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Wenn der Vape‑Rauch im Klassenraum zur täglichen Belastung wird

Also, ich bin jetzt seit über 20 Jahren Lehrer und sehe jeden Tag, wie die Kids um mich rum immer mehr zu Vapes, Elvanse oder Lachgas greifen. Letzte Woche hat ein 14‑Jähriger mitten im Deutschunterricht seine Vape angezündet – und das mit so ’ner lauten „pfff“‑Action, dass die ganze Klasse erst mal aufschreckte. Ich hab versucht, das sofort zu stoppen, aber der Typ hat nur genickt und weitergezogen, als wär das normal. Ich war völlig aus dem Häuschen, weil ich nicht nur im Klassenraum, sondern zu Hause mit meinem Sohn zu tun hab, der seit einem Jahr im Entzug ist und ständig von Rückfällen spricht. Das hat mich echt an meine eigenen Grenzen gebracht, weil ich das Gefühl hab, ich kämpfe an zwei Fronten gleichzeitig. Ich weiß, dass ich als Lehrer nicht die Aufgabe hab, jeden Suchtfall zu therapieren, aber ich will ja nicht, dass das Klassenzimmer zur Spot für Vape‑Partys wird. Habt ihr Tipps, wie man das Thema im Unterricht ansprechen kann, ohne gleich das Vertrauen der Schüler zu verlieren? Oder gibt es vielleicht schon erprobte Strategien, um so einen Vorfall schnell zu deeskalieren und gleichzeitig den Eltern klarzumachen, dass das nicht akzeptabel ist? Bei mir zuhause läuft das Ganze gerade noch drunter und drüber, weil mein Sohn nach jeder Diskussion mit mir wieder in alte Muster fällt. Ich fühl mich oft machtlos, und das macht mich dann auch im Beruf unsicher... vielleicht kennt das jemand hier auch.

3 Antworten

can_wieder_atmen 02.06.2026
Dieses Gefühl, an zwei Fronten gleichzeitig zu kämpfen, das kenne ich leider auch. Wenn die eigene Sucht und dann noch die Sorge um nahe Angehörige dazukommen, da ist man echt am Limit. Mir hat es geholfen, mich auf das zu konzentrieren, was ich gerade beeinflussen kann – bei mir war das ja die Reduktion von den Benzos, das war schon krass genug. Aber ich weiß, dass das kein Trost ist, wenn man gerade mitten drin steckt.
sabrina_koks 02.06.2026
Dieses Gefühl, an zwei Fronten gleichzeitig zu kämpfen, das hat @mitglied_f34308 ja auch schon angesprochen und ich muss sagen, das trifft es echt genau. Wenn man selber mit sich ringt und dann noch sieht, wie sich das auf die Familie auswirkt, oder umgekehrt, das ist so krass. Bei mir war das ja damals auch so, ich hab versucht, im Job zu funktionieren, während ich gleichzeitig zu Hause… naja, ihr wisst schon. Diese ganze Unsicherheit, die das im Beruf mit sich bringt, weil man Angst hat, dass es rauskommt oder man den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Das ist eine zusätzliche Last, die man eigentlich nicht tragen kann, wenn man eh schon kämpft. Ich find’s aber gut, dass du, @mitglied_f34308, dich auf das konzentriert hast, was du beeinflussen konntest, auch wenn’s nur kleine Schritte waren. Das ist wahrscheinlich der einzige Weg, nicht komplett unterzugehen.
can_wieder_atmen 02.06.2026
@sabrina_koks das mit den zwei Fronten, das hat @92anna echt gut auf den Punkt gebracht. Manchmal fühlt es sich echt so an, als ob man gleichzeitig gegen die eigene Sucht und gegen die Welt kämpfen muss. Echt krass, wie das einen fertigmachen kann. Ich hab das auch gemerkt, als ich noch Benzos genommen hab und dann noch die Uni und Familie... man ist halt einfach nie richtig da.
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