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Wie kann man die Politik noch für die Angehörigen von Suchtkranken interessanter machen

Ich sitz gerade im Zug auf dem Weg zur Arbeit und hore das Radio, da kommt wieder diese Diskussion uber die Drogenpolitik. Und ich frage mich, ob da mal jemand an die Angehörigen denkt, die tagtäglich mit den Folgen umgehen müssen. Mein Mann ist jetzt seit drei Jahren trocken, und ich kann nur sagen, dass es eine lange und schwierige Zeit war, bis wir da hin gekommen sind. Aber was ich oft vermisse, ist, dass die Politik nicht genug über die Angehörigen spricht. Wir sind diejenigen, die Tag und Nacht für unsere Liebsten da sind, die uns Sorgen machen, weil wir nicht wissen, ob sie heute wieder ruckfallig werden oder nicht. Wir sind diejenigen, die den Alltag am Laufen halten mussen, während unsere Partner oder Kinder aus dem Leben geschmissen werden, weil sie nicht mehr können. Und dann hore ich immer diese Diskussionen uber die Legalisierung von Drogen oder die Frage, ob man mehr Geld in die Therapie stecken soll. Aber was ist mit uns? Was ist mit den Menschen, die jeden Tag mit den Folgen von Sucht leben mussen? Wie können wir sie besser unterstützen? Ich weiß nicht, ob ich die Antwort darauf weiß, aber ich denke, es ware wichtig, dass die Politik nicht nur uber die Suchtkranken selbst spricht, sondern auch über die Menschen, die um sie herum sind. Wir brauchen mehr Unterstützung, mehr Beratung, mehr Hilfe, um durch diese schwierigen Zeiten zu kommen. Und ich frage mich, ob da irgendjemand zuhört, der vielleicht irgendetwas ändern kann. Ich bin einfach nur mude und wünsche mir, dass sich endlich etwas andert.

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