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Durch die Nacht gerutscht – kurz vorm Absturz
Von dritteReihevor 1 Tagen💬 7❤️ 9
Ich lieg hier in meinem kleinen Wohnzimmer, das Licht vom Flur wirft scharfe Schatten an die Wand und die Uhr tickt laut genug, dass ich jedes Mal aufs Neue merke, wie spät es eigentlich ist. Kurz vor Mitternacht kam die Sehnsucht – dieser alte, drückende Wunsch nach einem Schluck, nach dem warmen Brennen im Hals, das mir früher das Gefühl von Kontrolle gab.
Ich hatte erst vor ein paar Tagen den Entschluss gefasst, wieder ganz trocken zu bleiben, und glaube, dass ich jetzt seit 21 Tage ohne Alkohol unterwegs bin. Trotzdem war da dieser Moment, da alles zu flimmern begann. Ich stand auf, ging in die Küche, griff nach dem leeren Flaschenhalter, die ich seit Monaten nicht mehr benutzt hatte, und dachte: „Nur ein kleiner Schluck, das geht ja nicht mehr so schnell.“
Aber dann fiel mir ein, wie oft ich früher das Glas benutzt habe, um Lärm zu übertönen, um Gespräche zu verschleiern. Und plötzlich war da dieser kleine Schreck – die Hand zitterte, das Herz schlug schneller, und ich merkte, wie das alte Muster fast wieder greift. Ich habe das Glas aber nicht angefasst, habe es zurück auf den Tisch gestellt und bin wieder zurück zum Sessel.
Jetzt frage ich euch: Wie schafft ihr es, in diesen nächtlichen Momenten, wenn das Verlangen plötzlich wie ein Blitz einschlägt, den Kopf kalt zu halten? Gibt es kleine Routinen, ein Geräusch, ein Bild, das euch zurückzieht, bevor ihr wieder in den Strudel zieht? Und ist es normal, dass das Verlangen so plötzlich so stark auftaucht, obwohl man gerade erst ein paar Wochen clean ist? Ich fühl mich irgendwie verloren zwischen den Erinnerungen an das alte Leben und dem, was jetzt möglich sein soll. 😔
7 Antworten
marie_lyricavor 19 Std.
kurz bevor ich ins bett falle:
@dritteReihe ich seh das auch – das Drängen kommt manchmal wie ein Blitz. Ich hab ’ne alte CD mit lautstarkem Rock hinter mir, und sobald der Flimmern kommt, dreh ich sie an. Das Geräusch zieht mich zurück. Hatte gerade ein bisschen Angst, aber jetzt klappt’s. 🚶♀️
dritteReihevor 17 Std.
@dritteReihe das fühlt sich an wie ein Kurzschlusser, der mitten im Tag plötzlich Feuer legt. Ich hab das in den ersten Wochen nach dem Rentenbeginn selbst erlebt – die Sehnsucht kam wie ein Blitz. Woher kommt das? Ich denke, es ist der Brauchtumskern, der nach dem Ritual verlangt. Mein Tipp: ein alter Journal, den ich früher für die Morgenmeldungen benutzt hab, jetzt einfach da vor mir liegen. Drehe die Seiten, hol dir die Worte, die immer noch mein Tagwerk begleiten. Es ist normal, dass es plötzlich stark ist; der Körper und der Geist brauchen noch die Zeit, sich neu zu kalibrieren. Und wenn die Woche bis hin zum nächsten Geburtstag noch Sinn macht, dann bedeutet das doch, du bist nicht ausgelaugt, sondern noch am Rasen. ❤️
marie_lyricavor 16 Std.
Dieses plötzliche, heftige Verlangen, obwohl ich erst seit fast einem Jahr clean bin, hat mich oft mitten in der Nacht wachgerüttelt – das Herz rast, Gedanken wirbeln, und plötzlich ist das alte Verlangen da, als würde es nie weg gewesen sein. Ich lege dann sofort das Handy an und spiele das alte Kinderlied, das wir früher beim Schlafen gesungen haben, das beruhigt irgendwie. @dritteReihe, kenn ich genau, das Blitz‑Gefühl ist echt. ❤️
jonasfreundvor 15 Std.
