💉 Opioide

Kratom: Wirkung, Risiken, Mischkonsum – und was gerade im Umlauf ist

Kratom ist ein Pflanzenpulver, das je nach Menge anregend oder opioidähnlich dämpfend wirkt. Es kann abhängig machen und ist mit anderen Downern gefährlich.

Auch genannt: Mitragynin, Kratom-Pulver

Redaktionell aus den Quellen erstellt · fachliche Prüfung ausstehend 1 Quellen
WirkstoffklasseOpioide
Zeitlicher VerlaufWirkt nach: gekaut nach 5–10 Min.Dauer: 1–1,5 Std. · Nachwirkung: nicht angegeben[1]
Wichtigste VorsichtNicht mit Alkohol, Benzos, Opioiden oder Aufputschmitteln – und auf keinen Fall mit MAO-Hemmern.

Kurz gesagt

Was ist das?

Getrocknete Blätter eines südostasiatischen Baums, meist als Pulver oder Kapsel.

Warum ist das gerade wichtig?

Kratom wird online als „natürlich" vermarktet und teils zum Selbstentzug von Opioiden genutzt.

Wie wirkt es?

Inhaltsstoffe wie Mitragynin wirken unter anderem an Opioid-Rezeptoren.

Wie gut ist es untersucht?

Wenig untersucht; viele Aussagen beruhen auf Fallberichten.

Größte Risiken?

Abhängigkeit, Herz-Kreislauf-Probleme und gefährliche Mischungen mit Alkohol, Benzos, Opioiden oder MAO-Hemmern.

Was bleibt offen?

Wie sicher Kratom langfristig ist und wie stark Produkte schwanken.

📡 Live-Lage: was gerade im Umlauf ist

Das hat keine Wissens-Datenbank: aktuelle Warnungen aus Drugchecking, Behörden und Community, dazu Laborwerte und Preise.

Aktuelle Warnungen

Gerade keine aktuelle Warnung im Radar. Das heißt nicht, dass etwas sicher ist – Reinheit und Beimischungen schwanken ständig.

Alle Warnungen im Live-Radar →

Risiken

  • ✅ belegt Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Mundtrockenheit und Herz-Kreislauf-Probleme.[1]
  • ✅ belegt Körperliche und psychische Abhängigkeit.[1]
  • ✅ belegt Mischkonsum kann zu Kreislaufstörungen bis zur Atemdepression führen.[1]
  • ❔ unklar Gehalt und Reinheit von Kratom-Produkten sind nicht kontrolliert.[1]

Abhängigkeit & Aufhören

✅ belegt Kratom kann körperlich und psychisch abhängig machen. Wer es zum Opioid-Entzug nutzt, sollte das mit ärztlicher Hilfe tun – es gibt wirksame, sichere Behandlungen.[1]

⚠️ Mischkonsum: Kratom mit …

Viele Notfälle entstehen durch Mischungen. Eine „sichere" Kombination gibt es nicht.

Weitere Kombinationen im Mischkonsum-Check prüfen →

🚨 Notfall: sofort 112, wenn …

  • starke Schläfrigkeit, flache Atmung (vor allem nach Mischkonsum)
  • Krampfanfall
  • Herzrasen oder Brustschmerz

Bewusstlos, aber atmet? Stabile Seitenlage, bei der Person bleiben, ehrlich sagen, was genommen wurde.

📞 112 anrufen

Safer Use – wenn du es trotzdem nimmst

  • Nicht mischen – vor allem nicht mit Alkohol, Benzos, Opioiden oder MAO-Hemmern.
  • Nicht als Ersatz für eine ärztliche Opioid-Behandlung nutzen.
  • Pausen machen, um eine Abhängigkeit zu vermeiden.

Safer Use senkt Risiken, beseitigt sie aber nicht. Wir geben bewusst keine Dosierungsempfehlungen.

Was man nicht weiß

  • ❔ unklar Langzeitfolgen.
  • ❔ unklar Wie stark einzelne Produkte sind.

Rechtslage in Deutschland

Kratom steht in Deutschland nicht im BtMG (Stand Oktober 2026). Als Lebensmittel oder Arzneimittel ist es nicht zugelassen.

Stand Oktober 2026, vereinfacht – keine Rechtsberatung.

Begriffe erklärt

Ausführlich im Drogenlexikon

Erfahrungen aus der Community

Im Forum tauschen sich Menschen anonym über Kratom, Safer Use und Ausstieg aus. Erfahrungsberichte sind wertvoll, aber unbestätigt – sie ersetzen keine Laboranalyse und keine ärztliche Einschätzung.

Hilfe – anonym und ohne Druck

Du willst weniger nehmen, aufhören oder einfach reden? Du entscheidest, wie weit du gehst.

Notfall: 112 – sag ehrlich, was genommen wurde. Rettungskräfte holen nicht automatisch die Polizei.

Quellen & Stand

  1. know-drugs: Natürliche Substanzen (Kratom) – Infodrog / Schweizer Fachstelle (know-drugs.ch) (abgerufen am 21.10.2026)

Redaktionell aus den Quellen erstellt · fachliche Prüfung ausstehend Live-Daten: laufend aktualisiert

Wie wir Aussagen kennzeichnen
  • ✅ belegt Durch Studien, Fachinformation, Behörden oder Fachstellen gestützt.
  • 💬 berichtet Aus Erfahrungs- oder Fallberichten – plausibel, aber nicht systematisch untersucht.
  • ❔ unklar Wenige oder widersprüchliche Daten – hier gibt es Wissenslücken.

Bei Kombinationen: 📄 direkt belegt heißt, eine Quelle beschreibt genau diese Mischung. 🧩 aus der Wirkstoffklasse abgeleitet heißt, die Einschätzung folgt aus dem, was über die Wirkstoffgruppen bekannt ist. Eine „sichere" Stufe gibt es bewusst nicht. Warnungen im Live-Radar haben eigene Stufen (🔴 Laborbestätigt, 🟠 Offizielle Warnung, 🟡 Verdacht, ⚪ unbestätigt).

Wir geben keine Dosierungsempfehlungen und keine Bezugsquellen. Lücken benennen wir, statt sie zu füllen. Die Texte sind eigene Formulierungen auf Basis der genannten Quellen; jede Seite zeigt, ob sie fachlich geprüft ist.

🆘 Hilfe