Mischkonsum

Heroin und Quetiapin mischen: was passiert

🟡 Vorsicht 🧩 aus der Wirkstoffklasse abgeleitet Redaktionell aus den Quellen erstellt · fachliche Prüfung ausstehend

Warum diese Mischung riskant ist

Eine Obduktionsstudie fand bei Opioid-Todesfällen eher keinen zusätzlichen Beitrag von Quetiapin – Effekte auf Herz und Atmung sind aber nicht ausreichend untersucht. Vorsicht bleibt geboten.[1]

Was du tun kannst

Auch diese Mischung ist nicht sicher – die Wirkung wird schwerer einschätzbar. Wenig nehmen, Pausen lassen, nicht nachlegen und auf Körper und Psyche achten.

🚨 Sofort 112, wenn …

  • jemand nicht oder kaum weckbar ist,
  • die Atmung flach, langsam oder röchelnd wird,
  • Krampfanfälle, Brustschmerz, starke Verwirrtheit oder Überhitzung auftreten.

Bewusstlos, aber atmet? Stabile Seitenlage, bei der Person bleiben und ehrlich sagen, was genommen wurde. Ist ein Opioid beteiligt: Naloxon geben.

📞 112 anrufen

Die beiden Substanzen

Heroin & Opioide

Wirkt nach: gespritzt oder geraucht nach Sekunden, geschnupft nach einigen Minuten
Dauer: 2–5 Std.

Nach jeder Pause ist die Toleranz weg – die alte Menge kann dann tödlich sein. Nie allein konsumieren, Naloxon griffbereit haben.

Alles zu Heroin & Opioide →

Quetiapin („Seroquel")

Wirkt nach: keine verlässlichen Angaben für den Freizeitkonsum
Dauer: je nach Präparat (schnell freisetzend oder retardiert)

Nicht mit Alkohol oder anderen Downern. Nicht abrupt absetzen, wenn du es regelmäßig nimmst.

Alles zu Quetiapin („Seroquel") →

Wichtig: Die Wirkdauer bestimmt, wie lange eine Wechselwirkung möglich ist. Lang wirkende Stoffe wirken auch dann noch, wenn man sie nicht mehr spürt.

Weitere Mischungen mit Heroin oder Quetiapin

Andere Kombination im Mischkonsum-Check prüfen → · Forum Mischkonsum →

Hilfe – anonym und ohne Druck

Du willst weniger nehmen, aufhören oder einfach reden? Du entscheidest, wie weit du gehst.

Notfall: 112 – sag ehrlich, was genommen wurde. Rettungskräfte holen nicht automatisch die Polizei.

Quellen

  1. Combined effects of quetiapine and opioids: autopsy cases, drug users and sedation in rats (2022) – Addiction Biology (PubMed Central PMC9541371) (abgerufen am 21.10.2026)
Wie wir Aussagen kennzeichnen
  • ✅ belegt Durch Studien, Fachinformation, Behörden oder Fachstellen gestützt.
  • 💬 berichtet Aus Erfahrungs- oder Fallberichten – plausibel, aber nicht systematisch untersucht.
  • ❔ unklar Wenige oder widersprüchliche Daten – hier gibt es Wissenslücken.

Bei Kombinationen: 📄 direkt belegt heißt, eine Quelle beschreibt genau diese Mischung. 🧩 aus der Wirkstoffklasse abgeleitet heißt, die Einschätzung folgt aus dem, was über die Wirkstoffgruppen bekannt ist. Eine „sichere" Stufe gibt es bewusst nicht. Warnungen im Live-Radar haben eigene Stufen (🔴 Laborbestätigt, 🟠 Offizielle Warnung, 🟡 Verdacht, ⚪ unbestätigt).

Wir geben keine Dosierungsempfehlungen und keine Bezugsquellen. Lücken benennen wir, statt sie zu füllen. Die Texte sind eigene Formulierungen auf Basis der genannten Quellen; jede Seite zeigt, ob sie fachlich geprüft ist.

🆘 Hilfe