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Wenn der Morgen im Büro wieder nach Koks riecht – Hilfe

Moin zusammen, ich bin gerade am Küchentisch, die Kaffeemaschine zischt und draußen blitzt schon das erste Licht vom Mittwoch‑Morgen. Seit 5 Monaten bin ich clean, hab die Therapie hinter mir und versuche jetzt, den Alltag ohne das schnelle „Boost“ zu meistern. Aber heute war wieder so ein Moment im Restaurant, wo ich jetzt als Bar‑Managerin arbeite: Der Chef kommt rein, wir haben ein volles Haus und plötzlich spüre ich dieses vertraute Kribbeln im Nacken, das früher immer nach dem ersten Schnupfen kam. Ich hab das Gefühl, dass ich gerade jetzt wieder fast das Verlangen fühle, weil ich das Tempo nicht halten kann, ohne dass mein Herz so wild schlägt. Ich habe versucht, mich mit ein paar tiefen Atemzügen zu beruhigen, aber das hilft nur kurz. Meine Kolleginnen merken das irgendwie, weil ich plötzlich viel schneller rede und ein bisschen nervös wirke. Ich will nicht, dass sie denken, ich sei wieder im alten Trott, und ich will auch nicht, dass ich mich selbst in die Falle locke. Wie geht ihr mit diesen „Funktions‑Kicks“ um, wenn der Job einen fast zwingt, auf die Substanz zurückzugreifen? Gibt es kleine Routinen, die euch wirklich aus dem Loop holen, oder muss man einfach den ganzen Tag durchhalten und hoffen, dass die Angst irgendwann nachlässt? Ich habe neulich in meinem Post über das Gaming‑Problem geschrieben, dass ich mir gern Pausen gönne, aber im Service‑Alltag ist das gar nicht so leicht. Habt ihr Tipps, wie man den Druck im Moment aushält, ohne gleich nach dem Koks zu greifen? Ich würde mich echt über eure Erfahrungen freuen 😊. Danke. (war länger nicht hier, falls die sprache holprig ist)

1 Antworten

werner_alte_schule vor 12 Min.
Moin, ich les das und denk mir nur: Kenn ich. Dieses Kribbeln im Nacken, wenn der Stress hochkommt. @sabrina_koks, du fragst nach kleinen Routinen, die aus dem Loop holen. Tja, ich hab da auch lange nach gesucht, tbh. Dieses ganze Durchhalten-und-Hoffen, das zermürbt doch nur. Bei mir war es früher anders, klar, mit Opiaten war der Loop ein anderer. Aber dieses Gefühl, wenn der Kopf dir einen Streich spielt und du denkst, du brauchst den Kick, um überhaupt zu funktionieren... das ist echt krass. Ich versuch's jetzt mit kleinen Dingen. Wenn ich merke, es wird zu viel, geh ich kurz raus, auch wenn's nur für zwei Minuten ist, hol tief Luft. Oder ich hör mir nen Song an, den ich mag, laut in den Kopfhörern, nur für mich. Das ist kein Ersatz, klar, aber es unterbricht den Gedankenfluss. Manchmal hilft auch einfach, mit jemandem zu reden, der das versteht. Nur so ein kurzes "Ich halt's grad kaum aus" und dann ist der Druck weg. Ist nicht immer einfach, aber besser als das alte Spiel. 💪
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