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Wie finde ich meine Ruhe, wenn die Sonne durch die Fenster scheint und der alte Rhythmus
Von ute_bvor 14 Std.💬 3❤️ 2
Also, Sonntagmorgen, die Sonne schießt durch die halb geöffnete Vorhänge und ich sitze mit meinem Kaffee, der noch zu heiß ist, auf dem Balkon. Mein Mann hat wieder die Dusche gequatscht (also die Mikrowelle – er ist nicht mehr dabei, aber ich nenne sie deshalb). Er hat die Playlist vom Vortag in den Hintergrund gestellt und das Handy, das für den ganzen Tag in der Küche liegt, vibriert. Ich hab's schon ein paar Male erlebt – und ich frage mich, ob das der Moment ist, an dem ich wieder in diesen alten Bauchschmerz falle, der mich runterzieht, wenn er sich in der Küche aufhält.
Mir fällt auf, dass ich heute noch nicht einmal mehr den Begriff „Trigger“ benutzt habe. Ich spüre lieber den Rhythmus. Ich bin jetzt 42, war sieben Jahre in der Pflege in Trier und hab mich danach immer bemüht, den Alltag zu ordnen, damit meine Kinder etwas Sicherheit haben. Aber wenn ich morgens aufwache und dieser kleine Alarm im Kopf aufleuchtet, was soll ich tun? Ich hab versucht, die Playlist von früh mal Umweltsounds auszuprobieren, die beruhigende Wellenklänge, die ich immer als "Meditation" bezeichnet habe. Manchmal strecke ich die Arme, lehne das Handy an die Wand, mache ein kleines Zwickel-Dorf aus das, was ich im Garten finde, und atme ein bisschen.
Ich will keine langen Ratschläge, weil ich weiß, dass jeder Tag anders ist. Ich wollte fragen: Wer hat das Gefühl, dass ein kleiner Moment der Ruhe im Alltag, wie ein Sonnenstrahl, die perfekte Möglichkeit bietet, kurz durchzuatmen und sich darauf zu konzentrieren, dass alles gut geht? Habt ihr einen Trick, um die Ruhe zu finden, wenn der alte Rhythmus wieder aufdreht? Danke, falls ihr es vielleicht sogar schon so erlebt habt – vielleicht hilft das ja ein bisschen. 😊
3 Antworten
sabrina_koksvor 10 Std.
@ute_b – dein „Bauchschmerz“ in der Küche klingt für mich wie der kleine Alarm, der gleich die Küche… als verlaufenes Alarmtöne aus der Bar‑Zeit. Ich hab das Gefühl, dass der Raum selbst den Körper spürt, wenn er wieder ankommen will. Bei mir ist die Küche der Ort, wo ich an die 3‑5 g pro Tag flüstern konnte, also ein Platz mit viel Erinnerung und Erwartung. Der Moment, dass er „aufhört“, ist meistens der Moment, wenn ich mir ein kleines Ritual mache – z. B. ein Glas Wasser, einen kleinen Steckbrief auf den Tisch legen („keine Koks‑Nacht“, „Stopp“), dann den Mund auf den Tisch legen und den Atem in drei abwechselnd langen Züge aufteilen. So kann ich den Rhythmus für mich umschreiben, ohne dass er mich wieder in den Bauchschmerz zieht. Wenn die Sonne durchs Fenster scheint, kann ich das als Chance nutzen, das Stichwort „Ruhe“ anstelle von „Trigger“ zu flüstern, damit der Raum nicht mehr die gleiche Geschichte erzählt. 💪
tanja_nitazen_warnungvor 9 Std.
kurzes update:
@ute_b genau das mit dem Bauchschmerz kenne ich gut. Wenn ich selbst die Küche betrete, spür ich den alten Alarm, weil dort noch der Duft von Essig und der Rhythmus der Pfannen lauert. Ich hab gelernt, dass ein kleiner, bewusst gesetzter Moment der Ruhe diese Erinnerung umschreibt. Ich setze bei mir ein Stück Holz rund, dass ich gleich zu Beginn des Tages betrachte – der Schimmer der Sonne auf der Oberfläche wirkt wie ein stiller „Pause“-Knopf. Dann nimm ich einen tiefen Atemzug, zähle bis drei, und lege den Schimmer kurz auf den Tisch. Das hilft mir, den Bauchschmerz in ein kleines Ritual zu verpacken, damit er nicht sofort in die Küche zieht. 💪
ute_bvor 7 Std.
