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Öffentlich lesbarer Thread

Wie halt ich meinen Tagesplan ohne den alten "Klicker" am Abend

kurz bevor ich ins bett falle: Also, ich sitz hier gerade in meiner kleinen Küche in der Einrichtung und überleg, warum ich trotzdem immer wieder abends das Gefühl hab, nix zu tun zu haben, obwohl ich jetzt schon fast 5 Monate clean bin. Die Therapie sagt, Struktur hilft, aber das ist leichter gesagt als getan, gerade wenn das alte Kopfkino wieder anfängt zu spielen, wenn die Lichter im Flur flackern. Morgens hab ich mir ein bisschen Yoga angeguckt – ja, ich weiß, klingt irgendwie kitschig – und mach dann einen kurzen Spaziergang am Steindamm, das ist immer noch mein Lieblingsplatz, weil da die Luft irgendwie anders riecht, weniger… naja, schwer. Danach nehme ich meine Substitution, dann setz ich mich an den Tisch und schreibe meine To‑Do‑Liste für den Tag. Das klappt aber nicht immer, weil ich manchmal einfach nur in meinem Bett liegen will und die Decke um mich rumkrieche, weil das sicherer wirkt als das echte Leben. Gestern hab ich versucht, nach dem Mittagessen gleich den Müll rauszubringen, dann aber wieder nur die Tüte im Schrank gelassen – zu müde, zu unmotiviert. Und jetzt frage ich euch: Was macht ihr, wenn ihr abends keinen "Klicker" (also das alte Ritual) mehr habt, aber trotzdem das Gefühl von Leere spürt? Gibt’s kleine Tricks, die ihr nutzt, um den Moment zu füllen, ohne gleich wieder in alte Muster zu fallen? Ich probier gerade, ein Buch zu lesen, aber die Seiten tanzen immer wieder. Jede Idee hilft, selbst die kleinste, wäre echt dankbar. 😊
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