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Wie ich heute laut schreien wollte und dann einfach nur weinte

schreib vom handy, sry für tippfehler Es war gestern Abend, als der Wind durch die alten Fenster zog und der Geruch von frisch gebratenem Rindfleisch die Küche vulkär gefüllt hatte. Ich stand, die Hände in der Schublade, unsicher, ob ich das Menü für die Kinder oder den dritten Joint meines Sohnes extrahieren soll. Ein Bild in meinem Kopf: er, etwas rot, sitzt auf dem Sofa, die Augen wie zwei kleine leerblättrige Karten. Ich hab es schon lange nicht mehr gesehen, aber das Klicken der Dose im Regal hallt noch nach. Da kam der Gedanke – warum überhaupt noch putzen, wenn es sowieso alles gleich ums Verdrängen des Tages geht? Ich habe mich dem Küchenschaum hingeben wollen, aber plötzlich überwältigte mich das Gefühl, einen Schuss zu verlieren, der noch nicht verschlafen hat. Ich schlage den Deckel auf. und habe ein wenig Salz zugesetzt. und lasse die Hitze zu. Ich schrecke mich an, als die Hitze auf meine Haut trifft. Erinnerung: Vor ein paar Wochen habe ich das Handy ins Schlafzimmer gelegt und eine Stoppuhr gestartet, um zu messen, wie lange ich ohne die digitalen Ablenkungen durch die Nacht komme. Ich wollte das als kleine Belohnung für mich selbst nutzen, um meinem eigenen Selbst ein bisschen Liebe zu schenken. Jetzt frage ich mich, ob ich das überhaupt noch will. Denn die Schweißperlen auf der Stirn, der Eifer im Geschmack der Suppe, das Gefühl, noch eine weitere Stunde dazuzuarbeitenn, all das ist nichts ohne mein kleiner Bruder, der auf das Sofa fällt, jede Stunde, wenn wir die Familie zusammensetzen. Habt ihr das auch erlebt? Wie haltet ihr euch dran, wenn die kleine Welt um euch herum lauter wird als der Rauch vom Grill? Ich bin so verunsichert, ob ich den Schritten der Substitution folgen soll oder ob die Vergangenheit mir trotzdem Angst macht. Manchmal denke ich, ich wäre lieber im Krankenhaus, um nicht zu sehen, wie mein Sohn zurück in die Arme der Droge fällt. Denk ich an den Tag, als er noch ein Kind war, wie ein kleiner Junge, der mich in den Arm genommen hat? Wäre es angebracht, ihm ein bisschen noch zu zeigen, dass Sorgen ein Teil von uns sind, aber nicht das Ende? Diese Fragen nageln mich. Danke… für nichts, aber vielleicht gibt's jemanden, der weiß, wie man das Chaos in die Konversation bringt, ohne ihn zu zerreißen. ❤️
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