Öffentlich lesbarer Thread
Cannabis-Gesetz und die Frage, wer eigentlich mitgedacht hat an die Angehörigen
Hab heute morgen im Auto Radio gehort, wieder diese Debatte ums CanG und was alles besser werden soll. Und ich sitz da, kaffee in der hand, und denke nur: hat da mal jemand die frau gefragt, die nachts wach liegt weil der mann nicht nach hause kommt? Oder die mutter, die ihre tochter zum dritten mal aus der klinik abholt? 😔
Als krankenschwester seh ich die seite, die in den gesetzen nie vorkommt. Die entzugsstation um 3 uhr nachts. Die kinder, die nicht fragen warum papa seltsam riecht, sondern warum er gar nicht da ist. Und jetzt soll alles "entspannt" werden, mehr freiheit, weniger strafverfolgung — klingt super auf dem papier. Aber in unserer kuche fühlt sich freiheit anders an. Freiheit ist, dass mein mann seit drei jahren morgens aufsteht und zur arbeit fährt statt zu zittern. Dass wir urlaub planen können ohne angst. Dass die große ihrem freund sagen kann "mein papa trinkt nicht mehr" statt sich zu schämen.
Naja, vielleicht bin ich auch nur müde von der diskussion. Jeder hat ne meinung, keiner fragt wie es sich anfuhlt wenn das gesetz am küchentisch scheitert. Was denkt ihr — werdet ihr da draußen eigentlich gefragt, oder redet die politik nur über euch? 🤷♀️
