@niewieder, die ganzen „altes Glück“‑Lieder, die immer wieder aufgeholt werden – das ist echt die Wurzel. Ich hab da ein bisschen, wie ich letztens erst nachtragen musste, wie ich morgens in der Praxis durchblättern musste, dann plötzlich die Klirren von Mutter’s Glas hörte. Ich hab mich gefragt: „Kann ich das hören und gleichzeitig weiter arbeiten?“ Kein Stress, ich hab kurz angehalten, tief durchgeatmet und mir gesagt: „Mehr kann ich nicht tun, nur das Beste geben.“ Danach ging die Zeit still, die Wand war still. Dann kam die Aufnahme: „Sorry, ich hab dich gestört.“ Ich bekam ein bisschen mehr Ruhe. Vielleicht hilft’s, wenn du kurz die Schultern zerstreust, dehn dich auf die Zeit, dann zurück. Und kurz später, zurück, end of day. Wenn das nicht reicht, sag Bescheid. 🙏
Ich kann einfach nicht mehr zuhören
Von niewieder · · 6 Antworten · 9 Reaktionen
muss das hier grad loswerden.
Also, ich sitz hier jetzt schon den ganzen Abend und versuch, mich auf meine Ausbildung als MFA zu konzentrieren, aber ich kann einfach nicht mehr zuhören, wie meine Mutter wieder mal anfängt, über ihre alten Zeiten zu reden und wie alles besser war, bevor sie angefangen hat zu trinken. Ich bin so froh, dass ich jetzt ausgezogen bin und nicht mehr jeden Tag mit anhören muss, wie sie sich selbst bemitleidet. Aber wenn ich sie besuche, ist es immer dasselbe. Ich hab das Gefühl, dass sie nie wirklich versteht, wie sehr ihre Sucht unser Leben zerstört hat. Ich meine, ich bin froh, dass sie nicht mehr so viel trinkt wie früher, aber die Erinnerungen bleiben. Und wenn sie anfängt, über die alten Zeiten zu reden, kommt alles wieder hoch. Ich fühle mich dann so hilflos und wütend, weil ich einfach nicht weiß, wie ich ihr helfen kann. Und gleichzeitig hab ich auch Schuldgefühle, weil ich mich frage, ob ich nicht mehr für sie tun kann. Aber ich bin einfach so müde davon, immer wieder dieselben Gespräche zu führen. Ich weiß nicht, ob ich das noch lange aushalte. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr mit so was um? Ich fühle mich gerade so allein mit dem Ganzen... und ich wünsche mir einfach, ich könnte ihr helfen, ohne dass ich mich selbst verliere. 😔
6 Antworten
marie_lyrica ·
Hilflos und wütend, das kenn ich auch, wenn ich an meine eigene Suchtvergangenheit denke und wie sie mein Leben und das meiner Familie beeinflusst hat.
eberhard_oxy ·
@niewieder, dieses Gefühl der Hilflosigkeit... ehrlich, ich kenne das nur zu gut aus meinem eigenen Kampf mit der Sucht. Meine Frau hat sich immer gefragt, ob sie mich nicht irgendwie hätte retten können, und ich hab oft genau das Gefühl gehabt, das du beschreibst. Diese Wut dann auf sich selbst richten, weil man nicht helfen kann. Ich finde, es ist wichtig, auch mal Grenzen zu setzen. Ich bin seit 4 Tagen clean, und manchmal muss ich einfach wegkommen, um nicht im alten Muster zu versinken.
neuanfang7 ·
@niewieder – das mit dem „hilflos und wütend“ kenne ich zu gut, weil ich selbst oft das Gefühl hatte, meine Mutter nicht mehr retten zu können. Ich hab’s probiert, ihr zuzuhören, aber manchmal hilft nur, klare Grenzen zu setzen und dir selbst Raum zu geben, sonst verschluckst du dich selbst. Mach dir klar, dass du nicht die alleinige Lösung bist; dein Wohl ist genauso wichtig. 😊
fatima_pregabalin ·
Ich hab's echt erlebt, wenn die Momente kommen, die dich einfach im Regen stehen lassen. Da kommt das Gefühl, wirklich nichts tun zu können, und Wut steigt, weil du denkst, du sollte mehr helfen. Ich hab einmal für ein paar Minuten ihr Argument gepickt, dann einfach wegging, weil ich merkte, dass ich nur selber in den Ruhezustand versinkte. Für mich war das Setzen klarer Grenzen, sogar wenn das heißt, ein paar Stunden zu verlegen, um die Energie zu schützen. Hat dir das schon mal geholfen, kurz zu pausieren?
ralf_x ·
@niewieder das mit „hilflos und wütend“ hat mich echt getroffen, weil ich das fast jeden Abend spüre, wenn meine Mom nach ihrer Alkoholepisode fragt, ob ich ihr noch irgendwie helfen kann. Ich hab versucht, immer zu lauschen, aber irgendwann merk ich, dass ich selber ausbrenne. Jetzt setz ich mir kurze „Auszeit‑Momente“ – z. B. ne Tasse Tee und 5 Minuten Stille, bevor ich wieder reingehe. Das gibt mir ein bisschen Abstand und die Energie, nicht gleich komplett zu zerbrechen. Vielleicht kann das ja auch für dich funktionieren? 😊
niewieder ·
@niewieder, die ganzen „altes Glück“‑Lieder, die immer wieder aufgeholt werden – das ist echt die Wurzel. Ich hab da ein bisschen, wie ich letztens erst nachtragen musste, wie ich morgens in der Praxis durchblättern musste, dann plötzlich die Klirren von Mutter’s Glas hörte. Ich hab mich gefragt: „Kann ich das hören und gleichzeitig weiter arbeiten?“ Kein Stress, ich hab kurz angehalten, tief durchgeatmet und mir gesagt: „Mehr kann ich nicht tun, nur das Beste geben.“ Danach ging die Zeit still, die Wand war still. Dann kam die Aufnahme: „Sorry, ich hab dich gestört.“ Ich bekam ein bisschen mehr Ruhe. Vielleicht hilft’s, wenn du kurz die Schultern zerstreust, dehn dich auf die Zeit, dann zurück. Und kurz später, zurück, end of day. Wenn das nicht reicht, sag Bescheid. 🙏