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Recovery nach LSD

Evidenzbasierte Übersicht zu Defizit-Domänen, Mikronährstoffen, Aminosäuren und Sicherheits-Hinweisen — HWG-konform formuliert, mit transparenten Studienquellen.

Substanz im Überblick

Klassisches serotonerges Psychedelikum (5-HT2A-Agonist). Akut keine Letalität durch reine Pharmakologie, aber 'Set & Setting'-Risiken (Unfall, Suizid, Psychose-Trigger). Chronisch HPPD (Halluzinogen-persistierende Wahrnehmungsstörung) bei manchen Personen. Strikt kontraindiziert bei Lithium oder MAO-Hemmer (Krampf-/Serotonin-Risiko).

Verbreitung in Deutschland

Etwa 250.000-400.000 Menschen in DE haben Erfahrung mit LSD, jährlicher Konsum bei 20.000-50.000. Mikrodosing-Trend seit 2018 in Tech-/Kreativ-Szene.

Selbst-Check: 5 Fragen

Mehr als zwei Mal "ja" bedeutet noch keine Diagnose, aber rechtfertigt eine Beratung in einer Suchthilfestelle (kostenlos, anonym).

  1. Hast du nach Konsum visuelle Wahrnehmungsstörungen, die persistieren (HPPD)?
  2. Konsumierst du häufiger als alle 2-4 Wochen?
  3. Hast du familiäre Psychose-/Schizophrenie-Vorbelastung?
  4. Nimmst du SSRIs, Lithium oder MAO-Hemmer ein?
  5. Hat sich dein Konsum vom 'experimentell' zu 'regelmäßig' verschoben?

Wege ohne Supplements

Diese Optionen sind in der Studienlage und klinischen Praxis am besten belegt. Nahrungsergänzung kann begleiten — sie ersetzt sie nicht.

  • MAPS und ICEERS — internationale Drug-Information
  • Set & Setting bewusst gestalten (Begleitperson, sicherer Ort)
  • Toleranz-Pausen respektieren (mind. 1-2 Wochen)
  • Bei HPPD-Symptomen: Neurologe, Substanz-Pause, KVT
  • Trip-Sitter-Konzepte bei Setting-Risiko

Häufige Mythen

„LSD ist absolut sicher."

Pharmakologisch keine LD50-Letalität dokumentiert, aber Setting-Risiken (Unfälle, Suizid bei Bad Trip), HPPD bei genetisch Vulnerablen, Psychose-Trigger sind real.

„Mikrodosing ist evidenzbasiert."

Aktuelle RCTs (Imperial College 2024) zeigen keinen Vorteil gegenüber Placebo. Therapeutische Hochdosis-Studien (z. B. bei Depression) zeigen Effekte, Mikrodosing nicht.

„LSD im Urintest fällt nicht auf."

Standardtests detektieren LSD typisch 1-3 Tage nach Konsum. Sehr empfindliche Tests länger. Reduzierte Drug-Test-Nachweisbarkeit ist NICHT garantiert.

Welche Körperfunktionen sind betroffen?

Diese Defizit-/Regenerations-Domänen werden in der Forschung nach LSD diskutiert (sortiert nach Relevanz):

Häufig verlinkte Produkte für diese Recovery-Phase

L-Theanin 200 mg

RCT

Aminosäure aus Grünem Tee; alpha-Wellen-Modulation, beruhigend ohne sedierend.

Rhodiola Rosea 500 mg

RCT

Standardisierter Rosenwurz-Extrakt (3 % Rosavine, 1 % Salidrosid). Traditionelle Anwendung.

Persönlichen Recovery-Stack berechnen

Der Recovery-Kompass fragt deine Phase, Symptome und Medikamente ab und schlägt dir einen evidenz-basierten Stack vor. Anonym, ohne Login, ohne Speicherung deines Namens.

Recovery-Kompass

Dein Recovery-Kompass

Beantworte ein paar Fragen — der Kompass priorisiert anschließend einen evidenz-basierten Stack aus, der zu deinem Konsumprofil und deiner Phase passt. Anonym, ohne Login, ohne dass deine Antworten woanders landen.

1 — Substanzen oder Verhalten

Schnellwahlen setzen typische Startwerte, die du jederzeit anpassen kannst.

Wähle alles, was zutrifft. Du kannst mehrere kombinieren. Die Karten sind nach Wirkklasse markiert, damit du dich schneller orientierst.

2 — Aktuelle Phase
3 — Wie ausgeprägt sind diese Symptome aktuell?

