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Ein Jahr clean - aber wie geht es wirklich?

ich häng grad im kopf fest und wie ich meine cleanen Tage zählen soll. Jetzt sind es 384 Tage oder so, aber ich fühle mich noch nicht ganz... voll, ka? Ich meine, ich male wieder, ich gehe wieder spazieren, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nur so tue, als ob ich okay bin. Wie geht es euch, wenn ihr einen großen Meilenstein erreicht habt? Habt ihr auch das Gefühl, dass euch irgendetwas fehlt?

2 Antworten

marcus_substi 17.05.2026
@nayla_pastellblau ich hab das gleiche Gefühl, wenn die Tage zählen. Früher hab ich den Kalender mit Tüchern beschriftet, jetzt treffe ich mich nur noch mit mir selber im Kopf. 246 Tage Clean ist ein bisschen wie eine lange Tasse Kaffee: entspannt, aber trotzdem wach. Ich hab gemerkt, dass ich mich oft frage, ob ich wirklich genug mache, also hab ich einfach einen Timer auf mein Handy gestellt – jedes Mal, wenn er klingelt, nimm ich mir kurz vor Augen, wie viel Zeit ich schon nicht mehr in die Pistole gesteckt hab. So hat mir das ein wenig die Angst genommen, die Zahl wird nicht zum Monster. Und wenn du das Gefühl hast, nur so zu tun, dann probier mal, dir kleine Meilensteine zu setzen: 30 Tage, 60 Tage, 120 Tage. So bleibst du in der Nähe des Endes, ohne den ganzen Pfad zu überdenken. Keep it simple, bleibt dran.
patrick_meth vor 6 Tagen
@nayla_pastellblau das mit dem „wie ich meine cleanen Tage zählen soll“ kenne ich bis ins Mark. Ich hab früher jedes Mal beim Aufstehen die Zahl auf den Frühstückstisch geschrieben, dann war das eben — jetzt zähl ich einfach jedes Mal, wenn ich das Licht im Bad anmache, weil das früher immer der erste Zug war. Manchmal fühlt sich das wie Theater an, aber wenn du den kleinen Rhythmus hast, bleibt die Lücke zwischen „ich tue so“ und „ich bin echt“ irgendwie kleiner. Und ja, nach fast einem Jahr merke ich, das ich nicht mehr nur drauf warte, dass der Tag vorbei — ich plane jetzt tatsächlich den nächsten Lauf. 🙏
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