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Selbsthilfegruppe finden: so gelingt das erste Treffen

In der Selbsthilfe triffst du Menschen, die dasselbe erlebt haben. Die Teilnahme ist kostenlos, braucht keinen Antrag und meist keine Anmeldung. Du kannst einfach kommen und erst einmal nur zuhören.

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🚑 Akut gefährlich? Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfall oder Suizidgedanken sofort den Notruf 112 wählen.

Für wen ist das?

Für alle – vor, während und nach einer Behandlung. Es gibt Gruppen für Alkohol, Drogen, Medikamente, Glücksspiel und für Angehörige. Viele Gruppen treffen sich auch online.

So gehst du vor

  1. Gruppe aussuchenEs gibt unterschiedliche Richtungen – zum Beispiel Zwölf-Schritte-Gruppen, Abstinenzverbände oder offene Gesprächskreise. Probier ruhig mehrere aus.
  2. Termin herausfindenDie meisten Gruppen treffen sich wöchentlich zur selben Zeit. Ein kurzer Anruf oder eine Mail vorab hilft, ist aber oft nicht nötig.
  3. HingehenDu wirst begrüßt und musst nichts sagen. Viele hören beim ersten Mal nur zu. Was in der Gruppe gesprochen wird, bleibt dort.
  4. DranbleibenGib einer Gruppe drei, vier Treffen, bevor du entscheidest. Passt sie nicht, such eine andere – das ist normal.

Unsicher, was du am Telefon sagen sollst? So gelingt der erste Anruf – mit Sätzen zum Ablesen.

Wer zahlt?

Kostenlos. Manche Gruppen sammeln freiwillig für Raummiete und Kaffee.

Wie lange?

So lange du möchtest. Viele bleiben über Jahre, weil die Gruppe trägt, wenn andere Hilfen enden.

Was du brauchst

Nichts. Keinen Antrag, keine Überweisung, keine Diagnose.

Wenn es hakt

Ich traue mich nicht allein
Frag bei der Kontaktperson, ob dich jemand am Eingang abholt, oder nimm eine vertraute Person mit, wenn die Gruppe das erlaubt. Online-Treffen sind ein leichter Einstieg.
In meiner Nähe gibt es nichts
Viele Verbände bieten Online- und Telefonmeetings an. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle deiner Region kennt auch kleine Gruppen, die nirgends im Netz stehen.
Die Gruppe passt nicht
Gruppen sind sehr verschieden – im Ton, im Alter, in der Haltung zu Abstinenz. Eine zweite oder dritte auszuprobieren lohnt sich.

Was andere erlebt haben

Hier zeigen wir, was Menschen beim ersten Kontakt wirklich erlebt haben: Gab es einen Platz? Wie lange war die Wartezeit? Woran hat es gehakt?

Dafür sammeln wir anonyme Rückmeldungen. Noch sind es zu wenige, um sie ehrlich auszuwerten – wir zeigen lieber nichts als geschätzte Zahlen.

Du hattest schon Kontakt mit einer Stelle? Such sie im Verzeichnis und tippe dort auf „Ich hatte Kontakt" – das dauert zehn Sekunden und hilft den Nächsten. Die Auswertung nach Regionen findest du im Versorgungs-Atlas.

Häufige Fragen

Muss ich abstinent sein?

Das hängt von der Gruppe ab. Viele heißen dich willkommen, sobald du den Wunsch hast, etwas zu ändern. Nüchtern zum Treffen zu kommen wird fast überall erwartet.

Ersetzt Selbsthilfe eine Behandlung?

Nein, sie ergänzt sie. Bei körperlicher Abhängigkeit gehört der Entzug in ärztliche Hände.

Mehr dazu bei uns

Selbsthilfe bei Sucht

Allgemeine Orientierung zum deutschen Suchthilfesystem – kein Ersatz für eine persönliche Beratung. Einzelheiten unterscheiden sich je Kostenträger und Bundesland; verbindlich ist, was Beratungsstelle, Klinik oder Kostenträger dir sagen. Etwas stimmt nicht? Schreib uns.

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