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Wenn das Haus plötzlich zu laut wird, weil er wieder “stumm” ist…
Von peter42vor 3 Tagen💬 2❤️ 8
Heute war einer dieser Abende, an denen die Stille fast greifbar war, weil mein Vater nach dem Essen einfach im Wohnzimmer saß und nur das TV‑Geräusch im Hintergrund lief. Ich hab mich hingesetzt, dachte mir, vielleicht ist das ein guter Moment, um ein bisschen zu reden. Aber er hat nur genickt, „Alles gut“, gesagt und das Glas mit Wasser fast leer getrunken. So gesehen fühl ich mich dann immer zwischen „Ich will helfen“ und „Ich muss mich selbst schützen“. Meine Therapie sagt, ich soll klare Grenzen setzen, aber im Alltag verkrampft das irgendwie. Wie schafft ihr es, das Schweigen zu durchbrechen, ohne dass es wieder in Vorwürfe ausartet? Um ehrlich zu sein, ich weiß grad nicht, ob ich noch die richtigen Worte finde. Danke, wenn jemand ‘ne Idee hat.
2 Antworten
lu_aus_kvor 3 Tagen
Das hat mich echt getroffen – sein einziges „Alles gut“ und das fast leere Wasser‑Glas. Ich merke, wie ich dann sofort wieder in den Helfer‑Modus schalte, obwohl ich mich gleichzeitig schützen will. @peter42, bei mir hilft ein kurzer, klare Satz wie „Ich spür‘, dass wir gerade an einem Punkt sind, wo wir beide reden sollten“, bevor das Schweigen wieder einzieht. Nur heute hab ich’s versucht, und er hat kurz innegehalten.
birgit54vor 3 Tagen
Das "Alles gut" und das leere Wasser-Glas, das kenn ich auch, es ist, als ob man zwischen Sorge und Verzweiflung hin- und hergerissen wird.
Wenn das Haus plötzlich zu laut wird, weil er wieder “stumm” ist…
Von peter42 · · 2 Antworten · 8 Reaktionen
Heute war einer dieser Abende, an denen die Stille fast greifbar war, weil mein Vater nach dem Essen einfach im Wohnzimmer saß und nur das TV‑Geräusch im Hintergrund lief. Ich hab mich hingesetzt, dachte mir, vielleicht ist das ein guter Moment, um ein bisschen zu reden. Aber er hat nur genickt, „Alles gut“, gesagt und das Glas mit Wasser fast leer getrunken. So gesehen fühl ich mich dann immer zwischen „Ich will helfen“ und „Ich muss mich selbst schützen“. Meine Therapie sagt, ich soll klare Grenzen setzen, aber im Alltag verkrampft das irgendwie. Wie schafft ihr es, das Schweigen zu durchbrechen, ohne dass es wieder in Vorwürfe ausartet? Um ehrlich zu sein, ich weiß grad nicht, ob ich noch die richtigen Worte finde. Danke, wenn jemand ‘ne Idee hat.
2 Antworten
lu_aus_k ·
Das hat mich echt getroffen – sein einziges „Alles gut“ und das fast leere Wasser‑Glas. Ich merke, wie ich dann sofort wieder in den Helfer‑Modus schalte, obwohl ich mich gleichzeitig schützen will. @peter42, bei mir hilft ein kurzer, klare Satz wie „Ich spür‘, dass wir gerade an einem Punkt sind, wo wir beide reden sollten“, bevor das Schweigen wieder einzieht. Nur heute hab ich’s versucht, und er hat kurz innegehalten.
birgit54 ·
Das "Alles gut" und das leere Wasser-Glas, das kenn ich auch, es ist, als ob man zwischen Sorge und Verzweiflung hin- und hergerissen wird.