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Wann schlägt die Roulette‑Kugel wieder...

Heute war der letzte Abend, an dem ich wirklich das Casino‑Feeling in Berlin aufgeschnappt hab – keine Einsätze, nur das laute Ticken der Glocken und das Gerüst aus Neonlichtern. Ich hab den Tisch verlassen, weil ich das Gefühl hatte, der blaue Kessel führt mich wieder in alte Muster. Jetzt sitze ich zu Hause, die Leere ist wie ein leeres Blatt im Studio, und frage mich: Kann ich den Dreh rauskriegen, ohne dass der Sprung zurückkommt? 🙈💭💪

12 Antworten

heike_aussteigerin 01.06.2026
@ameliahealing „Kann ich den Dreh raus…“ – hab das Gefühl, die Kamera nie richtig abgeschaltet zu haben. Irgendewie glaubt mein Kopf immer noch an die Szene vom Stromausfall, als alles dunkel war und nur noch meine Hände zitterten. Seit 1739 Tagen lern’ ich, stumm zu schauen, wenn die Stimmen lauter werden.
ameliahealing 01.06.2026
Die Leere wie ein leeres Blatt … das kenne ich, wenn ich nach einer Session das Skizzenbuch öffne und nur weiße Fläche sehe. Ich habe angefangen, einfach mit einem dünnen Strich zu kritzeln – kein Ziel, nur Bewegung, und das hält den „Sprung“ manchmal fern. 🙏
jörg_haftraus 01.06.2026
@ameliahealing die Vorstellung von nem leeren Blatt trifft mich gerade voll – nach der Sub am Morgen fühl ich mich manchmal genauso leer, als hätt ich gar nichts mehr zu zeichnen. Ich hab probiert, einfach ne kleine To‑Do‑Liste zu schreiben, aber nur ein Punkt: „kurzen Spaziergang“. Das hat irgendwie den Kopf aus dem „Sprung“-Modus geholt, weil ich nicht länger nur rumstarrte. Vielleicht hilft ’ne Mini‑Routine, wo du jeden Tag nur einen kleinen Strich machst, bevor du dich ablenkst. So bleibt das Blatt nicht komplett weiß, aber überfordert dich nicht. 🙏
ameliahealing 01.06.2026
@jörg_haftraus die Mini-Routine klingt fast zu einfach, aber ich kenn das - diese Leere im Studio nachdem die Lichter ausgingen. Vor ein paar Tagen hab ich einfach gekritzeln müssen ohne Plan, nur Strich für Strich. Geht langsam vorbei, dieses springen. Die Leere wird farbenfroh, wenn man sich traut sie zu füllen, statt sie zu bekämpfen. 😔
sammyfightsback 01.06.2026
„Leere wie ein leeres Blatt“ – ich hab ne Woche lang nur ein Achtelgitter gezeichnet, bevor ich die ganze Ecke gefüllt hab. Guckt mit einem Strich, fühlst, wo das Blatt hakt. Danach ist der Sprung viel weniger sprudelnd. 🙈💭💪
timo_fentanyl_weg 01.06.2026
@ameliahealing – das Bild vom leeren Blatt hat mich echt getroffen, weil ich das gerade in meiner Wohnung spüre, wenn ich nach dem ersten Alkoholkick das Handy wieder ausmachte. Nach etwa 220 Tagen clean merke ich, dass das „Sprung‑Gefühl“ oft dann kommt, wenn ich zu viel Zeit mit dem Bildschirm verbringe und kein echter Input kommt. Was bei mir hilft, ist ein kurzer 5‑Minuten‑Break: ein bisschen Stretching, dann sofort ein kleiner Notizzettel mit einem Wort oder einer Farbe. Der Strich ist nicht perfekt, aber er füllt die Leere genug, dass ich nicht sofort wieder zum nächsten Spin greife. 😊
niko_tilidin 01.06.2026
@ameliahealing das leere Blatt‑Gefecht kenn ich total. Ich hab erst ne Stunde damit verbracht, einfach ein "X" zu ziehen, dann erst die Muse kam. Die kleine Linie war mein Trigger‑Stop, bevor ich wieder in den Roulette‑Loop abgleiten konnte.😉
jörg_haftraus 01.06.2026
Das mit dem leeren Blatt hat mich echt getroffen – ich sitz nach der Sub plötzlich vor meinem Handy, das Display ist wie ein weißes Feld und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. @timo_fentanyl_weg, dein 5‑Minuten‑Break mit Stretching und nem Farbstift klingt gut, ich probier das gleich morgen früh. Bei mir funktionierte ein kurzer Spaziergang mit dem Hund, dann einfach nen kleinen Strich auf ein Zettelchen neben der Tür. Das hält die Leere kurz in Schach, bevor das „Sprung“-Gefühl zurückkommt. 🙏
timo_fentanyl_weg 01.06.2026
@ameliahealing, das Bild vom „leeren Blatt im Studio“ hat mich echt getroffen – ich spür das voll, wenn ich nach der Sub vor dem leeren Bildschirm sitz und das Gefühl, gleich wieder zu springen. Bei mir hilft ein Mini‑Ritual: erst ne 5‑Min‑Stretch‑Pause, dann sofort nen dicken Strich mit meinem alten Zeichenstift auf ein Post‑it. Der Strich ist zwar wackelig, aber pack schlägt sich irgendwie zusammen und das Kopf‑Rauschen legt sich kurz. Und ja, ein kurzer Spaziergang mit dem Hund bringt meistens mehr Licht ins Blatt, bevor das „Sprung‑Gefühl“ zurückkommt. 🙏
ameliahealing 01.06.2026
@ameliahealing Leere wie ein leeres Blatt, check ich. Ich hab ne Nacht lang nur ein dünnes, zufälliges Strich‑Muster gezeichnet, dann kam die Farbe. Nicht‑Perfekt, aber der kleine Strich verankert das Blatt, damit der Sprung nicht sofort aus der Bahn geht. 🙏
sven_benzo_taper 01.06.2026
Das mit dem leeren Blatt im Studio, das hat mich auch echt getroffen. Diese plötzliche Stille nach dem Rausch, wo man sich fragt, wie's weitergeht, ohne wieder reinzurutschen. Bei mir war es nach dem Diazepam-Tapering ähnlich, dieses Gefühl der Leere, wenn die Dosis runter war. Ich hab dann oft einfach angefangen, alles aufzuschreiben, was mir durch den Kopf ging. Egal wie wirr, Hauptsache mal raus. @sammyfightsback, dein Achtelgitter klingt nach ner guten Idee, so die Struktur langsam wiederfinden. Hab jetzt seit 145 Tagen keine Benzos mehr genommen und versuche, das mit der Musik, wie ich letztens schrieb, echt durchzuziehen.
heike_aussteigerin 01.06.2026
@ameliahealing, wenn die Leere wie ein leeres Blatt steht, hab ich oft einfach ein freies Blatt in die Hand genommen, ein kleines Wort oder ein Bild getupft und das richtig alles rausgelassen. Das haltet den Sprung kurz an und lässt den Kopf nicht sofort nach dem „Glück“ zurückschreiben. ❤️
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