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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn ich „Nein“ sage, bricht wieder alles zusammen – habt ihr das auch

Ich sitz hier gerade auf dem Sofa in meiner WG, draußen wird’s langsam hell und ich hör das leise Summen der Nachbarn, die anscheinend schon den Grill anmachen. Freitagabend, endlich Wochenende, aber bei mir fühlt’s sich eher nach Montag an. Meine Mutter hat wieder einen langen Arbeitstag hinter sich, kam total betrunken nach Hause, hat die Tür geknallt und sofort die ganze Küche nach meinem Handy durchsucht, weil sie meint, ich hätte ihr das letzte Bier geklaut. Ich war gerade dabei, mein Lernmaterial für die Ausbildung durchzublättern, und hab mich sofort gefragt: Warum muss ich immer wieder in diesen Kreislauf rein? Ich hab versucht, ihr klar zu sagen, dass ich jetzt meine eigenen vier Wände habe und nicht mehr ihr „Koch‑ und Putz‑Service“ bin. Ich hab das Wort „Nein“ gesagt, und sofort kam das Schuldgefühl wie ein Sturm. Ich dachte, das wäre ein kleiner Schritt in Richtung gesunder Grenzen, aber dann hörte ich das leise Schluchzen meiner Mutter, und plötzlich fühlte ich mich, als hätte ich sie im Stich gelassen. Ich weiß, ich soll mich nicht für ihre Probleme verantwortlich fühlen, aber jedes Mal, wenn sie wieder trinkt, kriege ich das Gefühl, dass ich die einzige bin, die noch etwas hält. Habt ihr das auch schon erlebt? Wie geht ihr mit dem Moment um, wo das „Nein“ sich anfühlt wie ein Messerstich ins Herz? Gibt’s vielleicht kleine Tricks, um das Schuldgefühl zu mindern, ohne gleich wieder in den Co‑Abhäng‑Modus zu fallen? Ich bin echt gespannt auf eure Erfahrungen. 🙏
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