Öffentlich lesbarer Thread
** Sonntagnachmittag: Wie kann ich den Partnerin helfen, ohne selbst zu zerbrechen...
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Also, ich bin gerade auf dem Hausbett, das Fenster offen, der Garten ruft. Mein Bruder sitzt auf dem Sofa, ein Tablet in der Hand, und die Waage blinkt länger als sein Blickkram. Meine Frau sieht gebrochen aus. und ihr Haar verfällt. und die Augen blenden. Ich hab das Gefühl, zugleich zwischen zwei Welten zu stehen – zwischen meiner eigenen Erschöpfung und dem Wunsch, ihr beizustehen.
Früher habe ich immer gedacht, ich müsste da sein, wenn er eine Wettsumme auf die Tischbank setzt. Ich war immer die „Kontaktperson“, die Telefonzentrale, der Notfallkeller. Jetzt sehe ich, das das mit mir 5,000 Euro in der Tasche bedeuten könnte, wenn er einen draufzieht. Ich kenne die Zahlen, die Verluste, die Kreditkartenabrechnungen – alles klar. Aber wie balanciere ich das ab, wenn die Frau, die meine Tage erhellt, sich unsichtbar im Korridor von Schuldgefühlen verirrt?
Ich hab versucht, eine „Klare Trennung“ einzuführen: kein Geld mehr von mir, keine Telefonabrechnung. Das hat sie zwar kurz entschleunigt, aber heute hat sie plötzlich gesagt, sie fühle sich hilflos, weil ich ihr nicht das Geld geben, das sie braucht, um ein Bankkonto zu schließen. Ich bin im Kreis gefangen.
Meine Frage: Wie schafft ihr es, eure Partnerin aufzupholieren, ohne selber „in die Röhre“ zu futtern? Habt ihr Tipps, wie man das Gespräch anfasst, ohne dass es wie ein Ultimatum wirkt? Und wie findet ihr die Balance, wenn der Beschlossensammler in euch selbst immer wieder die gleiche Frage flüstert: „Wie viel mehr muss ich geben, bevor ich glaube, dass er…“ Ich glaube, ich muss wenn nicht mehr „mehr geben“ als in alte Zeiten. 🙏
