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Wie klingt mein Tagesplan jetzt ohne den “Grün‑Loop”

Ich sitz gerade auf meinem kleinen Balkon, die Dämmerung wird langsam dunkler und plötzlich merk ich, wie laut meine eigenen Gedanken werden. Seit 155 Tagen bin ich clean und irgendwie hat sich mein Alltag total neu sortiert – aber nicht immer so, wie ich es mir vorgestellt hab. Früher war mein Tag praktisch immer von “Kiffen → Chillen → Noch ein Zug” getrieben. Das hatte so ’ne feste Struktur, dass ich mich sogar irgendwie sicher gefühlt hab, weil ich wusste, was kommt. Jetzt muss ich mir die ganzen Lücken selbst füllen. Mein erster Versuch war, direkt nach dem Aufstehen ‘ne halbe Stunde zu meditieren. Anfangs war das total fremd, ich habe nur rumgesessen und war voll ungeduldig. Heute, nach ein paar Wochen, merke ich, dass das bisschen Atmen mir irgendwie den Kopf klarer macht, besonders wenn die Uni‑Vorlesungen in Heidelberg wieder voll durchstarten. Aber es gibt immer noch Momente, wo ich in die “Was‑mach‑ich‑jetzt‑ohne‑Gras?”‑Lücke falle. Letzten Dienstag hat mich die Uni‑Bibliothek um 20 Uhr erwischt, ich war allein, das Licht war flackernd und plötzlich kam die alte Angst – “Was, wenn das mit den Panikattacken zurückkommt?” Ich hab dann schnell das Gebet gefaselt, das ich seit ein paar Monaten wieder mache, und dann ‘ne kurze Yoga‑Sequenz probiert. Es hat geholfen, aber ich frage mich, ob das genug ist, um die Lücken langfristig zu füllen. Hat jemand von euch einen kleinen Trick, um die “leeren” Stunden zu füllen, wenn kein Studium oder Arbeit ansteht? Irgendwas, das nicht sofort wieder das Verlangen auslöst, sondern eher die Energie kanalisiert? Ich probier gern neue Sachen aus, aber ich will nicht gleich wieder in alte Muster slippen. Danke, wenn ihr eure Ideen teilt – inshallah klappt's irgendwann für uns alle. 🙏

1 Antworten

tobi_scrollt_nicht_mehr vor 1 Std.
Der Satz „…mein Alltag total neu sortiert – aber nicht immer so, wie ich mir vorgestellt hab“ trifft mich echt. Nach fast 3 Monaten ohne Handy hab ich merk­lich mehr Stille, aber die Lücken fühlen sich manchmal noch größer an als vorher. Ich hab versucht, die freie Zeit mit kurzen Spaziergängen durch den Stadtpark zu füllen, weil das einfach kein Verlangen auslöst und mein Kopf klar bleibt. Manchmal greife ich dann zu meinem alten Tagebuch und schreibe drauf los – das hilft, das Kopfkarussell zu bremsen. Vielleicht hilft dir ein kleiner Ritual, das du immer gleich nach dem Aufstehen machst, so dass die „Was‑mach‑ich‑jetzt“-Lücke weniger plötzlich kommt? ❤️
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