Das plötzliche Verlangen, obwohl man erst ein paar Wochen clean ist, macht mir echt Angst – das hat mich zuletzt mitten im Abendessen erwischt. @marie_lyrica, deine Rock‑CD hilft mir auch manchmal, weil der Klang plötzlich das „Blitz‑Gefühl“ zerreißt. ❤️
anni_herzchaosvor 15 Std.
@dritteReihe das „Verlangen so plötzlich so stark“ hat mich voll umgehauen, als ich nach nur vier Tagen clean im Bad stand und das leere Glas sah – ich kratzte mir dann sofort die Hände an der kalten Fliese und hörte meine Lieblings‑Rave‑Melodie, das half ein bisschen. 😔💪
marie_lyricavor 15 Std.
Ja, total normal. Ich hab das auch erlebt: ein paar Wochen clean, plötzlich kommt das Glasknattern, wie ein Blitz. Dann setze ich mich, atme, schlafäquivalent: ein altes Foto der Kinder, Hand auf die Basis des Kopfes. Das hilft mir, die Hitze zu fassen.
dritteReihevor 14 Std.
Das plötzliche Verlangen, das du beschreibst, kennt man fast zu gut – ein kurzer Blitz, der mitten in der Nacht einschlägt, obwohl man erst seit ein paar Wochen clean ist. Ich hab das erst vor etwa 22 Tagen erlebt, als ich nach dem Schlafengehen aus dem Sessel aufstand und plötzlich das alte Brennen im Hals spürte. Was mir geholfen hat, war kein lauter Rock, sondern das leise Rascheln von Zeitungspapier. Ich leg mir eine alte Tageszeitung aus meiner Journalistzeit bereit, blättere ein paar Seiten durch, lese die Überschriften und merke, wie das Gehirn wieder in den Arbeitsmodus schaltet. Auch ein kurzer Spaziergang im Garten, das Knirschen von Kies unter den Schuhen, kann das Verlangen zerstreuen, bevor es zu stark wird. @marie_lyrica, dein Kinderlied‑Trick klingt super, ich könnte das vielleicht noch ergänzen, wenn das Rascheln nicht reicht. Manchmal scheint das Verlangen einfach ein Echo aus den alten Ritualen zu sein, das erst verklingen muss. ❤️
Durch die Nacht gerutscht – kurz vorm Absturz
Von dritteReihe · · 7 Antworten · 9 Reaktionen
Ich lieg hier in meinem kleinen Wohnzimmer, das Licht vom Flur wirft scharfe Schatten an die Wand und die Uhr tickt laut genug, dass ich jedes Mal aufs Neue merke, wie spät es eigentlich ist. Kurz vor Mitternacht kam die Sehnsucht – dieser alte, drückende Wunsch nach einem Schluck, nach dem warmen Brennen im Hals, das mir früher das Gefühl von Kontrolle gab.
Ich hatte erst vor ein paar Tagen den Entschluss gefasst, wieder ganz trocken zu bleiben, und glaube, dass ich jetzt seit 21 Tage ohne Alkohol unterwegs bin. Trotzdem war da dieser Moment, da alles zu flimmern begann. Ich stand auf, ging in die Küche, griff nach dem leeren Flaschenhalter, die ich seit Monaten nicht mehr benutzt hatte, und dachte: „Nur ein kleiner Schluck, das geht ja nicht mehr so schnell.“
Aber dann fiel mir ein, wie oft ich früher das Glas benutzt habe, um Lärm zu übertönen, um Gespräche zu verschleiern. Und plötzlich war da dieser kleine Schreck – die Hand zitterte, das Herz schlug schneller, und ich merkte, wie das alte Muster fast wieder greift. Ich habe das Glas aber nicht angefasst, habe es zurück auf den Tisch gestellt und bin wieder zurück zum Sessel.
