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Wenn die Liebe zur Arbeit mich wieder zurückziehen lässt…
Von Neustarter8519.04.2026💬 8❤️ 4
Also ich sitz hier am Sonntagmorgen, trinke mir ne Tasse Kaffee, die fast so stark ist wie meine alte Bar‑Mischung, und ueberleg mir, warum ich mich immer noch so oft in die Sorgen meiner Kolleg:innen reinkaufe. Seit 7 Monaten bin ich clean – ja, das ist schon ’ne ganze Weile, aber das Gefuehl, dass ich immer noch die Schuld für alles uebernehme, bleibt.
Letzte Woche hat meine neue Chefin in der Kantine ploetzlich gefragt, ob ich ihr bei der neuen Menüplanung helfen kann. Ich war sofort dabei, hab’ jede Idee rausgehauen, bis sie meinte, das war zu viel. Ich hab’ dann gesagt, ich mach das gern, weil ich ja nicht nur kochen will, sondern weil ich ihr irgendwie das Gefühl geben will, dass alles okay ist. Und dann war da dieses komische Ziehen im Bauch, so als wuerde ich mich selbst vernachlaessigen, weil ich immer nur für andere da bin.
Habt ihr das auch? Dieses ständige „Ich will ja nur helfen“, aber am Ende fühlt es sich an, als wuerde ich mich selbst verkriechen? Ich merke, dass ich manchmal eher das Problem bin, weil ich zu viel von mir gebe, um nicht noch mehr zu riskieren, wieder in alte Muster zu fallen. Und das ist ja irgendwie auch 'ne Form von Co‑Abhaengigkeit, ne? Ich will nicht, dass meine Hilfe zur Last wird, aber gleichzeitig hab’ ich Angst, wenn ich mal nein sag’, dass sie mich dann nicht mehr mag.
Wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt, dass ihr euch selbst aus den Augen verliert, weil ihr immer wieder die „Retter“-Rolle übernimmt? Ich wuerd mich ueber ein paar Tipps freuen, oder zumindest ein bisschen Verstaendnis. 😊
Danke, dass ihr zuhörts. 🙏
8 Antworten
julian88vor 6 Tagen
Das mit dem Schuld‑Gefühl kenne ich gut, vor allem wenn ich nach sechs Monaten trocken plötzlich merke, dass ich mir immer noch die Verantwortung für jedes Missgeschick abknöpfe. @Neustarter85, dein Satz „...die Schuld für alles uebernehme“ hat mich echt nachdenklich gemacht. Ich versuch, klare Grenzen zu setzen, aber oft nciht ohne Angst, dass ich dann gleich wieder in alte Muster falle. Vielleicht hilft ein kurzer Check‑In mit den Kindern, bevor ich sofort wieder 'helfe'. Was meint ihr? 😊 🙏
Neustarter85vor 6 Tagen
@julian88, genau das mit dem Schuld-Gefühl habe ich auch so erlebt, wenn ich mich um die Kollegen kümmere. Es ist, als wuerde ich denkt, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber gerade habe ich mich hingesetzt und gedacht, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn sie mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefuehl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber gleichzeitig fühlt es sich auch an, als würde ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spiele. Ich glaube, das ist eine coole Frage, die wir uns mal ernsthaft stellen sollten: Was, wenn unsere Hilfe tatsaechlich zur Last wird? Wie gehen wir mit diesen Gefuehlen um, wenn wir merken, dass wir uns selbst aus den Augen verlieren, weil wir immer wieder die "Retter"-Rolle uebernehmen? Ich denke, das ist auch 'ne Form von Co-Abhängigkeit, wenn man mal davon ausgeht, dass die andere Person auf unsere Hilfe angewiesen ist. 🙏
julian88vor 6 Tagen
Das mit dem Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist echt ein interessanter Punkt. Ich habe mich auch mal geärgert, weil ich immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber neulich habe ich mich hingesetzt und gedacht, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn meine Kinder mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber gleichzeitig fühlt es sich auch an, als wrde ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spiele. Es ist echt interessant, darüber nachzudenken. 😊
muedermaxvor 6 Tagen
Ich denke, das Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist ein ziemlich häufiges Phänomen bei uns, die wir nach dem Absetzen immer noch diese Rolle als Retter übernehmen. Ich selbst habe mich auch geärgert, weil ich immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber letztens habe ich mal überlegt, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn meine Kollegen mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist.
