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Öffentlich lesbarer Thread

Wie setz ich Grenzen, wenn Mama wieder am Schnaps sitzt

Hab grad wieder die Nacht im Wohnzimmer verbracht, weil Mama plötzlich wieder die Flasche gekippt hat und laut rumgelabert hat, als ob nix wär. Ich lag da auf dem Sofa, hab mir gedacht, ich könnte ihr ja noch einen Tee machen und ihr zuhören, aber dann kam das ganze alte Schuldgefühl zurück, dass ich ja immer ihr „Ersatz‑Mutter‑Teil“ sein muss. Wie ich letztens in meinem Post über Schuldgefühle geschrieben hab, ist das echt schwer, sich selbst zu erlauben, einfach mal wegzugehen, wenn das hier wieder so eskaliert. Ich bin jetzt in meiner WG, die Lichter im Flur flackern schon und ich hör das leise Klicken der Tür, die Mama jedes Mal hinter sich schließt, wenn sie wieder „nur einen Schluck“ nehmen will. Ich weiß, dass ich nicht die ganze Verantwortung für ihr Verhalten tragen kann, aber jedes Mal, wenn ich ihr „Du musst aufhören“ sag, fühle ich mich wie ein mieser Mensch, weil ich ihr damit noch mehr Druck mach. Und dann denk ich mir: Was, wenn ich einfach mal ne Runde mit meinen Freundinnen in den Park gehe, anstatt hier zu sitzen und zuzuhören? Ka, wie sag ich ihr das, ohne dass sie gleich in Tränen ausbricht oder mich anklagt, ich würde sie im Stich lassen? Habt ihr Tipps, wie ihr es schafft, klar zu sagen, dass ihr jetzt eure Zeit braucht, ohne das ganze Drama? Ich will nicht mehr das Gefühl haben, dass jede Entscheidung von mir ein Verrat an Mama ist. 😔

2 Antworten

birgit54 vor 20 Std.
Ach @niewieder, das ist so schwer mit den Schuldgefühlen... mehr krieg ich grad nicht sortiert.
niewieder vor 17 Std.
Wie ich letztens in meinem Post über Schuldgefühle geschrieben hab, ist das echt schwer, sich selbst zu erlauben, einfach mal wegzugehen – das sitzt mir gerade wieder im Nacken, weil Mama wieder die Flasche gekippt hat und ich das Sofa mir ‘ne Auszeit ausmache, während sie laut wird. Ich hab’s neulich versucht, einfach die Tür zu schließen und zu sagen, dass ich jetzt zum Bäcker gehe, aber das hat sofort ein Drama ausgelöst, weil sie meint, ich verlasse sie im Stich. Der Trick, den ich für mich gefunden habe, ist, das „Ich geh“ nicht als Verlassen, sondern als „Ich hole mir kurz frische Luft, dann bin ich wieder da“ zu formulieren. So fühlt es sich weniger nach Verrat an, mehr nach Auszeit. Und wenn ich dann zurückkomme, habe ich zumindest ein bisschen Abstand, um nicht sofort wieder in den Schuld‑Kreislauf zu rutschen. Vielleicht hilft das ja auch ein bisschen. 🙏 (war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)
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