Drug Checking: Wie rein sind Drogen wirklich – und womit werden sie gestreckt?
Drug Checking ist die Laboranalyse einer Substanz, damit Konsumierende wissen, was wirklich drin ist – der Wirkstoffgehalt (Reinheit) und alle Beimischungen (Streckmittel). Aussehen, Farbe, Geruch oder Preis sagen nichts über den Inhalt. Anonym Suchthilfe bündelt echte europäische Drug-Checking-Daten (Reinheit und Streckmittel je Substanz), zeigt aktuelle Warnungen und listet, wo du in Deutschland, Österreich und der Schweiz testen lassen kannst. Sicherheit gibt am Ende nur ein Test der eigenen Probe.
Wie stark ist Kokain gerade? Womit wird MDMA gestreckt? Das beantworten keine Gerüchte, sondern Drug-Checking-Labore. Diese Seite bündelt echte europäische Analysedaten, aktuelle Substanzwarnungen und Teststellen – sachlich, ohne Verharmlosung und ohne Verherrlichung.
Was ist Drug Checking?
Die chemische Analyse einer Substanz in einem Labor. Sie zeigt den Wirkstoffgehalt (Reinheit) und alle Beimischungen – so werden gefährliche Streckmittel oder ganz andere, unerwartete Stoffe sichtbar, bevor jemand ein Risiko eingeht.
Wie rein ist Kokain oder MDMA aktuell in Europa?
Europäische Drug-Checking-Daten (TEDI-Netzwerk der EU-Drogenagentur EUDA) zeigen: Kokain liegt im Schnitt um die 70 %, MDMA-Kristall über 80 % – beides schwankt stark je Stadt und Charge. Ein hoher Durchschnitt schützt nicht vor gefährlichen Einzelproben.
Womit wird Kokain am häufigsten gestreckt?
Am häufigsten mit Levamisol (einem Entwurmungsmittel), dazu Koffein, Phenacetin, Lidocain und Procain. Welche Beimischungen je Substanz gerade auftauchen, siehst du oben in den europäischen Daten.
Wo kann ich meine Drogen anonym testen lassen?
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Drugchecking-Stellen (u. a. in Berlin, mehreren Schweizer Städten und Wien). Unser Testverzeichnis zeigt echte Anlaufstellen mit Link zur offiziellen Seite.
Kann ich Reinheit oder Streckmittel selbst erkennen?
Nein. Aussehen, Farbe, Geruch und Preis sagen nichts über Wirkstoffgehalt oder Beimischungen. Reagenz-Farbtests geben nur einen groben Hinweis auf die Stoffgruppe. Sicherheit gibt allein eine Laboranalyse.
Was sind gefährliche Streckmittel und neue Stoffe wie Nitazene?
Manche Beimischungen sind relativ harmlos, andere hochgefährlich – etwa Levamisol (schädigt Immunzellen) oder synthetische Opioide (Nitazene), teils stärker als Fentanyl, die in als Heroin, Benzos oder Oxycodon verkauften Proben auftauchen. Bei Opioid-Verdacht: Naloxon bereithalten und nicht allein konsumieren.
Werkzeuge & weiterführende Hilfe
Anonym Suchthilfe bietet Orientierung und ersetzt keine ärztliche, therapeutische oder rechtliche Beratung. Bei akuter Gefahr: Notruf 112, Telefonseelsorge 0800 111 0 111.
