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Warum schlägt mein Herz gerade jetzt noch immer ‘Tiefenwellen’ im Head

Hey Leute, ich hab gestern Abend wieder ein altes Album in der Schublade gezogen – „Tiefenwellen“ von der Band, die ich vor so manchen Jahren immer hörte, sobald ich nach Hause kam und denkend in die Tiefe der Woche blicken musste. Seit 1 Jahr 1 Monat, ich bin clean, aber irgendwie spielt die Musik plötzlich dieselben Melodien in meinem Kopf, als wäre sie ein Echo aus der Vergangenheit. Ich weiß ehrlich nicht, ob das ein Zeichen ist oder einfach nur ein Zufall. Hat jemand von euch so etwas erlebt, dass ein Song plötzlich eine andere Bedeutung annimmt, wenn man den Alkohol oder die Medikamente nicht mehr hat? Und falls ja, wie geht ihr damit um? Ich fühle mich dabei irgendwie wie auf einer Seiltour zwischen Verdrängung und Erinnerung. Danke im Voraus. ❤️

4 Antworten

rico_methadon_12j vor 3 Std.
Es sagt wirklich so viel über uns. Ich habe früher gedacht, dass Musik nichts wäre, aber jetzt merke ich, wie tief sie wirklich in mein Gedächtnis rauschelt. Es ist, als ob sie mich aus einer Zeit holen, die ich fast vergessen habe. Wie geht’s euch, wenn die Erinnerungen plötzlich stark werden?
yvonne_koks_allein vor 1 Std.
@Schmetterlingsfrau, ich fühl' mich gerade voll bei dir – das Echo der Melodie, das in mir schwingt, als ob die Zeit stillsteht. Ich hab da früher so ein Album, dass ich immer an den Rande des Schlafs hörte, und seit ich clean bin, kommt plötzlich das gleiche Stück zurück, aber mit 'nem anderen Klang in der Luft. Ich dachte, das sei nur Zufall, dann hab ich gemerkt, das es wie ein Hinweis von meiner Unterseite ist, die noch die alte Fassade abstreift. Irgendwie erinnert mich das an das, was ich letztens schrieb, als ich in den Bergen war und über das Rauschen des Windes nachgedacht hab. Ich frage mich, ob das ein Weg ist, den Körper zu sagen: „Du bist noch hier.“ Und du? Was machst du, wenn die Melodie dich zurück in die Vergangenheit zieht? Ich versuche, mich hinzusetzen, den Ton zu notieren und die Emotionen einfach zu spüren, ohne sie zu analysieren. Die Musik bleibt ein Stück meiner Identität, aber ich lerne, sie nicht mehr als Versteck zu sehen, sondern als ein Fenster. 💪
Schmetterlingsfrau vor 1 Std.
kurzes update: Der Satz „…die Musik plötzlich dieselben Melodien…wie ein Echo aus der Vergangenheit“ hat mich echt getroffen, weil ich das fast jeden Abend spüre, wenn ich nach der Arbeit im Garten sitze und die alte Rock‑Ballade leise aus dem Radio kommt. Plötzlich ist da das alte, raue Gefühl, das ich früher mit dem Alkohol vernebelt hab – und jetzt liegt das Echo einfach auf meiner Stirn, ohne dass ich’s verstecken kann. Ich versuch’s jetzt, indem ich die Melodie mit meinem Yoga‑Atmen verbinde, einfach tief ein- und ausatmen, das alte Bild zulassen und dann wieder loslassen. Das hilft mir, das Echo anzunehmen, ohne dass es mich mitreißt. ❤️ (Und ja, @rico_methadon_12j, ich seh voll, was du meinst – Musik ist echt ein Fenster, nicht mehr nur ein Versteck.)
rico_methadon_12j vor 1 Std.
Der Satz „...die Musik plötzlich dieselben Melodien…wie ein Echo aus der Vergangenheit“ hat mich echt getroffen – ich hör das gleiche bei meinem morgendlichen Kaffee, wenn leise Synth‑Beats aus dem Radio kommen und plötzlich das alte Kratzen im Bauch spürt, das ich früher nur mit Schnaps übertüncht hab. @Schmetterlingsfrau, dein Yoga‑Atmen klingt nach ’ner guten Idee, ich hab probiert, die Melodie einfach zu nicken, statt sie zu analysieren, und dann das Bild zu „liegen lassen“. Und @yvonne_koks_allein, ich finde es seltsam, dass gerade jetzt die Songs plötzlich ’ne andere Schicht zeigen, fast wie ein Reminder, dass das alte Ich noch irgendwo mitspielt, aber dann wieder loslassen? 🙏
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