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Warum fühlt sich jedes Wiederkommen wie ein neues Chaos an

Ich sitz gerade an meinem Schreibtisch, es ist ein grauer Dienstagnachmittag und draußen hat der Regen aufgehört, aber in mir dröhnt immer noch das gleiche dumpfe Pochen. Wie ich letztens erzählt habe, ist mein Vater seit ich denken kann ständig betrunken, und heute hat er wieder die Tür geknackt, während ich gerade für die Mathearbeit lernen wollte. Und plötzlich ist das ganze Zimmer voll von diesem scharfen Alkoholgeruch, der mich jedes Mal wieder erstickt. Der Geruch von Alkohol, wenn er nach Hause kommt,… ich weiß nicht, ob das normal ist, dass ich mich dann so klein und wütend fühle, aber gleichzeitig hab ich das Gefühl, dass ich irgendwie die Verantwortung übernehmen muss, weil Mama die Fassade hochhält und keiner in der Schule etwas ahnt. Ich hab versucht, meine Eltern zu fragen, ob wir vielleicht zusammen zu einer Familien‑Therapie gehen könnten, aber Mama sagt immer nur „wir schaffen das ja irgendwie“, und das klingt nach einer leeren Phrase, die mir nur noch mehr Druck macht. Ich fühl mich wie ein Schatten, der immer wieder über die gleichen Stellen stolpert, und ich frag mich, ob ich irgendwann genauso werden könnte, wie er – nicht weil ich trinken will, sondern weil das einfach das Normalste ist, was ich kenne. Hat jemand von euch das Gefühl, dass ihr euch selbst verliert, wenn das Elternhaus wieder in den Sog der Sucht gerät? Wie schafft ihr es, eure eigenen Grenzen zu wahren, wenn das Haus plötzlich wieder zum Schlachtfeld wird? Ich könnte echt ein paar Tipps gebrauchen, weil ich langsam das Gefühl hab, dass ich im Kreis laufe. 🙏
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