Öffentlich lesbarer Thread
Wenn der Feierabend plötzlich nach Alkohol schmeckt – was tun
Moin Leute, ich sitz gerade in der Kantine, das Licht ist schon ein bisschen gedimmt und ich hör das Klirren von Gläsern aus der Nachbarschaftsküche. Irgendwie hat das bei mir sofort das alte “ein Glas zum Abschluss” im Kopf angestoßen, obwohl ich seit 239 Tage clean bin – also ungefähr sieben Monate. Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht bisschen übertrieben, aber wenn ich das leise Rauschen der Flaschen hör, krieg ich sofort das alte Kribbeln im Nacken, das ich seit der Therapie fast vergessen dachte.
Gestern hab ich mir dann einen kleinen “Notfall‑Plan” ausgedacht: Statt zur Bar zu gehen, mach ich mir einen heißen Kakao und setz mich an den Tresen, wo ich den Kram von den Kunden sehen kann, ohne selbst reinzurutschen. Der Trick ist, dass ich mich dann auf die Arbeit konzentrier’ – Bestellungen, Zutaten, das ganze Gedöns. Aber das hat nicht immer geklappt, weil manchmal ein Kollege nach Feierabend „ne Runde“ vorschlägt und ich dann plötzlich das Gefühl hab, dass ich die ganze Woche vergebens durchgehalten hab.
Also meine Frage an euch: Wie geht ihr mit solchen Alltags‑Triggern um, wenn’s plötzlich nach Alk oder Koks riecht und das Gehirn sofort “jetzt” meint? Habt ihr kleine Routinen, die ihr im Job einsetzen könnt, ohne dass’s komisch wirkt? Ich brauch ein paar frische Ideen, sonst fängt mein Kopf bald wieder an zu spinnen. Danke schonmal für eure Tipps 😊
