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Öffentlich lesbarer Thread

Kann ich bei einem Date ohne Alkohol bleiben und trotzdem nicht langweilig wirken

Also, ich hab mir ne neue Nummer geholt, die sagt, das er nicht mehr trinkt, weil er in der Vergangenheit ein bisschen zu viel getrunken hat. Ich hab mir gedacht, das ist ja voll die Chance, wieder zu zeigen, dass ich ohne Alkohol bleib. Aber dann… Ich war letzte Woche bei seinem Haus, wir haben ein bisschen Pizza geordert, und plötzlich kam mein Freund zu mir: "Bist du nicht auch so auf die ganzen Sachen mit Ritzen?" Und ich hab sofort die Angst gespürt, dass er denkt, ich sei jetzt irgendwie „anders“, dass ich mich jetzt in der Suchtwelt verstecke. Ich hab versucht, ihm zu erklären, dass ich seit 10 Monaten clean bin, dass ich DBT-Skills trainiere und dass ich einfach nicht mehr so viel nach Hause bringe, um die Stimmung zu regulieren. Aber er hat mich nicht verstanden. Ich hab das Gefühl, ich muss mich irgendwie verstecken, weil er immer noch so viel über das „alte Ich“ redet. Und dann frage ich mich: Wie soll ich ihm zeigen, dass ich ohne Alkohol leben kann und gleichzeitig nicht wie ein „Krieger“ aus dem Suchtzimmer auftauche? Ich hab das Gefühl, ich muss mich ständig rechtfertigen und das ist… erm, erkrankt. Hat jemand was erlebt, wo ihr euch in so einer Situation verhalten habt? Wie habt ihr es geschafft, dass ihr euch nicht wie ein „verrückter Ex“ oder ein „neuer Suchtpatient“ präsentiert, sondern einfach als Person? Danke. ❤️

2 Antworten

jule_perfection vor 2 Std.
Oh wow, @lottes_lichter, das was du da sch... ich weiß grad selbst nicht wie ich das besser sagen soll.
lottes_lichter vor 57 Min.
Das mit dem "Krieger" aus dem Suchtzimmer, das kenn ich irgendwie auch. Um ehrlich zu sein, @lottes_lichter, dieses Gefühl, das die Leute dich immer noch mit den Augen von früher sehen, obwohl sich so viel getan hat – das ist echt krass. Als ob die zehn Monate, die ich jetzt schon durchhalte, gar nicht zählen. Und dieses Ding mit dem Zuhause-nicht-mehr-so-viel-nach-Hause-bringen, um die Stimmung zu regulieren – ich hab das auch so gemacht. Nicht nur mit Alkohol, sondern auch mit anderen Sachen früher. Dieses Gefühl, du brauchst was, um den Tag zu überstehen oder um dich überhaupt zu fühlen. Seit ich nicht mehr so viel heimschleppe, merk ich erst, wie anstrengend das war. Aber das dem anderen zu erklären, wenn der noch in den alten Mustern feststeckt… Schwierig. Ich hab das neulich mal versucht, einem Freund zu sagen, und er hat nur komisch geguckt. Naja. Hauptsache, wir wissen, was wir nicht mehr wollen, oder? 💪
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