0 = gar nicht, 10 = sehr stark.

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4 — Notfall-Check

Wenn du eines davon mit 6 oder mehr angibst und Alkohol akut/Entzug: der Kompass stoppt und verweist auf 112.

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5 — Medizinische Hinweise
6 — Aktuelle Medikamente

Wichtig für Wechselwirkungs-Check.

7 — Alltag, Budget und Regenerations-Kontext

Damit der Recovery-Kompass nicht nur wirksam, sondern auch realistisch und bezahlbar priorisiert.

Budget

Einkaufskanäle

Mehrfachauswahl möglich.

Ernährungsstil

Belastbarkeit & Bewegung

Routine-Bereitschaft

Aktuelle psychische Last im Alltag

Keine Diagnosen - nur das, was deinen Alltag gerade real begrenzt.

Diese Empfehlung ist eine begleitende Information zu allgemeiner Körperfunktion. Sie ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei akuten Entzugssymptomen (z. B. Tremor, Krampfanfälle, schwere Schlaflosigkeit, Halluzinationen) wende dich sofort an einen Arzt oder den Notruf 112.

Häufige Fragen

Was ist HPPD und wie hoch ist das Risiko?

HPPD (Hallucinogen Persisting Perception Disorder) sind anhaltende visuelle Wahrnehmungsstörungen nach Halluzinogen-Konsum — z. B. visuelle Schneestürme, Trails hinter bewegten Objekten, Lichtblitze. Geschätzte Inzidenz: bei chronischem Konsum 1-4 %, sehr selten nach Einzeldosen. Risikofaktoren sind häufiger Konsum, gleichzeitiger Cannabis-Konsum und individuelle Vulnerabilität. Klare Selbst-Behandlung gibt es nicht; psychiatrische Begleitung sinnvoll.

Welche Medikamente sind mit LSD strikt kontraindiziert?

Lithium und MAO-Hemmer sind die zwei wichtigsten Kontraindikationen: Lithium + LSD wird mit Krampfanfällen und akuter Psychose assoziiert. MAO-Hemmer + LSD kann zu unvorhersehbar verstärkten oder verlängerten Wirkungen führen. SSRI/SNRI dämpfen die LSD-Wirkung über Wochen, sind aber meist nicht akut gefährlich. Tramadol kombiniert mit LSD: serotonerges Risiko.

Welche Supplements zur LSD-Trip-Vorbereitung sind sinnvoll?

Aminosäure-Vorstufen (Tyrosin, 5-HTP) sind während des Trips NICHT empfohlen — der serotonerge Belastung wird unnötig erhöht. Magnesium-Glycinat kann körperliche Anspannung und Bruxismus mildern (HCVO-Claim: normale Muskelfunktion). Wichtiger als jedes Supplement: Set & Setting, nüchterne Begleitperson, kein Konsum bei akuter psychischer Belastung, kein Lithium/MAO-Hemmer im Hintergrund.

Wie lange dauert die LSD-Wirkung und Nach-Erholung?

Trip-Dauer 8-12 Stunden, abhängig von Dosis. Nachwirkungen (Schlaflosigkeit, leichte Antriebssteigerung) bis 24 Stunden. Über 1-2 Wochen besteht eine ausgeprägte 5-HT2A-Down-Regulation: in dieser Zeit ist LSD pharmakologisch deutlich schwächer wirksam (Toleranz). Erfahrungsmäßige Empfehlung der harm-reduktionellen Communities: mindestens 1-2 Wochen Pause zwischen Trips, lieber mehr.

Was tun bei einem Bad Trip auf LSD?

Ruhige, abgedunkelte Umgebung, vertraute Person daneben, beruhigend reden ('das geht vorbei, du bist sicher'). Wasser, Decke. Keine zusätzlichen Substanzen — auch kein Cannabis (verstärkt Anxiety). Wenn Panik nicht abklingt oder Eigen-/Fremdgefährdung droht: Notruf 112. Klinisch wird ggf. niedrig dosiertes Benzodiazepin verabreicht. Telefonseelsorge 0800 1110111 (24/7) als niedrigschwellige Begleitung.

Quellen & Methodik

Die Empfehlungslogik basiert auf der Matrix substance_domain (Substanz × Defizit-Domäne × Phase × Evidenz-Tier). Jede Empfehlung trägt ein sichtbares Evidenz-Badge. Eine vollständige Liste der Studienreferenzen findest du in den Produktseiten und in unserer Recovery-Methodik-Übersicht.

Letzte fachliche Überprüfung: 30.05.2026.

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