Öffentlich lesbarer Thread
Warum mein Kopfkino jetzt auf Dauerschleife läuft und nur "Was wäre wenn..." spielt
Hey Leute,
ich muss das hier mal loswerden, weil mir das seit ein paar Tagen echt im Nacken sitzt und ich nicht weiß, ob das nur bei mir so ist oder ob ihr das auch kennt. Seit ich jetzt bald 10 Monate clean bin, hab ich irgendwie das Gefühl, mein Gehirn hat sich einen neuen Lieblingsbeschäftigungssport ausgedacht: "Was wäre wenn...". Echt krass, wie das manchmal abgeht. Ich sitz hier, will eigentlich nur 'ne Vorlesung nacharbeiten oder so, und plötzlich fängt mein Kopf an, Szenarien durchzuspielen.
Das ist so ein bisschen wie mit dem Tinder-Mist, den ich da hinter mir hab. Da war ja auch dieses ständige "Was wäre wenn ich ihr schreibe?" oder "Was wäre wenn das jetzt klappt?". Aber das hier ist anders. Das ist mehr so ein inneres Ping-Pong-Spiel, das aber irgendwie mit dem Thema Mischkonsum zusammenhängt, glaube ich. Weil gerade jetzt, wo das Wochenende vor der Tür steht und draußen alles wieder anfängt zu leben, kommen die Gedanken hoch.
Ich stell mir dann vor, wie jemand von den alten Bekannten einen über den Durst trinkt und dann noch was anderes dazu nimmt. Und dann geht das Kopfkino los: "Wie fühlt sich das wohl an?" oder "Warum machen die das?". Aber nicht so neugierig-verharmlosend, sondern eher so: "Was passiert dann mit ihnen? Und was wäre, wenn ich das jetzt auch machen würde, nur ganz wenig, nur um zu wissen, wie es ist?". Dieses "nur um zu wissen" ist halt die fieseste Falle, oder? Ich hab ja schon erzählt, dass ich gemerkt hab, dass es mir nicht um den Alkohol ging, sondern um das Gefühl. Aber dieses Kopfkino spielt halt oft die alten Filme ab, nur mit neuen Schauspielern und ohne mein aktives Drehbuch. Habt ihr auch solche Phasen, wo die alten Muster im Kopf so laut werden, auch wenn man sie gar nicht mehr leben will?
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