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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn der Feed mich mehr fesselt als jede Party

Heute Morgen, kurz nach dem Aufstehen, hab ich sofort mein Handy gecheckt – das ist mittlerweile fast wie ein Ritual, bevor ich überhaupt die Fuße aus dem Bett bekomme. Ich wollte eigentlich nur kurz die Nachrichten sehen, aber dann war ich plötzlich im TikTok‑Kanal von jemandem gelandet, der 24‑Stunden‑Live‑Streams macht, und ehe ich mich versiegt hab, sind zwei Stunden vorbei. Irgendwie fühlt sich das so an, als ob ich ein bisschen Kontrolle verliere, obwohl ich ja weiß, dass ich das eigentlich nicht will. Ich studiere Psychologie und weiß, dass die Dopamin‑Spirale bei Social Media ahnlich stark sein kann wie bei anderen Substanzen, aber im Kopf bleibt das Bild von der “kleinen” Zigarette, die ich nach der Ex‑Beziehung abgeworfen hab, eher präsent. Seit 1 Jahr bin ich clean von den harten Drogen, und die Substitution hält mich stabil, aber digitale Reize scheinen jetzt das neue “Trigger‑Feld” zu sein. Letzte Woche, als ich in der Uni‑Bibliothek war, hat mich das Klicken einer Schachtel neben mir an das Klicken einer Spielkonsole erinnert – das war ein kurzer Schock, weil ich dachte, das alte Verlangen könnte zurückkommen. Stattdessen war es das Verlangen nach ununterbrochenem Scrollen, das plötzlich stark wurde. Ich hab versucht, das Handy in die Tasche zu stecken, aber dann kam die Angst. und etwas zu verpassen (FOMO),. und ich griff doch wieder danach. Habt ihr ähnliche Momente, wo das digitale “high” plötzlich stärker wirkt als alles andere? Wie schafft ihr es, den ersten Impuls zu uberlisten, bevor ihr komplett im Netz versinkt? Ich bin neugierig auf eure Strategien 😊

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