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Wenn das Licht des Frühlings doch nur Schatten wirft...

Mittwoch, Nachmittag, das Wetter draußen wird langsam wieder wärmer, und ich sitz hier im kleinen Zimmer neben der Küche, während Mama wieder ein Glas in der Hand hat und leise vor sich hin murmelt. Ich hab heute in der Praxis wieder den ganzen Tag über Menschen gesehen, die mit echten Krisen kämpfen, und dann kommt das heimische Chaos zurück, als ich die Tür aufmache. Ich frage mich immer wieder: Wie soll ich meine eigenen Bedürfnisse in diesen Momenten überhaupt noch wahrnehmen, wenn ich ständig zwischen Schicht und Schuldgefühl hin- und hergerissen bin? Gestern hab ich versucht, ihr ein Glas Wasser zu geben, statt das übliche Bier, und sie hat nur kurz genickt, dann wieder das Handy geklickt und sich in die nächste Folge ihrer Lieblingsserie vergraben. Ich war kurz davor, die Küche zu verlassen, weil ich dachte, ich brauch einfach mal Luft, aber dann hörte ich das leise Schluchzen meines kleinen Bruders aus dem Schlafzimmer. Ich will ja nicht, dass er das alles mitbekommt, aber gleichzeitig fühl ich mich so gefangen, als wär ich die einzige, die das Haus zusammenhalten muss. Manchmal denk ich, vielleicht sollte ich einfach klare Grenzen setzen, aber dann schau ich auf die leeren Teller, die nie richtig abgewaschen wurden, und fühl mich schuldig, weil ich das Gefühl hab, die Verantwortung zu verlieren. Und was, wenn ich mich jetzt zu sehr auf mich selbst fokussiere, nciht? Habt ihr Tipps, wie ihr es schafft, in so einem Dauer-Notstand noch einen Funken von euch selbst zu behalten, ohne dass ihr euch komplett verausgabt? Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen zu hören. ❤️
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