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Warum fühle ich mich immer noch verantwortlich, wenn er wieder betrunken nach Hause komm?
Von 14felixvor 2 Std.💬 1❤️ 1
Ich sitz hier an meinem kleinen Schreibtisch in meinem Zimmer, das Licht ist schon ein bisschen dumpf und draußen hör ich das leise Rauschen vom Regen, der gerade aufgehört hat. Mein Vater ist wieder so spät nach Hause gekommen – ich glaube, es war nach halb drei. Wieder total versoffen, kaum noch reden können, einfach nur wackeln und immer wieder „Ich bin doch nur müde“ sagen. Meine Mutter hat schon wieder versucht, die Situation zu überspielen. und hat das Licht gedimmt. und so getan, als wäre alles normal. Und ich… ich steh da und muss die ganze Szene irgendwie sortieren, weil sonst alles zu laut wird in meinem Kopf.
Ich weiß, dass ich nicht die Schuld an seinem Trinken hab, das habe ich tausendmal in meinem Kopf wiederholt, aber jedes Mal, wenn er die Tür aufmacht, spür ich dieses alte, nagende Gefühl, dass ich irgendwie etwas retten muss. Ich muss ihm die Jacke holen, ihn ins Bad führen, die Stühle wegräumen, und dann, wenn er endlich im Bett liegt, fühl ich mich wie ein kleines Kind, das die ganze Verantwortung für den Rest des Abends trägt. Meine Freunde in der Schule haben keine Ahnung, was zu Hause abgeht, und ich hab das Gefühl, dass ich immer weiter in diese Rolle hineingeworfen werde.
Vielleicht fragt ihr euch, warum ich das hier schreibe, aber ich brauch einfach ein bisschen Bestätigung, dass das, was ich fühle, normal ist und nicht bedeutet, dass ich später genauso werde. Habt ihr das auch schon erlebt? Wie geht ihr mit dem ständigen „Ich muss jetzt helfen“ umgehen, wenn ihr merkt, dass ihr längst am Ende eurer Kräfte seid? Danke.
1 Antworten
linda_23tagevor 1 Std.
Das mit dem "nur müde" sagen, das kenn ich irgendwie. Wenn jemand betrunken ist und kaum noch gerade stehen kann, und dann kommt sowas. Da fühlt man sich so hilflos und gleichzeitig will man alles irgendwie glattbügeln, damit die Situation nicht eskaliert. Ich hab das zwar nicht mit meinem Vater, aber ich weiß, wie sich diese Verantwortung anfühlt, die einen total erdrückt.
Warum fühle ich mich immer noch verantwortlich, wenn er wieder betrunken nach Hause komm?
Von 14felix · · 1 Antworten · 1 Reaktionen
Ich sitz hier an meinem kleinen Schreibtisch in meinem Zimmer, das Licht ist schon ein bisschen dumpf und draußen hör ich das leise Rauschen vom Regen, der gerade aufgehört hat. Mein Vater ist wieder so spät nach Hause gekommen – ich glaube, es war nach halb drei. Wieder total versoffen, kaum noch reden können, einfach nur wackeln und immer wieder „Ich bin doch nur müde“ sagen. Meine Mutter hat schon wieder versucht, die Situation zu überspielen. und hat das Licht gedimmt. und so getan, als wäre alles normal. Und ich… ich steh da und muss die ganze Szene irgendwie sortieren, weil sonst alles zu laut wird in meinem Kopf.
Ich weiß, dass ich nicht die Schuld an seinem Trinken hab, das habe ich tausendmal in meinem Kopf wiederholt, aber jedes Mal, wenn er die Tür aufmacht, spür ich dieses alte, nagende Gefühl, dass ich irgendwie etwas retten muss. Ich muss ihm die Jacke holen, ihn ins Bad führen, die Stühle wegräumen, und dann, wenn er endlich im Bett liegt, fühl ich mich wie ein kleines Kind, das die ganze Verantwortung für den Rest des Abends trägt. Meine Freunde in der Schule haben keine Ahnung, was zu Hause abgeht, und ich hab das Gefühl, dass ich immer weiter in diese Rolle hineingeworfen werde.
Vielleicht fragt ihr euch, warum ich das hier schreibe, aber ich brauch einfach ein bisschen Bestätigung, dass das, was ich fühle, normal ist und nicht bedeutet, dass ich später genauso werde. Habt ihr das auch schon erlebt? Wie geht ihr mit dem ständigen „Ich muss jetzt helfen“ umgehen, wenn ihr merkt, dass ihr längst am Ende eurer Kräfte seid? Danke.
1 Antworten
linda_23tage ·
Das mit dem "nur müde" sagen, das kenn ich irgendwie. Wenn jemand betrunken ist und kaum noch gerade stehen kann, und dann kommt sowas. Da fühlt man sich so hilflos und gleichzeitig will man alles irgendwie glattbügeln, damit die Situation nicht eskaliert. Ich hab das zwar nicht mit meinem Vater, aber ich weiß, wie sich diese Verantwortung anfühlt, die einen total erdrückt.