Suchthilfeverzeichnis › Hilfeweg › Adaption & Nachsorge
Die Adaption ist die zweite Phase der Reha: Du übst Alltag, Arbeit und Wohnen ohne Suchtmittel – mit Rückhalt. Sie wird in der Regel aus der Entwöhnung heraus beantragt. Für alle anderen gibt es die ambulante Nachsorge.
🚑 Akut gefährlich? Bei Bewusstlosigkeit, Atemproblemen, Krampfanfall oder Suizidgedanken sofort den Notruf 112 wählen.
Für Menschen, die nach der Entwöhnung noch keinen sicheren Boden haben: keine Wohnung, keine Arbeit, ein Umfeld, in dem konsumiert wird. Wer in ein stabiles Zuhause zurückkehrt, nutzt eher die ambulante Nachsorge.
Unsicher, was du am Telefon sagen sollst? So gelingt der erste Anruf – mit Sätzen zum Ablesen.
Adaption und Nachsorge sind Teil der Rehabilitation und werden vom selben Kostenträger bezahlt wie die Entwöhnung – meist der Rentenversicherung.
Die Adaption dauert in der Regel einige Monate. Die ambulante Nachsorge läuft meist über etwa ein halbes Jahr und kann verlängert werden.
Keinen eigenen Antrag von dir: Die Klinik beantragt beides. Wichtig ist, dass du es früh genug ansprichst und eine Einrichtung nennst, in die du möchtest.
Hier zeigen wir, was Menschen beim ersten Kontakt wirklich erlebt haben: Gab es einen Platz? Wie lange war die Wartezeit? Woran hat es gehakt?
Dafür sammeln wir anonyme Rückmeldungen. Noch sind es zu wenige, um sie ehrlich auszuwerten – wir zeigen lieber nichts als geschätzte Zahlen.
Du hattest schon Kontakt mit einer Stelle? Such sie im Verzeichnis und tippe dort auf „Ich hatte Kontakt" – das dauert zehn Sekunden und hilft den Nächsten. Die Auswertung nach Regionen findest du im Versorgungs-Atlas.
Nein. Sie ist ein Angebot für alle, die nach der Entwöhnung mehr Unterstützung beim Übergang brauchen.
Ja. Ein Rückfall beendet den Weg nicht. Melde dich schnell bei Nachsorge oder Beratungsstelle – sie klären mit dir, was jetzt hilft.
Allgemeine Orientierung zum deutschen Suchthilfesystem – kein Ersatz für eine persönliche Beratung. Einzelheiten unterscheiden sich je Kostenträger und Bundesland; verbindlich ist, was Beratungsstelle, Klinik oder Kostenträger dir sagen. Etwas stimmt nicht? Schreib uns.