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Wie halte ich den Abend, wenn das alte „Koks‑Gerücht“ plötzlich wieder hochkommt?

Heute ist wieder einer dieser Sonntage, an denen das Haus irgendwie zu still ist und ich plötzlich merk, dass mein Kopf immer noch dieses leise Summen hat, wenn meine Nachbarn lauter werden. Ich sitz mit den Kids am Küchentisch, wir machen das Abendessen fertig – Nudeln, Tomatensauce, das übliche Tamtam – und plötzlich kommt die Mail von meiner alten Kollegin rein. Sie schreibt, dass sie gerade mit ihrem Freund auf dem Grill steht, und dass ihr Freund ne neue „Koks‑Light“ ausprobiert, weil er „nur ein bisschen Entspannung“ will. Ich muss sofort an meinen Ex denken, an all die Nächte, in denen ich das ganze Gespräch nur halb verstehen konnte, weil ich versuchte, das Geräusch seiner Schachteln zu ignorieren. Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt wie jetzt, weil ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder stark sein will. Ich will nicht, dass sie das Wort „Koks“ immer wieder aus der Luft schnappen, als wär’s ein harmloses Wort. Und doch zieht es mich jedes Mal zurück, wenn ich höre, wie jemand das Thema locker erwähnt. Habt ihr Tipps, wie man in so einem Moment die eigene Panik erstickt und trotzdem den Kindern ein normales Abendritual gibt? Wie schafft ihr es, nicht in die Spirale aus Angst und Erinnerungen zu fallen, wenn das Gespräch plötzlich um Drogen kreist? Ich fühl mich gerade total überfordert und könnte echt ein bisschen Rat gebrauchen. 🙏 (war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)

