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StartProduktJohanniskraut-Extrakt 600 mg (Hypericum perforatum)

Johanniskraut-Extrakt 600 mg (Hypericum perforatum)

Variiert (Amazon-Auswahl)

RCT-Meta

Beschreibung

Standardisierter Hypericum-Trockenextrakt. Bei leichter bis mittelschwerer depressiver Verstimmung in zahlreichen RCTs untersucht. ACHTUNG: erhebliches Interaktionspotenzial.

Inhaltsstoffe pro Tagesdosis

InhaltsstoffMenge
Johanniskraut-Trockenextrakt (3-6 % Hyperforin) 600 mg

Passt das zu mir?

Eine Entscheidungshilfe — keine Diagnose, kein Ersatz für ärztliche Beratung.

Passt zu dir, wenn …

  • Leichte bis mittelschwere Depression OHNE serotonerge Medikation
  • Saisonale depressive Verstimmung
  • Erste pflanzliche Stufe vor SSRI

Lieber nicht, wenn …

  • SSRI/SNRI/MAO-Hemmer (Serotonin-Syndrom)
  • Antibabypille
  • Marcumar
  • Immunsuppressiva
  • Schwere Depression

Sinnvolle Alternativen

  • Safran-ExtraktWeniger Wechselwirkungen
  • Bewegung 30 Min/TagStudienlage wie SSRI bei leichter Depression

Passende Regenerations-Domänen

Typisch relevant bei

Sicherheits-Hinweise

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft — Datenlage begrenzt
  • Bipolare Störung — Manie-Switch-Risiko
  • Photosensibilität bekannt — Hyperforin photosensibilisiert

Wechselwirkungen

  • SSRI/SNRI hoch — Serotonin-Syndrom — STRIKT KONTRAINDIZIERT bei Kombination
  • Antibabypille hoch — Wirkungsverlust durch CYP3A4-Induktion
  • Vitamin-K-Antagonisten hoch — INR-Reduktion durch CYP-Induktion
  • Immunsuppressiva hoch — Wirkungsverlust
  • HIV-Medikamente hoch — Wirkungsverlust

Studienreferenzen

  • Cochrane Linde 2008 (2008) — Hypericum vs. SSRI bei leichter/mittelschwerer Depression — vergleichbare Wirksamkeit
  • Apaydin 2016 Syst Rev — Aktualisierung
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Häufige Fragen

Wie wird Johanniskraut bei depressiver Verstimmung dosiert?

In Cochrane-Studien wurden 600-1.200 mg standardisierter Extrakt pro Tag verwendet (3-6 % Hyperforin). Wirkung tritt typischerweise nach 2-4 Wochen ein. Bei klinisch relevanter Depression ist ärztliche Begleitung erforderlich — Johanniskraut ist KEIN Notfall-Mittel und nicht bei mittelschwerer bis schwerer Depression als Monotherapie geeignet.

Welche Wechselwirkungen sind kritisch?

Johanniskraut induziert das CYP3A4-Enzym stark und beschleunigt damit den Abbau zahlreicher Medikamente: Antibabypille (Wirkverlust), Marcumar (INR-Reduktion), Immunsuppressiva (Tacrolimus, Ciclosporin), HIV-Medikamente, manche Krebstherapien. Mit SSRI/SNRI besteht Serotonin-Syndrom-Risiko. STRIKT KONTRAINDIZIERT bei diesen Medikamenten oder vorher ärztliche Klärung.

Was sagt die Studienlage zu Johanniskraut?

Eine Cochrane-Meta-Analyse (Linde 2008, 29 RCTs, 5.489 Patient:innen) zeigte bei leichter bis mittelschwerer depressiver Verstimmung Wirksamkeit vergleichbar mit SSRI bei besserer Verträglichkeit. Aktualisierungen (Apaydin 2016) bestätigen den Befund. Die deutsche S3-Leitlinie Depression führt Johanniskraut als Option bei leichter Depression.

Wann merke ich erste Effekte von Johanniskraut?

Erste Stimmungs-Verbesserung typischerweise nach 2-4 Wochen kontinuierlicher Einnahme. Voller Effekt nach 6-8 Wochen. Wenn nach 8 Wochen kein Nutzen, anders denken — Johanniskraut wirkt nicht bei jedem. Bei Absetzen langsam ausschleichen (über 2-3 Wochen), nicht plötzlich. Saisonale Stimmungseffekte (Winter) brauchen ggf. 12 Wochen Wirkzeit.

Welcher Johanniskraut-Extrakt ist studientauglich?

In den Cochrane-relevanten Studien wurden vor allem WS 5570 (Neuroplant® / Laif®) und ZE 117 (Jarsin®) verwendet — beide in DE als Arzneimittel zugelassen und Apotheken-pflichtig. Standardisiert auf 0,3% Hypericin und 3-6% Hyperforin. Nahrungsergänzungs-Präparate haben oft 10-50× geringere Wirkstoffmengen — taugen nicht für klinisch relevante Wirkung.

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