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Öffentlich lesbarer Thread

Kann ich nach 9 Monaten Clean immer noch 'workaholic' bleiben

Also Leute, ich hab neulich im Pausenraum gemerkt, dass ich gerade die Schicht nach 17:00 Uhr noch mehr ueberlege, als mich ein bisschen Kaffee zu gönnen. Ich mein, seit 9 Monaten bin ich clean – das ist 'ne große Sache, aber wenn der Chef die Tische wuenscht, die wir nicht mehr bedienen koennen, dann fuehlt es sich an, als wuerde ich wieder die alte Schürze anziehen, nur dass ich jetzt keine Schuerze mehr trage, sondern einen weissen Kittel. Ich hab mich gerade gefragt: Bin ich einfach noch ein bisschen zu viel von mir selbst? Ich hab früher in den Bars und Restaurants den ganzen Abend rumgehext, jetzt muss ich die ganze Nacht im Krankenhauskorridor rennen und gleichzeitig die Patienten happy machen. Das ist 'ne andere Nummer, aber das macht mich gleichzeitig nervös und motiviert. Ehrlich: Ich will das nicht nur wegen des Geldes, sondern weil ich das Gefuehl hab, ich muss immer was tun, um nicht die Kontrolle zu verlieren. Manchmal kommt mir der Gedanke, wenn ich die Schicht schliesse, dass ich nicht genug geschafft habe. Ich hab ein bisschen Angst, wieder zurueckzufallen – nicht nur im Alkohol, sondern im Gefühl, ein Teil von mir fehlt. Ich weiss, es klingt nach 'nem Performance‑Addikt. Was macht ihr, wenn ihr euch gefragt habt, ob ihr nach so langem Clean noch 'n bisschen zu viel an der Arbeit haengt? Und habt ihr ein bisschen Humor, um das zu vertreiben? Ich wuerde gern hoeren... vielleicht kennt das jemand hier auch.
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