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Ich kann einfach nicht mehr zuhören

muss das hier grad loswerden. Also, ich sitz hier jetzt schon den ganzen Abend und versuch, mich auf meine Ausbildung als MFA zu konzentrieren, aber ich kann einfach nicht mehr zuhören, wie meine Mutter wieder mal anfängt, über ihre alten Zeiten zu reden und wie alles besser war, bevor sie angefangen hat zu trinken. Ich bin so froh, dass ich jetzt ausgezogen bin und nicht mehr jeden Tag mit anhören muss, wie sie sich selbst bemitleidet. Aber wenn ich sie besuche, ist es immer dasselbe. Ich hab das Gefühl, dass sie nie wirklich versteht, wie sehr ihre Sucht unser Leben zerstört hat. Ich meine, ich bin froh, dass sie nicht mehr so viel trinkt wie früher, aber die Erinnerungen bleiben. Und wenn sie anfängt, über die alten Zeiten zu reden, kommt alles wieder hoch. Ich fühle mich dann so hilflos und wütend, weil ich einfach nicht weiß, wie ich ihr helfen kann. Und gleichzeitig hab ich auch Schuldgefühle, weil ich mich frage, ob ich nicht mehr für sie tun kann. Aber ich bin einfach so müde davon, immer wieder dieselben Gespräche zu führen. Ich weiß nicht, ob ich das noch lange aushalte. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie geht ihr mit so was um? Ich fühle mich gerade so allein mit dem Ganzen... und ich wünsche mir einfach, ich könnte ihr helfen, ohne dass ich mich selbst verliere. 😔

1 Antworten

marie_lyrica vor 55 Min.
Hilflos und wütend, das kenn ich auch, wenn ich an meine eigene Suchtvergangenheit denke und wie sie mein Leben und das meiner Familie beeinflusst hat.
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