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Wartezeit überbrücken: was jetzt hilft

Du hast angerufen – und der Platz ist erst in Wochen frei. Diese Zeit ist die schwerste und die riskanteste. Du musst sie nicht allein durchstehen.

Hier steht, was dich bis zur Aufnahme trägt: Hilfe für akute Momente, Struktur für den Tag, Menschen zum Reden und alles, womit der erste Termin gut vorbereitet ist.

🚑 Akut gefährlich? Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfall oder Suizidgedanken sofort 112. Reden kannst du rund um die Uhr mit der TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos).

Schneller an einen Platz kommen

  • Aktuell frei gemeldete Plätze ansehen.
  • Platz-Alarm einschalten: auf der Seite deiner Stadt oder einer Anlaufstelle im Verzeichnis. Du bekommst eine Nachricht, sobald dort ein Platz frei gemeldet wird.
  • Auf mehrere Wartelisten setzen lassen und regelmäßig nachfragen – manche Stationen streichen, wer sich nicht meldet.
  • Umkreis erweitern oder eine andere Form prüfen: Tagesklinik und ambulante Reha haben oft früher Platz.
  • Die Lücke zwischen Entgiftung und Reha früh ansprechen: Ein nahtloser Übergang ist möglich, muss aber rechtzeitig beantragt werden. So läuft der Reha-Antrag.

Häufige Fragen

Verliere ich meinen Platz, wenn ich in der Wartezeit rückfällig werde?

In der Regel nicht. Sag es der Einrichtung offen – Rückfälle in der Wartezeit kennt dort jede und jeder. Es kann sein, dass vor der Aufnahme eine erneute Entgiftung nötig ist. Den Platz aufzugeben, ohne nachzufragen, wäre der größere Fehler.

Kann ich die Wartezeit verkürzen?

Manchmal. Lass dich bei mehreren Einrichtungen auf die Warteliste setzen, frag nach kurzfristig frei werdenden Plätzen und erweitere den Umkreis. Eine Tagesklinik oder ambulante Reha hat oft früher Platz als eine stationäre. Die Suchtberatung weiß, wo es in deiner Region gerade schneller geht.

Soll ich in der Wartezeit schon aufhören?

Bei Alkohol und Beruhigungsmitteln bitte nicht schlagartig und nicht ohne ärztliche Begleitung – ein unbegleiteter Entzug kann lebensgefährlich sein. Sprich mit Hausärztin oder Hausarzt, was bis zur Aufnahme sinnvoll ist: weniger, kontrollierter, sicherer.

Ersetzen diese Werkzeuge eine Behandlung?

Nein. Sie überbrücken die Zeit, bis die Behandlung beginnt, und begleiten danach. Diagnose und Therapie gehören in die Hände von Fachleuten.

Allgemeine Orientierung, kein Ersatz für ärztliche oder therapeutische Beratung. Werkzeuge in der Testphase können sich noch ändern.

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