Öffentlich lesbarer Thread
Manchmal wünschte ich, ich könnte ihr einfach 'ne Dose Wasser geben und lächeln…
Also… gestern Abend war ich wieder am Fernseher. Meine Mutter hat sich dann plötzlich an die Couch geschleppt, weil sie dachte, sie könne endlich die Wohnungmalerei korrigieren, die ich wegen dem ganzen Trinken wieder überall war. Ich kam zur Hektik, stellte sie in die Ecke, wagte das Wort „stan“ in der Hoffnung, dass sie nicht gleich in die Schublade 'Alkohol' schwimmt. Der TV hisselte, das Licht flackerte, und ich stand da, voll im Krieg zwischen Verantwortung und dem Wunsch nach Ruhe.
Sie hat dann eine Flasche aus der Schublade gezogen und eine Bottle in der Hand gehalten. "Ich bin nicht schlecht", murmelt sie, während ich merke, dass ihr Blick leerer ist als mein Bankkonto. Ich wollte das Glas wegschmeißen, aber dann denke ich, was wäre, wenn ich ihr einfach ein Glas Wasser gib, wie ich es früher bei meinem Vater tat, bevor er das erste Mal Rauschpilz‑Klaustrophobie bekam. Eine einfache Geste, die sie nicht gleich als Beweis für ein weiteres Problem ansieht.
Ich meine, frage ich mich, ob das wirklich hilft, oder kommt es nur noch mehr zu, weil ich ihr das Gefühl gebe, sie wird nie wieder etwas ändern. Und dann ist da noch meine Woche, zehn Stunden Shift, dann dm.V.… Ich fühle mich wie ein Zombie, der versucht, jemanden zum Laufen zu bringen, der ständig im Stall liegt.
Also, Leute, wisst ihr, wie viel mehr ich eigentlich tun soll? Gibt's hier Strategien, um die eigene Grenze einzurücken und gleichzeitig nicht wegzulaufen? Wie halt ich mich selbst in Würde, wenn ich ständig das Gefühl habe, ich müsste die Maschine reparieren, aber die Teile sind komplett kaputt? Wie bleibe ich nur in meiner Rolle, wenn alles um mich herum in Trümmern liegt?
