Öffentlich lesbarer Thread
Warum ist das Leben nach dem Tod meines Mannes so leer und trotzdem voller Fragen...
Es ist Donnerstagmorgen, ich sitz am Küchentisch mit einem halb kalten Kaffee und das Licht dringt nur schwach durch das Fenster. Seit dem letzten Jahr, seit mein Mann an einer Fentanyl‑Überdosis gestorben ist, ist alles irgendwie stiller geworden, als hätte das Haus den Klang seiner Stimme verloren. Ich hab oft das Gefühl, dass ich im Alltag nur noch mechanisch durch den Tag gehe, während mein Herz bei jedem Geräusch von einer Erinnerung an ihn zu rucken scheint.
Ich weiß, dass ich nicht allein bin mit diesem Schmerz, aber es fühlt sich trotzdem an, als würde ich in einem endlosen Tunnel stecken, ohne zu wissen, wann das Licht wieder aufflammt. Meine beiden Kinder sind jetzt erwachsen, einer von ihnen kifft viel, und ich sehe mich immer wieder in dem gleichen Albtraum: die Angst, dass er den gleichen Weg geht, den sein Vater genommen hat, weil das Leben ihn irgendwann wieder zu Boden wirft. Ich hab versucht, ihn zu unterstützen, ihm zuzuhoren, aber oft sitz ich da und weiß nicht, was ich sagen soll. Manchmal fuhle ich mich, als…
Habt ihr vielleicht einen Gedanken oder ein kleines Ritual, das euch hilft, das Gewicht dieser Leere zu tragen, ohne sich vollig zu verlieren? Ich suche nach einem Anker, nach einem Funken, der mir sagt, dass es trotz allem noch einen Sinn geben kann. 🙏❤️
