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Öffentlich lesbarer Thread

Wie halte ich die Morgenroutine, wenn das Handy wieder laut nach mir schreit

Hab neulich wieder gemerkt, dass mein Handy das größte Silent‑Mafia‑Tool ist, das ich mir vorstellen kann. Ich steh um halb acht auf, schalte den Wecker an, und sofort zischt das Gerät – ein neuer Tweet, ein Like, ne Nachricht von meiner Ex‑Freundin, die fragt, ob ich noch was von ihr will. Und ich, die seit fast einem Jahr clean ist, spüre sofort das alte Kribbeln im Nacken, das ich früher beim Koks gespürt hab, wenn das Licht zu grell war. Also hab ich versucht, das Ding einfach ganz aus dem Zimmer zu schmeißen, aber es leigt ja im Flur, und dann kommt das ganze Drama erst später – das Handy vibriert, ich hör das Summen aus dem Nebenzimmer, und plötzlich riecht der Kaffee nach verbrannt, weil ich zu lange gewartet hab, bis ich das Gerät endlich ausschalte. Ich hab jetzt versucht, mir einen kleinen „Keine‑Technik‑bis‑10‑Uhr“-Plan zu machen, aber jedes Mal, wenn ich die Tür hinter mir schließe, denk ich: „Was, wenn ich was verpasst?“, und das zieht mich wieder zurück in den alten Trott, wo ich mich immer rechtfertigen musste, weil ich ja „immer erreichbar“ sein muss. Kennt ihr das? Wie schafft ihr es, das Handy am Morgen wirklich auszuschalten, ohne dass ihr euch gleich wie ein Aussteiger fühlt? Ich hab das Gefühl, meine kleine Wohnung wird zur Bühne für meine innere Show, und das Handy ist der nervige Regisseur. Bin gespannt, ob mir hier jemand nen Trick geben kann, damit ich den Tag cleaner starte, ohne gleich wieder in die alte Maske zu fallen. 🙏
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