Der Satz mit dem „alten Bauchschmerz“ hat mich echt getroffen – das kennt man zu gut, wenn das Handy plötzlich vibriert und man spürt, wie das Herz ein Stückchen schneller schlägt. Bei mir war das meistens, wenn ich in die Küche ging und das Geräusch vom Kaffeemaschinen‑Knacken hörte... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
Wie finde ich meine Ruhe, wenn die Sonne durch die Fenster scheint und der alte Rhythmus
Von ute_b · · 3 Antworten · 2 Reaktionen
Also, Sonntagmorgen, die Sonne schießt durch die halb geöffnete Vorhänge und ich sitze mit meinem Kaffee, der noch zu heiß ist, auf dem Balkon. Mein Mann hat wieder die Dusche gequatscht (also die Mikrowelle – er ist nicht mehr dabei, aber ich nenne sie deshalb). Er hat die Playlist vom Vortag in den Hintergrund gestellt und das Handy, das für den ganzen Tag in der Küche liegt, vibriert. Ich hab's schon ein paar Male erlebt – und ich frage mich, ob das der Moment ist, an dem ich wieder in diesen alten Bauchschmerz falle, der mich runterzieht, wenn er sich in der Küche aufhält.
Mir fällt auf, dass ich heute noch nicht einmal mehr den Begriff „Trigger“ benutzt habe. Ich spüre lieber den Rhythmus. Ich bin jetzt 42, war sieben Jahre in der Pflege in Trier und hab mich danach immer bemüht, den Alltag zu ordnen, damit meine Kinder etwas Sicherheit haben. Aber wenn ich morgens aufwache und dieser kleine Alarm im Kopf aufleuchtet, was soll ich tun? Ich hab versucht, die Playlist von früh mal Umweltsounds auszuprobieren, die beruhigende Wellenklänge, die ich immer als "Meditation" bezeichnet habe. Manchmal strecke ich die Arme, lehne das Handy an die Wand, mache ein kleines Zwickel-Dorf aus das, was ich im Garten finde, und atme ein bisschen.
Ich will keine langen Ratschläge, weil ich weiß, dass jeder Tag anders ist. Ich wollte fragen: Wer hat das Gefühl, dass ein kleiner Moment der Ruhe im Alltag, wie ein Sonnenstrahl, die perfekte Möglichkeit bietet, kurz durchzuatmen und sich darauf zu konzentrieren, dass alles gut geht? Habt ihr einen Trick, um die Ruhe zu finden, wenn der alte Rhythmus wieder aufdreht? Danke, falls ihr es vielleicht sogar schon so erlebt habt – vielleicht hilft das ja ein bisschen. 😊
3 Antworten
sabrina_koks ·
@ute_b – dein „Bauchschmerz“ in der Küche klingt für mich wie der kleine Alarm, der gleich die Küche… als verlaufenes Alarmtöne aus der Bar‑Zeit. Ich hab das Gefühl, dass der Raum selbst den Körper spürt, wenn er wieder ankommen will. Bei mir ist die Küche der Ort, wo ich an die 3‑5 g pro Tag flüstern konnte, also ein Platz mit viel Erinnerung und Erwartung. Der Moment, dass er „aufhört“, ist meistens der Moment, wenn ich mir ein kleines Ritual mache – z. B. ein Glas Wasser, einen kleinen Steckbrief auf den Tisch legen („keine Koks‑Nacht“, „Stopp“), dann den Mund auf den Tisch legen und den Atem in drei abwechselnd langen Züge aufteilen. So kann ich den Rhythmus für mich umschreiben, ohne dass er mich wieder in den Bauchschmerz zieht. Wenn die Sonne durchs Fenster scheint, kann ich das als Chance nutzen, das Stichwort „Ruhe“ anstelle von „Trigger“ zu flüstern, damit der Raum nicht mehr die gleiche Geschichte erzählt. 💪
tanja_nitazen_warnung ·
kurzes update:
@ute_b genau das mit dem Bauchschmerz kenne ich gut. Wenn ich selbst die Küche betrete, spür ich den alten Alarm, weil dort noch der Duft von Essig und der Rhythmus der Pfannen lauert. Ich hab gelernt, dass ein kleiner, bewusst gesetzter Moment der Ruhe diese Erinnerung umschreibt. Ich setze bei mir ein Stück Holz rund, dass ich gleich zu Beginn des Tages betrachte – der Schimmer der Sonne auf der Oberfläche wirkt wie ein stiller „Pause“-Knopf. Dann nimm ich einen tiefen Atemzug, zähle bis drei, und lege den Schimmer kurz auf den Tisch. Das hilft mir, den Bauchschmerz in ein kleines Ritual zu verpacken, damit er nicht sofort in die Küche zieht. 💪
ute_b ·
Der Satz mit dem „alten Bauchschmerz“ hat mich echt getroffen – das kennt man zu gut, wenn das Handy plötzlich vibriert und man spürt, wie das Herz ein Stückchen schneller schlägt. Bei mir war das meistens, wenn ich in die Küche ging und das Geräusch vom Kaffeemaschinen‑Knacken hörte... mehr krieg ich grad nicht sortiert.