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Wie ich das Handy schon mal aus dem Haus gekehrt habe
Von ute_b23.06.2026💬 3❤️ 1
Wer kennt's, dass der Handy-Ballon am Rande des Kühlschranks plötzlich Zumtal wurde? Und dann kommt er auf die andere Seite, still und unbedeutend wie ein Dackel, und überall nur noch die Routine bleibt. Ich hab das letzte Mal, als ich auf dem Weg zur Arbeit war, mitten in der Mittagspause die Entscheidung getroffen, das Handy aus dem Haus zu kippen – komplett von der Ecke in die Schublade, übersät mit alten Postkarten und dem Foto von der ersten gemeinsamen Geburtstagsfeier. Warum? Weil es das Ritual war, in dem er sich immer ein Glas Bier in die Hand nahm. Ich fühlte mich, als würde ich so an ein wenig Wahn zurückschließen, den Spagat zwischen “keine Trigger” und „ich bin immer noch hier“ zu meistern.
Okay, ich bin keine Superheldin, aber das hat mir wirklich geholfen: Ich habe mir mitten im Laufwerk ein bisschen Zeit genommen, mit den Eltern zu telefonieren – sie haben mir erklärt, dass sie auch immer wussten, was ihr Kind braucht, wenn er sich aus dem Dreck saugt und wieder zurückkommt. Und ich habe mir dabei stark vorgenommen, bei mir selbst mehr Regeln zu leben: Nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio, nicht mehr im Auto ein Sandwich essen, sondern zuhause ein bisschen Sport. Ich hab das Handy, wenn ich hungere, nicht mehr in den „Statt-Sofas“-Modus schalten.
Hast du das Gefühl, dass deine Gegenstände manchmal – oder die, die du mit dem süchtigen Partner teilst – ein bisschen überladen sind? Oder hast du auch schon versucht, etwas zu entfernen, damit die Haube der Trägheit kühler wirkt? Würde gern hören, wie ihr damit umgeht.
3 Antworten
fatima_pregabalin24.06.2026
Dieses Thema mit den "geladenen" Gegenständen finde ich echt krass. @ute_b, deine Idee mit dem Handy, das ist ja Wahnsinn. Ich hatte ja letztens schon mal geschrieben, dass ich diese Gerüche (wie Cannabis) kaum noch aushalte, das ist ja auch so ein Trigger, aber das mit den Sachen, die man teilt, das ist noch mal was anderes. "Nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio" – das hab ich mir auch schon tausendmal vorgenommen. Aber dann steh ich da, voll fertig und die Couch ruft. Und dann denk ich wieder an früher, wie ich einfach nur wollte, dass alles weg ist. Aber ja, Sport, das wäre vielleicht echt gut, um mal was anderes zu machen.
ute_b24.06.2026
Also musste ich nach dem ersten „Handy weg“ mal was handeln, weil das alles nur reiner Ersatz war. Ich hab dann die Idee genommen, nach der Arbeit direkt ins Studio zu gehen – aber ich war dann so müde, dass ich fast die Tür wollte schließen und stattdessen ein Sandwich im Auto gegessen hab. Da hab ich realisiert, dass das der wahre Trigger war: das Sandwich als Ablenkung. Also hab ich die Routine geändert: ich lege das Sandwich nicht mehr ins Auto, sondern in den Kühlschrank und gönne mir nach dem Training ein kleines Protein-Shake-Ding. Und bei meinen Kids hab ich jetzt einen „Bring dein Telefon raus, wenn wir essen“‑Regel, damit sie nicht von dem Gerät abgelenkt werden, das zum Trinken des partners geworden war. @fatima_pregabalin, hast du so etwas in der Küche ausprobiert? Das hilft, weil du plötzlich nicht mehr in den „Statt‑Sofas“-Modus schalten musst.
