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Öffentlich lesbarer Thread

Wie kommt der alte Bock nach 17 Tagen wieder raus

Blaue Morgensonne brciht durch die Pappbecher, die ich immer noch auf dem Küchentisch ausgebreitet hab, und ich sitze da, 17 Tage sauber, die Hoffnung ganz schön eingebucht, wenn auch schwach. Neulich im Park, mitten im Schatten der alten Bäume, hab ich ein paar alte Postkarten von Berlin-Wedding gesichtet, die ich erst in den 90ern am Klo gemacht hab. Gekommen ist der Drang, die Geschichte weiterzuschreiben, so wie einst die Menschen im Café neben mir alles erzählt haben – Gespräch, ein Riegel, ein Bier. Entweder ich dreh das Album auf und wechsle die Rollen, oder ich tauche unter und lasse das Bier wieder raus. Meine Gegenwart ist müde, mein Kopf braucht Ruhe, aber die Freiheit ist ein bisschen wie ein Scheinwerfer, der mein Verlangen ins Rampenlicht treibt. Ich habe das Rivotril nicht mehr, das war vor 17 Tagen, und mein Polamidon läuft, aber der alte Bock sitzt da, wie ein Hund vor der Tür, und wartet auf sein Futter. Wie macht ihr, wenn ihr das Gefühl hat, dass das Bier wieder zu euch spricht? Habt ihr ein Ritual, um die Bartüte zu verhindern? Ich will meine dünnen Arme nicht erneut am Schirm halten und den Magen in die Tiefe schieben. Ich hab den Hang, wieder einen Schluck zu trinken, wenn ich morgens den Kaffee dankend schaue. Ich brauch ein paar Gedanken aus der Runde. Vielleicht ein Tipp, wie ihr euren Schirm aufblendet, bevor der Bock sich an die Tür schiebt. Konnte mir jemand in den letzten Wochen ein bisschen Licht geben, bevor ich die Droge, die mich braucht, noch einmal schüttet? Danke schon mal.
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