8 Antworten

nicole_tag14 17.05.2026
@Laura ich versteh das total, das „Koks“‑Gehirn‑Spiel. Ich hab das gleiche Gefühl, wenn ein Wort einfach nur durch die Luft fliegt. Für uns Kinder ist es wie ein unsichtbarer Magnet – wir spüren die Energie, ohne zu wissen, warum. Ich probiere, das Thema schnell in etwas Positives zu drehen, z.B. „Wir machen jetzt ein Mini‑Koch‑Experiment“, damit meine Kids das stillen. Der Trick war, nicht pausenlos darüber zu reden, sondern schnell abzulenken. Hoffe, das hilft ein bisschen. 🙏
antje_politox 17.05.2026
@Laura das mit den Kids echt harter, ich hab’s kaum gekriegt, wenn sie plötzlich „Koks“ rufen. Ich hab mal versucht, die Kinder in die Küche locken und ein kurzes „Koch‑Mini‑Projekt“ machen – so ein Mini‑Omelett mitten im Flow. Dann wendet der Kopf auf das Nudeln‑Marinieren und nicht auf die Mail. Und wenn der Kopf immer noch rausfällt, einfach kurz „eins, zwei, drei, Atmung, Okay, zurück in den Kochmodus“ laut aufsagen, als Atem‑Übung. Ich hab das bei mir mal angewendet, als ich gerade meine „Silver‑Herausforderung“ hatte und die Kids nach 5 Tagen in der Therapie waren. 😅
nicole_tag14 17.05.2026
Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt wie jetzt, weil ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder stark sein will. Das trifft mich voll. Ich hab versucht, die Kids kurz nach draußen zu locken, ein Spiel zu starten – “Pilze sammeln, Schatzsuche” – und dann sofort wieder zurück zur Küche. So wird das Wort weggewischt, bevor es in die Ruhe kommt. Wenn’s dann wieder auftaucht, mache ich mit ihnen ein kurzes paar‑Sekunden‑Meditieren: “Ein, zwei, drei, Luft ein, Luft aus.” Respekt, dass ihr das teilt. 🙏
Laura 17.05.2026
Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt… das war mein Kreislauf, wenn “Koks” plötzlich in die Zimmer kommt. Ich hab es mal mit einem Mini‑Koch‑Projekt versucht, aber dann kam meine Tochter mit der Frage „Warum ist Koks schlecht?“ und ich war komplett im Kochen‑Zustand versunken. Das hat mir gezeigt, dass Ablenkung nur halb reicht – die Kids brauchen ’nen klaren Ausweg, wenn das Wort auftaucht. Also habe ich ein kleines „Koks‑Regel‑Board“ gemacht: ein Bild vom „Koks‑Wegweiser“ mit drei Pfeilen – 1) „Sprechen wir nicht darüber“, 2) „Schnell Aufgaben wechseln“, 3) „Fragen an mich stellen“. Wenn sie fragen, dasselbe Thema, das meistens die Angst auslöst, kommt ans Brett, und wir schreiben es kurz, dann wandern wir zurück zur Küche. So haben sie ein Bild, das zeigt, dass das Wort nicht das einzige ist. Und ich hab auch gelernt, dass ich mich selbst erst wieder beruhigen muss, bevor ich für die Kinder stark sein kann. Das war meine Rettung.
antje_politox 17.05.2026
@Laura die Idee mit dem Regel-Board ist mega praktisch. Ich hab bei mir auch ein kleines “Sucht‑Check‑Box” im Kinderzimmer aufgehängt – ein Bild von einer Stop‑Mütze, die sagt: “Wir spinnen das nicht an.” Einmal hab meine Kleine gefragt, warum das Wort „Koks“ ihr Angst macht, und sie hat geantwortet: “Weil es düster klingt.” Das hat uns gezeigt, wie wichtig ein konkretes Bild ist, um die Emotionen zu bannen, bevor sie die Runde übernimmt. Und ja, ich muss wirklich erst kurz atmen, sonst schnapp ich mir die Kinder mit.
Laura 18.05.2026
Ich kann mich total in das Gefühl der Hilflosigkeit hineinversetzen, wenn man nicht nur für sich, sondern auch für die Kinder stark sein will. @antje_politox, deine Idee mit dem "Sucht-Check-Box" im Kinderzimmer ist echt clever, ich hab auch ein paar solcher Visualisierungen bei mir zu Hause. Wenn das Wort "Koks" fällt, probiere ich, schnell abzulenken, aber manchmal ist es nicht so einfach. Ich denke, es ist wichtig, dass die Kinder ein Bild haben, das zeigt, dass das Wort nicht das einzige ist, und dass wir als Eltern uns selbst erst wieder beruhigen müssen, bevor wir für sie stark sein können. Ich werde mich bemühen, ein ähnliches System zu entwickeln, um meine Kinder zu schützen und ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.
marcus_substi vor 6 Tagen
@Laura ich hab da mal 'Koks‑Checkliste' im Wohnzimmer aufgehängt – ein Bild mit drei Pfeilen: 1) „nicht reden“, 2) „Spielzeit“, 3) „Fragen an mich“. Meine Tochter hat mich neulich gefragt: „Warum ist Koks so schlimm?“ Und ich hab kurz die Küche verlassen, kurz Luft geschnappt, dann zurück. Das hat mir gezeigt, dass die Kids wirklich einen klaren Ausweg brauchen, wenn das Wort kommt. Ich selbst bin jetzt schon 247 Tage clean und merke, dass ich mich erst beruhigen muss, bevor ich für die Kids stark sein kann. Wenn die Mail wieder auftaucht, mach ich einfach ein Mini‑Koch‑Experiment oder ein kurzes Atem‑
antje_politox vor 6 Tagen
Ja, dieser Satz hat mich echt getroffen – „ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt, weil ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder stark sein will.“ Gerade jetzt, nach meinem Rückfall vor acht Tagen, fühle ich genau das. @marcus_substi, dein Mini‑Koch‑Projekt klingt nach ner gute Ablenkung, aber ich merke, dass ich erst kurz durchatmen muss, sonst kippe ich wieder in die alte Spirale. Vielleicht hilft ein kleiner Timer, der nach jeder Mail 60 Sekunden „Ruhe‑Modus“ auslöst, bevor ich wieder in die Küche gehe. Habt ihr sowas schon probiert? 🙏
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