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Substitution in der Ü‑Einrichtung – was klappt, was nervt
Von tom_haftentvor 1 Std.💬 0❤️ 0
War ein paar Tage im Urlaub, jetzt wieder zurück in der Übergangseinrichtung. Ich bin seit 22 Tagen clean, also eigentlich am Start, aber das ganze System mit der Substitution macht mir manchmal richtig Kummer. In der JVA war das alles irgendwie geregelt, jetzt sitzt die Dose auf meinem Schreibtisch und ich muss jeden Tag mit den Aufsehern reden, ob ich heute meine Dosis kriege. Ich mein, die sind ja nett genug, aber das ständige Nachfragen fühlt sich an wie ein neues Gefängnis.
Gestern war ich um halb acht dran, die Aufsicht meinte, ich soll erst das Protokoll unterschreiben – das ist ja das zehnte Mal, das ich das hier mache. Irgendwie nervt das, weil ich das Gefühl habe, dass ich ständig beweisen muss, dass ich es ernst meine. Dann kam noch einer von den anderen Bewohnern und hat angefangen zu quatschen, ob das hier überhaupt Sinn macht, wenn man ja schon im Drogenentzug ist. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wie viel Kontrolle ist zu viel? Und wie kann man sich mental stark halten, wenn man das Gefühl hat, ständig beobachtet zu werden?
Ich habe versucht, mir feste Routinen zu schaffen – morgens kurz joggen, danach ein bisschen Lesen, dann die Substitutionszeiten fest im Kalender eintragen. Das hilft, aber sobald ich am Abend die Stimmen hör’ von den anderen, die über "die nächste Runde" reden, wird's schwer. Habt ihr Tipps, wie man das Gefühl von ständiger Überwachung abschalten kann, ohne dass man sich dabei selbst verliert? Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann ein paar praktische Hacks teilen. Danke, freu mich auf eure Antworten. 😊
Substitution in der Ü‑Einrichtung – was klappt, was nervt
Von tom_haftent · · 0 Antworten · 0 Reaktionen
War ein paar Tage im Urlaub, jetzt wieder zurück in der Übergangseinrichtung. Ich bin seit 22 Tagen clean, also eigentlich am Start, aber das ganze System mit der Substitution macht mir manchmal richtig Kummer. In der JVA war das alles irgendwie geregelt, jetzt sitzt die Dose auf meinem Schreibtisch und ich muss jeden Tag mit den Aufsehern reden, ob ich heute meine Dosis kriege. Ich mein, die sind ja nett genug, aber das ständige Nachfragen fühlt sich an wie ein neues Gefängnis.
Gestern war ich um halb acht dran, die Aufsicht meinte, ich soll erst das Protokoll unterschreiben – das ist ja das zehnte Mal, das ich das hier mache. Irgendwie nervt das, weil ich das Gefühl habe, dass ich ständig beweisen muss, dass ich es ernst meine. Dann kam noch einer von den anderen Bewohnern und hat angefangen zu quatschen, ob das hier überhaupt Sinn macht, wenn man ja schon im Drogenentzug ist. Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Wie viel Kontrolle ist zu viel? Und wie kann man sich mental stark halten, wenn man das Gefühl hat, ständig beobachtet zu werden?
Ich habe versucht, mir feste Routinen zu schaffen – morgens kurz joggen, danach ein bisschen Lesen, dann die Substitutionszeiten fest im Kalender eintragen. Das hilft, aber sobald ich am Abend die Stimmen hör’ von den anderen, die über "die nächste Runde" reden, wird's schwer. Habt ihr Tipps, wie man das Gefühl von ständiger Überwachung abschalten kann, ohne dass man sich dabei selbst verliert? Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann ein paar praktische Hacks teilen. Danke, freu mich auf eure Antworten. 😊