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Öffentlich lesbarer Thread

Wenn das Licht vom Sonnenaufgang plötzlich wie ein Trigger wirkt…

Ich sitz hier am Fenster meiner geförderten Wohnung, draußen fängt der Frühling an zu blühen und die Sonne schleicht sich immer früher hinter die Häuser. Eigentlich sollte das ja gut sein, oder? Aber ich merk, dass gerade das erste Licht am Morgen bei mir manchmal das alte Verlangen weckt, wie damals in den 80ern, wenn wir nach der Kneipe noch ne Runde auf dem Kiez rumgelaufen sind. Heute war ich etwa zehn Minuten in der Küche, hab mir ‘nen Kaffee gemacht und plötzlich kam das Bild von den langen Nächten im Club, die Neonlichter, das Pfeifen des Crystals aus der Dose. Ich dachte, ich bin jetzt seit 11 Tage clean – und ja, das fühlt sich echt stark an – aber dieses Aufblitzen, das ist wie ein kleiner Fehlalarm. Habt ihr auch so Momente, wo das natürliche Tageslicht plötzlich ein bisschen zu laut wird und alte Muster auslöst? Ich meine, ich hab ja auf Polamidon umgestellt und meine Dozentin sagt, das sei die beste Basis, aber das Gefühl bleibt. Manchmal hilft mir das Fenster zu schließen, die Vorhänge zuziehen und ein bisschen dunkler zu machen, bis die Sonne etwas weiter weg ist. Andere sagen, man soll das Ganze als Chance sehen, das Licht zu nutzen, um zu reflektieren, warum gerade jetzt das Verlangen kommt. Ich frage mich, ob es vielleicht hilft, das Morgenritual zu ändern – z. B. erst ‘ne halbe Stunde mit ’nem Buch, ne Runde Spazieren gehen, bevor man das Tageslicht wirklich einlässt. Was macht ihr, wenn das erste Tageslicht euch zu sehr an die alte Szene erinnert? Ich bin gespannt, ob jemand ‘ne Idee hat, die ich noch nicht probiert hab. 🙏
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