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Austausch als Angehörige:r

Kurz zur Situation: mein Partner ist stark amphetamin abhängig. Mittlerweile hat er panikattacken, Psychose, diese komplette Leere und Anhedonie davon getragen. Vor 5 Wochen hat es so geknallt zwischen uns, das er hals über Kopf weg ist und es war bis gestern kaum möglich zu kommunizieren geschweige denn das er nachhause kam. Was ich bereits versucht habe: alles. ich glaube jeder weis was bzw wie viel das ist. da würde es fast ein buch werden. aber irgendwie habe ich es geschafft das er selbst einsieht das er hilfe braucht und in der klinik anruft um auf die Warteliste zu kommen. Meine konkrete Frage an euch: ist es überhaupt möglich, das wir, mit langer und harter Arbeit natürlich, wieder glücklich werden? Gestern rief er mich weinend an: der erlösende anruf kam, er soll am freitag um 9.00 in der klinik zur Aufnahme sein. ein Wunsch ging in Erfüllung, endlich, jetzt bekommt er die Hilfe die er braucht und will, unsere kleine (5 köpfig 🫣) wird wieder glücklich...... so dachte ich vor dem Anruf. dann war alles anders, er weinte, ich weinte, er kam nachhause und wir waren beide wie erstarrt. dabei haben wir doch so sehr drauf gehofft. ABER: er fing an zu reden, ließ seit Monaten das erstmal wieder nähe zu bzw suchte sie, und erzählte mir ganz klar seine angst, das er weis wie schlimm das werden wird wenn er "klar" ist und die Realität sieht, was er mir/uns alles angetan hat... ich gab ihm nähe aber nur bis zu seiner Grenze, was ich nie konnte und vor Verzweiflung versucht habe ihn mit allem zu halten weil ich diesen distanzwunsch nicht verstanden bzw umsetzen konnte, war völlig ruhig, nicht nervös oder unter Strom, habe ihm aber auch ganz klar gesagt das er ab sofort alles alleine machen muss. ich bin da wenn er mich braucht aber er muss da alleine durch. und das er recht hat das es sehr heftig wird aber da führt nunmal kein weg dran vorbei. ich bin etwas erschrocken weil wir so darauf gehofft haben, und jetzt beide angst bekommen obwohl alles klar geregelt und strukturiert aussah in der "genesungszeit" bis dahin. ich weis es gibt keine Garantie, keinen "so ist das immer" weg oder ein Rezept. aber ich bin irgendwie grad so überfordert und es ist alles um mich rum so leer... allein.... ich habe viele Monate alles nur auf ihn fokussiert und freitag, auch noch an seinem Geburtstag😢, gebe ich alles an Fachleute ab.... ich weis nicht wie ich es beschreiben soll. ich hab irgendwie angst. aber wovor? es war doch auch ein so schöner abend gestern, der erste seit über 1 jahr.... schafft er alles? wird es "alles wieder gut"? wird die Anschluss Therapie wegen seiner bipolaren Störung alles wieder kaputt machen weil es vlt zu viel für ihn ist? ich hab das gefühl mein kopf ist so voll, das er schon leer ist..... ich hoffe es versteht jemand ein bisschen was ich meine🫣. Liebe Grüße
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