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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn der Schnaps das einzige Licht am Abend ist – wie geh ich damit um

Also, ich sitz gerade auf dem Balkon, die Sonne ist zwar schon unter, aber das Licht der Stadt glüht noch und ich hab mir ein kleines Glas Wein eingeschenkt – nicht, weil ich jetzt Lust auf Alkohol hab, sondern weil ich das Gefühl hab, das einzige bisschen Wärme im Haus zu finden. Mein Ex war vier Jahre lang kokainabhängig, und nach der Trennung war das ganze Haus voller leiser Geräusche – das Klicken der Flasche, das Klirren von Gläsern, das ständige „Noch ein bisschen, du schaffst das schon“. Ich hab damals versucht, das alles zu ignorieren, aber jetzt, wenn ich abends allein bin, klingt das alles wieder nach. Gestern habe ich in meinem Wohnzimmer noch die leeren Flaschen von seiner Party gefunden, und ich war kurz davor, sie einfach zu entsorgen, aber dann kam die Erinnerung: „Ein Glas, das ist doch harmlos, du brauchst ja keinen Trost.“ Und plötzlich fühlte ich mich so klein und hilflos, weil ich nicht mehr weiß, wo die Grenze ist zwischen einem kurzen Schluck zum Entspannen und dem alten Muster, das mich wieder in den Abgrund zieht. Habt ihr ähnliche Momente, wo ihr euch beim Glas Wein fragt, ob ihr gerade nur „ein bisschen“ trinken wollt oder ob das jetzt doch ein Rückfall in die alte Dynamik ist? Wie schafft ihr es, den Abend zu überstehen, ohne dass das Glas zur einzigen Begleitung wird? Ich bin echt am Ende und bräuchte ein paar Tipps oder einfach nur ein bisschen Verständnis. 🙏
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