Das ist aber gleichzeitig auch sehr irritierend, weil es so klingt, als ob ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur diese Rolle spiele. Ich habe mich auch hingesetzt und gedacht, was ich selbst will, was ich selbst brauche. Ich will nicht mehr immer nur da sein, nur um anderen zu helfen. Ich will auch mal selbst helfen, aber nicht nur an den Kosten meiner eigenen Hilfe.
sara_panicvor 6 Tagen
Also ich hab' letzte Nacht noch viel nachgedacht über eure Beiträge und mein eigenes Problem und ich muss sagen, @Neustarter85, dein Satz uber das Gefuhl, Schuld für alles zu übernehmen, hat mich wirklich ziemlich bewegt. Es ist so, als ob ich immer noch denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber ich denke, das hat auch etwas mit dem Gefuhl zu tun, wichtig zu sein oder zumindest, dass meine Hilfe wichtig ist. Das ist sicher ein bisschen kompliziert, aber ich denke, es hat auch etwas mit meiner Panikstörung zu tun, dass ich immer noch diese Angst habe, ich könnte jemanden anderen verletzen oder nicht genug tun. 🙏
neustartleonvor 6 Tagen
Das mit dem Gefühl, Schuld für alles zu uebernehmen, ist wirklich ein interessantes Thema, das mich gerade sehr beschaeftigt. Ich muss zugeben, ich habe mich auch immer wieder gefragt, warum ich mich so schnell in die Sorgen meiner Kollegen einbinde und immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Ich denke, es ist wirklich eine Form von Co-Abhaengigkeit, wenn man immer noch der "Retter" spielen muss. Ich habe mich hingesetzt und mich gefragt, was ich selbst will, was ich selbst brauche. Ich will auch mal selbst helfen, aber nicht nur an den Kosten meiner eigenen Hilfe.
patrick_methvor 6 Tagen
Das Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist echt ein interessantes Thema. Ich verstehe euch alle, wenn ihr sagt, das ihr immer noch denkt, ihr müsst alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Ich habe mich auch damit auseinandergesetzt, als ich noch unter Methabhängigkeit stand. Es war, als ob ich mich selbst kleinreden musste, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spielte. Ich denke, es hat viel mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber ich glaube, wir sollten uns auch fragen, warum wir uns so sehr um die Bedürfnisse anderer kümmern, wenn wir unsere eigenen ignoriert haben. 🙏
sara_panicvor 6 Tagen
Ich denke, das Gefühl, Schuld fur alles zu ubernehmen, ist tatsächlich eine Form von Co-Abhängigkeit. Als ich unter Panikstörung litt und zugleich gegen Alkohol und Benzos kämpfte, fuhlte ich mich auch so, als ob ich Schuld fur alles tragen musste. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich auch Angst, dass ich jemanden anderem verletze, wenn ich nicht genug tue. Und das ist auch nicht nur bei der Hilfegebernrolle der Fall.
Wenn die Liebe zur Arbeit mich wieder zurückziehen lässt…
Von Neustarter85 · · 8 Antworten · 4 Reaktionen
Also ich sitz hier am Sonntagmorgen, trinke mir ne Tasse Kaffee, die fast so stark ist wie meine alte Bar‑Mischung, und ueberleg mir, warum ich mich immer noch so oft in die Sorgen meiner Kolleg:innen reinkaufe. Seit 7 Monaten bin ich clean – ja, das ist schon ’ne ganze Weile, aber das Gefuehl, dass ich immer noch die Schuld für alles uebernehme, bleibt.
Letzte Woche hat meine neue Chefin in der Kantine ploetzlich gefragt, ob ich ihr bei der neuen Menüplanung helfen kann. Ich war sofort dabei, hab’ jede Idee rausgehauen, bis sie meinte, das war zu viel. Ich hab’ dann gesagt, ich mach das gern, weil ich ja nicht nur kochen will, sondern weil ich ihr irgendwie das Gefühl geben will, dass alles okay ist. Und dann war da dieses komische Ziehen im Bauch, so als wuerde ich mich selbst vernachlaessigen, weil ich immer nur für andere da bin.
Habt ihr das auch? Dieses ständige „Ich will ja nur helfen“, aber am Ende fühlt es sich an, als wuerde ich mich selbst verkriechen? Ich merke, dass ich manchmal eher das Problem bin, weil ich zu viel von mir gebe, um nicht noch mehr zu riskieren, wieder in alte Muster zu fallen. Und das ist ja irgendwie auch 'ne Form von Co‑Abhaengigkeit, ne? Ich will nicht, dass meine Hilfe zur Last wird, aber gleichzeitig hab’ ich Angst, wenn ich mal nein sag’, dass sie mich dann nicht mehr mag.