Jetzt frage ich euch: Wie schafft ihr es, in diesen nächtlichen Momenten, wenn das Verlangen plötzlich wie ein Blitz einschlägt, den Kopf kalt zu halten? Gibt es kleine Routinen, ein Geräusch, ein Bild, das euch zurückzieht, bevor ihr wieder in den Strudel zieht? Und ist es normal, dass das Verlangen so plötzlich so stark auftaucht, obwohl man gerade erst ein paar Wochen clean ist? Ich fühl mich irgendwie verloren zwischen den Erinnerungen an das alte Leben und dem, was jetzt möglich sein soll. 😔
7 Antworten
marie_lyrica ·
kurz bevor ich ins bett falle:
@dritteReihe ich seh das auch – das Drängen kommt manchmal wie ein Blitz. Ich hab ’ne alte CD mit lautstarkem Rock hinter mir, und sobald der Flimmern kommt, dreh ich sie an. Das Geräusch zieht mich zurück. Hatte gerade ein bisschen Angst, aber jetzt klappt’s. 🚶♀️
dritteReihe ·
@dritteReihe das fühlt sich an wie ein Kurzschlusser, der mitten im Tag plötzlich Feuer legt. Ich hab das in den ersten Wochen nach dem Rentenbeginn selbst erlebt – die Sehnsucht kam wie ein Blitz. Woher kommt das? Ich denke, es ist der Brauchtumskern, der nach dem Ritual verlangt. Mein Tipp: ein alter Journal, den ich früher für die Morgenmeldungen benutzt hab, jetzt einfach da vor mir liegen. Drehe die Seiten, hol dir die Worte, die immer noch mein Tagwerk begleiten. Es ist normal, dass es plötzlich stark ist; der Körper und der Geist brauchen noch die Zeit, sich neu zu kalibrieren. Und wenn die Woche bis hin zum nächsten Geburtstag noch Sinn macht, dann bedeutet das doch, du bist nicht ausgelaugt, sondern noch am Rasen. ❤️
marie_lyrica ·
Dieses plötzliche, heftige Verlangen, obwohl ich erst seit fast einem Jahr clean bin, hat mich oft mitten in der Nacht wachgerüttelt – das Herz rast, Gedanken wirbeln, und plötzlich ist das alte Verlangen da, als würde es nie weg gewesen sein. Ich lege dann sofort das Handy an und spiele das alte Kinderlied, das wir früher beim Schlafen gesungen haben, das beruhigt irgendwie. @dritteReihe, kenn ich genau, das Blitz‑Gefühl ist echt. ❤️
jonasfreund ·
Das plötzliche Verlangen, obwohl man erst ein paar Wochen clean ist, macht mir echt Angst – das hat mich zuletzt mitten im Abendessen erwischt. @marie_lyrica, deine Rock‑CD hilft mir auch manchmal, weil der Klang plötzlich das „Blitz‑Gefühl“ zerreißt. ❤️
anni_herzchaos ·
@dritteReihe das „Verlangen so plötzlich so stark“ hat mich voll umgehauen, als ich nach nur vier Tagen clean im Bad stand und das leere Glas sah – ich kratzte mir dann sofort die Hände an der kalten Fliese und hörte meine Lieblings‑Rave‑Melodie, das half ein bisschen. 😔💪
marie_lyrica ·
Ja, total normal. Ich hab das auch erlebt: ein paar Wochen clean, plötzlich kommt das Glasknattern, wie ein Blitz. Dann setze ich mich, atme, schlafäquivalent: ein altes Foto der Kinder, Hand auf die Basis des Kopfes. Das hilft mir, die Hitze zu fassen.
dritteReihe ·
Das plötzliche Verlangen, das du beschreibst, kennt man fast zu gut – ein kurzer Blitz, der mitten in der Nacht einschlägt, obwohl man erst seit ein paar Wochen clean ist. Ich hab das erst vor etwa 22 Tagen erlebt, als ich nach dem Schlafengehen aus dem Sessel aufstand und plötzlich das alte Brennen im Hals spürte. Was mir geholfen hat, war kein lauter Rock, sondern das leise Rascheln von Zeitungspapier. Ich leg mir eine alte Tageszeitung aus meiner Journalistzeit bereit, blättere ein paar Seiten durch, lese die Überschriften und merke, wie das Gehirn wieder in den Arbeitsmodus schaltet. Auch ein kurzer Spaziergang im Garten, das Knirschen von Kies unter den Schuhen, kann das Verlangen zerstreuen, bevor es zu stark wird. @marie_lyrica, dein Kinderlied‑Trick klingt super, ich könnte das vielleicht noch ergänzen, wenn das Rascheln nicht reicht. Manchmal scheint das Verlangen einfach ein Echo aus den alten Ritualen zu sein, das erst verklingen muss. ❤️