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Öffentlich lesbarer Thread
Kann Glücksspiel mich aus der Sucht holen oder vertiefen
Von tom_haftentvor 37 Min.💬 0❤️ 0
Der Automat hat mich gerade nicht durchgespielt, sondern hat ein bisschen mein Herz in die Tiefe gezogen. Ich sitze nach der Übergangseinrichtung im Café neben dem Spielautomaten – der Geruch von Reifenkautschuk liegt noch ein bisschen in der Luft – und frage mich, welche Rolle das Glücksspiel jetzt in meinem Leben spielt.
Kurz zuvor hatte ich meine 34 Tage Clean im Kopf und versuchte, nicht in alte Muster zurückzufallen. Beim Kiosk am Rand der Straße hörte ich, wie die Leute sich über schnelle Gewinne drumquatschen. In der Haft war das eine Art „Geldpresse“, mit der man sich befreien konnte – aus dem Gefängnis heraus, aus der Sucht heraus. Dort war das Spiel ein Ventil, ein Weg, etwas Kontrolle zu haben, wenn alle anderen Dinge im Griff waren.
Jetzt bin ich draußen, aber irgendwie gibt’s ein neues Risiko. Wäre jemals das einfach ein neuer Weg, das Verlangen zu stillen? Ich hab gehört, dass Leute, die unter Drogenabhängigkeit leiden, oft zu Casinospielen greifen, weil das “Rausch” von schnellen hohen Emotionen ähnlich wirkt. Ich hab selbst ein bisschen die Hände gerockt, weil ich das Gefühl hatte, meine Zähne zu verlieren, wenn ich nicht gleichzeitig etwas „Parameter“ hatte, das mir das Gefühl gab, etwas zu kontrollieren.
Frage: Habt ihr das berechnet? Gibt es eine Chance, dass Glücksspiel ein Balsam statt einer Schere ist? Oder ist das ein doppeltes Risiko – wenn man hier jetzt den ersten Einsatz macht, kann man den nächsten nicht mehr ablegen? Ich will auf keinen Fall, dass das Spiel mir wieder den Rücken kehrt, aber gleichzeitig will ich keine Blindheit vor dem, was da draußen schleicht. Was macht ihr, wenn ihr euer Leben normalisiert, aber ein Totalverlust von 38 € in 20 Minuten passiert? Und wie bleibt man dabei clean? Ich bin mitten im Zwiespalt und brauche eure Meinung.
Kann Glücksspiel mich aus der Sucht holen oder vertiefen
Von tom_haftent · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
Der Automat hat mich gerade nicht durchgespielt, sondern hat ein bisschen mein Herz in die Tiefe gezogen. Ich sitze nach der Übergangseinrichtung im Café neben dem Spielautomaten – der Geruch von Reifenkautschuk liegt noch ein bisschen in der Luft – und frage mich, welche Rolle das Glücksspiel jetzt in meinem Leben spielt.
Kurz zuvor hatte ich meine 34 Tage Clean im Kopf und versuchte, nicht in alte Muster zurückzufallen. Beim Kiosk am Rand der Straße hörte ich, wie die Leute sich über schnelle Gewinne drumquatschen. In der Haft war das eine Art „Geldpresse“, mit der man sich befreien konnte – aus dem Gefängnis heraus, aus der Sucht heraus. Dort war das Spiel ein Ventil, ein Weg, etwas Kontrolle zu haben, wenn alle anderen Dinge im Griff waren.
Jetzt bin ich draußen, aber irgendwie gibt’s ein neues Risiko. Wäre jemals das einfach ein neuer Weg, das Verlangen zu stillen? Ich hab gehört, dass Leute, die unter Drogenabhängigkeit leiden, oft zu Casinospielen greifen, weil das “Rausch” von schnellen hohen Emotionen ähnlich wirkt. Ich hab selbst ein bisschen die Hände gerockt, weil ich das Gefühl hatte, meine Zähne zu verlieren, wenn ich nicht gleichzeitig etwas „Parameter“ hatte, das mir das Gefühl gab, etwas zu kontrollieren.
Frage: Habt ihr das berechnet? Gibt es eine Chance, dass Glücksspiel ein Balsam statt einer Schere ist? Oder ist das ein doppeltes Risiko – wenn man hier jetzt den ersten Einsatz macht, kann man den nächsten nicht mehr ablegen? Ich will auf keinen Fall, dass das Spiel mir wieder den Rücken kehrt, aber gleichzeitig will ich keine Blindheit vor dem, was da draußen schleicht. Was macht ihr, wenn ihr euer Leben normalisiert, aber ein Totalverlust von 38 € in 20 Minuten passiert? Und wie bleibt man dabei clean? Ich bin mitten im Zwiespalt und brauche eure Meinung.