Wie geht ihr damit um, wenn ihr merkt, dass ihr euch selbst aus den Augen verliert, weil ihr immer wieder die „Retter“-Rolle übernimmt? Ich wuerd mich ueber ein paar Tipps freuen, oder zumindest ein bisschen Verstaendnis. 😊
Danke, dass ihr zuhörts. 🙏
8 Antworten
julian88 ·
Das mit dem Schuld‑Gefühl kenne ich gut, vor allem wenn ich nach sechs Monaten trocken plötzlich merke, dass ich mir immer noch die Verantwortung für jedes Missgeschick abknöpfe. @Neustarter85, dein Satz „...die Schuld für alles uebernehme“ hat mich echt nachdenklich gemacht. Ich versuch, klare Grenzen zu setzen, aber oft nciht ohne Angst, dass ich dann gleich wieder in alte Muster falle. Vielleicht hilft ein kurzer Check‑In mit den Kindern, bevor ich sofort wieder 'helfe'. Was meint ihr? 😊 🙏
Neustarter85 ·
@julian88, genau das mit dem Schuld-Gefühl habe ich auch so erlebt, wenn ich mich um die Kollegen kümmere. Es ist, als wuerde ich denkt, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber gerade habe ich mich hingesetzt und gedacht, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn sie mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefuehl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber gleichzeitig fühlt es sich auch an, als würde ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spiele. Ich glaube, das ist eine coole Frage, die wir uns mal ernsthaft stellen sollten: Was, wenn unsere Hilfe tatsaechlich zur Last wird? Wie gehen wir mit diesen Gefuehlen um, wenn wir merken, dass wir uns selbst aus den Augen verlieren, weil wir immer wieder die "Retter"-Rolle uebernehmen? Ich denke, das ist auch 'ne Form von Co-Abhängigkeit, wenn man mal davon ausgeht, dass die andere Person auf unsere Hilfe angewiesen ist. 🙏
julian88 ·
Das mit dem Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist echt ein interessanter Punkt. Ich habe mich auch mal geärgert, weil ich immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber neulich habe ich mich hingesetzt und gedacht, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn meine Kinder mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber gleichzeitig fühlt es sich auch an, als wrde ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spiele. Es ist echt interessant, darüber nachzudenken. 😊
muedermax ·
Ich denke, das Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist ein ziemlich häufiges Phänomen bei uns, die wir nach dem Absetzen immer noch diese Rolle als Retter übernehmen. Ich selbst habe mich auch geärgert, weil ich immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber letztens habe ich mal überlegt, warum ich immer noch so sehr nachempfindlich bin, wenn meine Kollegen mich fragen, ob ich helfen kann. Ich denke, es hat was mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein, oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist.
Das ist aber gleichzeitig auch sehr irritierend, weil es so klingt, als ob ich mich selbst kleinreden, weil ich immer nur diese Rolle spiele. Ich habe mich auch hingesetzt und gedacht, was ich selbst will, was ich selbst brauche. Ich will nicht mehr immer nur da sein, nur um anderen zu helfen. Ich will auch mal selbst helfen, aber nicht nur an den Kosten meiner eigenen Hilfe.
sara_panic ·
Also ich hab' letzte Nacht noch viel nachgedacht über eure Beiträge und mein eigenes Problem und ich muss sagen, @Neustarter85, dein Satz uber das Gefuhl, Schuld für alles zu übernehmen, hat mich wirklich ziemlich bewegt. Es ist so, als ob ich immer noch denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Aber ich denke, das hat auch etwas mit dem Gefuhl zu tun, wichtig zu sein oder zumindest, dass meine Hilfe wichtig ist. Das ist sicher ein bisschen kompliziert, aber ich denke, es hat auch etwas mit meiner Panikstörung zu tun, dass ich immer noch diese Angst habe, ich könnte jemanden anderen verletzen oder nicht genug tun. 🙏
neustartleon ·
Das mit dem Gefühl, Schuld für alles zu uebernehmen, ist wirklich ein interessantes Thema, das mich gerade sehr beschaeftigt. Ich muss zugeben, ich habe mich auch immer wieder gefragt, warum ich mich so schnell in die Sorgen meiner Kollegen einbinde und immer denke, ich muss alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Ich denke, es ist wirklich eine Form von Co-Abhaengigkeit, wenn man immer noch der "Retter" spielen muss. Ich habe mich hingesetzt und mich gefragt, was ich selbst will, was ich selbst brauche. Ich will auch mal selbst helfen, aber nicht nur an den Kosten meiner eigenen Hilfe.
patrick_meth ·
Das Gefühl, Schuld für alles zu übernehmen, ist echt ein interessantes Thema. Ich verstehe euch alle, wenn ihr sagt, das ihr immer noch denkt, ihr müsst alles in Ordnung bringen, sonst ist alles falsch. Ich habe mich auch damit auseinandergesetzt, als ich noch unter Methabhängigkeit stand. Es war, als ob ich mich selbst kleinreden musste, weil ich immer nur "Retter"-Rolle spielte. Ich denke, es hat viel mit dem Gefühl zu tun, wichtig zu sein oder wenigstens, dass meine Hilfe wichtig ist. Aber ich glaube, wir sollten uns auch fragen, warum wir uns so sehr um die Bedürfnisse anderer kümmern, wenn wir unsere eigenen ignoriert haben. 🙏
sara_panic ·
Ich denke, das Gefühl, Schuld fur alles zu ubernehmen, ist tatsächlich eine Form von Co-Abhängigkeit. Als ich unter Panikstörung litt und zugleich gegen Alkohol und Benzos kämpfte, fuhlte ich mich auch so, als ob ich Schuld fur alles tragen musste. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich auch Angst, dass ich jemanden anderem verletze, wenn ich nicht genug tue. Und das ist auch nicht nur bei der Hilfegebernrolle der Fall.