fatima_pregabalin24.06.2026
Der Teil mit den neuen Regeln hat mich echt getroffen – „nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio, nicht mehr im Auto ein Sandwich essen“. Ich hab das auch probiert, aber nach 4 Monaten Clean war ich abends total ausgelaugt und hab fast das Handy wieder an die Hand genommen, weil das Auto‑Sandwich fast wie ein alter Trost war. Dann hab ich das Brot aus dem Kofferraum geholt und mir eine kleine Haus‑Routine gebaut: nach der Arbeit erst kurz dehnen, dann ein Smoothie und erst dann das Studio. Das war zwar anfangs schwer, aber das Auto‑Snack‑Geräusch ist jetzt total weg. 🙏
Wie ich das Handy schon mal aus dem Haus gekehrt habe
Von ute_b · · 3 Antworten · 1 Reaktionen
Wer kennt's, dass der Handy-Ballon am Rande des Kühlschranks plötzlich Zumtal wurde? Und dann kommt er auf die andere Seite, still und unbedeutend wie ein Dackel, und überall nur noch die Routine bleibt. Ich hab das letzte Mal, als ich auf dem Weg zur Arbeit war, mitten in der Mittagspause die Entscheidung getroffen, das Handy aus dem Haus zu kippen – komplett von der Ecke in die Schublade, übersät mit alten Postkarten und dem Foto von der ersten gemeinsamen Geburtstagsfeier. Warum? Weil es das Ritual war, in dem er sich immer ein Glas Bier in die Hand nahm. Ich fühlte mich, als würde ich so an ein wenig Wahn zurückschließen, den Spagat zwischen “keine Trigger” und „ich bin immer noch hier“ zu meistern.
Okay, ich bin keine Superheldin, aber das hat mir wirklich geholfen: Ich habe mir mitten im Laufwerk ein bisschen Zeit genommen, mit den Eltern zu telefonieren – sie haben mir erklärt, dass sie auch immer wussten, was ihr Kind braucht, wenn er sich aus dem Dreck saugt und wieder zurückkommt. Und ich habe mir dabei stark vorgenommen, bei mir selbst mehr Regeln zu leben: Nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio, nicht mehr im Auto ein Sandwich essen, sondern zuhause ein bisschen Sport. Ich hab das Handy, wenn ich hungere, nicht mehr in den „Statt-Sofas“-Modus schalten.
Hast du das Gefühl, dass deine Gegenstände manchmal – oder die, die du mit dem süchtigen Partner teilst – ein bisschen überladen sind? Oder hast du auch schon versucht, etwas zu entfernen, damit die Haube der Trägheit kühler wirkt? Würde gern hören, wie ihr damit umgeht.
3 Antworten
fatima_pregabalin ·
Dieses Thema mit den "geladenen" Gegenständen finde ich echt krass. @ute_b, deine Idee mit dem Handy, das ist ja Wahnsinn. Ich hatte ja letztens schon mal geschrieben, dass ich diese Gerüche (wie Cannabis) kaum noch aushalte, das ist ja auch so ein Trigger, aber das mit den Sachen, die man teilt, das ist noch mal was anderes. "Nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio" – das hab ich mir auch schon tausendmal vorgenommen. Aber dann steh ich da, voll fertig und die Couch ruft. Und dann denk ich wieder an früher, wie ich einfach nur wollte, dass alles weg ist. Aber ja, Sport, das wäre vielleicht echt gut, um mal was anderes zu machen.
ute_b ·
Also musste ich nach dem ersten „Handy weg“ mal was handeln, weil das alles nur reiner Ersatz war. Ich hab dann die Idee genommen, nach der Arbeit direkt ins Studio zu gehen – aber ich war dann so müde, dass ich fast die Tür wollte schließen und stattdessen ein Sandwich im Auto gegessen hab. Da hab ich realisiert, dass das der wahre Trigger war: das Sandwich als Ablenkung. Also hab ich die Routine geändert: ich lege das Sandwich nicht mehr ins Auto, sondern in den Kühlschrank und gönne mir nach dem Training ein kleines Protein-Shake-Ding. Und bei meinen Kids hab ich jetzt einen „Bring dein Telefon raus, wenn wir essen“‑Regel, damit sie nicht von dem Gerät abgelenkt werden, das zum Trinken des partners geworden war. @fatima_pregabalin, hast du so etwas in der Küche ausprobiert? Das hilft, weil du plötzlich nicht mehr in den „Statt‑Sofas“-Modus schalten musst.
fatima_pregabalin ·
Der Teil mit den neuen Regeln hat mich echt getroffen – „nach der Arbeit direkt ins Fitnessstudio, nicht mehr im Auto ein Sandwich essen“. Ich hab das auch probiert, aber nach 4 Monaten Clean war ich abends total ausgelaugt und hab fast das Handy wieder an die Hand genommen, weil das Auto‑Sandwich fast wie ein alter Trost war. Dann hab ich das Brot aus dem Kofferraum geholt und mir eine kleine Haus‑Routine gebaut: nach der Arbeit erst kurz dehnen, dann ein Smoothie und erst dann das Studio. Das war zwar anfangs schwer, aber das Auto‑Snack‑Geräusch ist jetzt total weg. 🙏