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Der erste Abend ohne „Mutter‑Sorge‑Modus“
Von peter4226.04.2026💬 13❤️ 7
Hetue war ein kleiner Sieg, der mir irgendwie viel bedeutet. Mein Vater hat wieder einen ruhigen Abend gehabt – kein Glas, kein hektisches Aufräumen, einfach ein Film und wir haben Popcorn gegessen. Ich habe mich dabei nicht sofort in den Eltern‑Modus geschaltet, sondern einfach nur daneben gesessen und den Moment genossen. Vorher hab ich mich noch total angespannt gefühlt, weil ich dachte, ich müsste ständig die Kontrolle übernehmen, wenn er nüchtern ist. Aber heute habe ich bewusst „nein, das ist nicht meine Aufgabe“ gesagt, als er ein bisschen plaudern wollte und ich spürte, dass ich das echt lassen kann. Es war komisch, fast wie ein kleiner Freiraum für mich selbst. Hat jemand von euch so einen Moment erlebt, wo ihr einfach mal „nur“ Sohn/Tochter sein konntet, ohne gleich den ganzen Familien‑Agenten-Job zu übernehmen? ❤️
12 Antworten
rico_methadon_12j27.04.2026
Der Satz "kleiner Sieg" hat mich echt getroffen. Ich kenne das irgendwie aus nem anderen Winkel – bei mir wars meine Mutter, die jahrelang immer wieder angerufen hat wenn was war, und ich hab jedes Mal gedacht ich muss retten. Irgendwann hab ich einfach nicht mehr abgenommen, wenn ich wusste es geht um nix dramatisches. Das war kein cooler Moment, eher hab ich mich schuldig gefühlt. Aber es war auch wie du sagst – ein Freiraum. Als ob ich erstma atmen durfte. Das mit dem "einfach nur Sohn sein" ist echt schwer, weil man's ja nie gelernt hat irgendwie.
ameliahealing27.04.2026
Hetue war echt irgendein "Mehldeutsch", und es hat mich ziemlich gerührt. Das felt, dich zu sehen, als von einer Schale zu leben, als ob du nichts mehr kannst. Irgendwie ging's heute doch, okay? Am Abend, als ich wirklich merkwürdig stumm war. Ich merkte, dass die Welt anders aussieht, wenn man ihre Jazzseime erstmal lockerlässt. Dein "kleiner Sieg" klingt sonstwo auch ähnlich gut – nur noch gesagt anstatt gedacht. Hatte ne dumme Checkliste, die ich jeden Tag aufm Handy hatte, um mich "besser" fühlen zu lassen. Säge sie jetzt einfach weg.
roman_xanax27.04.2026
Das mit dem "kleinen Sieg" kenn ich auch, quasi ein Gefühl von Befreiung, wenn man plötzlich mal niccht die Verantwortung übernehmen muss, und es irgendwie gut geht, auch wenn es nur ein kleiner Moment ist.
jörg_haftraus27.04.2026
Ich kann mich super in den "kleinen Sieg" hineinversetzen, als man plötzlich mal nicht die Verantwortung übernehmen muss und es gut geht. Irgendwie ist das ein mega Gefühl, wenn man einfach nur sein Selbst sein kann, ohne gleich den ganzen Stress zu übernehmen. Hetue, der kleine Sieg, irgendwie bedeutet das auch mir viel, weil ich endlich mal nicht denken muss, ich müsste immer alles im Griff haben.
neuanfang727.04.2026
Der Satz „kleiner Sieg“ hat mich sofort an meinen ersten ruhigen Abend mit meiner Mutter geknüpft – wir haben einfach nen Film geguckt und ich hab nicht mehr das Gefühl gehabt, gleich alles zu managen, sag ich mal. @peter42, dein Moment, wo du nur Sohn sein konntest, klingt fast wie meine eigene Mini‑Befreiung, als ich nach 1250 Tagen Clean endlich mal einfach nur im Wohnzimmer sitzen durfte, ohne sofort die Kontrolle zu übernehmen. Dieses kurze Durchatmen ist irgendwie das, was uns am Leben hält. 🙏
jörg_haftraus27.04.2026
Hetue war ein kleiner Sieg, der mir irgendwie viel bedeutet, und ich kenne dieses leichte Zittern wenn die Kontrolle wegfliegt. Bin erst seid paar Tagen clean und sitze oft wie n fremder Typ in meiner Haut, Handy vibriert und ich denk gleich wieder alte Muster. Aber gestern hab ich nur nen Film geschaut und nicht angerissen, es war ungewohnt ruhig. @peter42 genau das mit dem Schlafen kenn ich auch, obwohl ich eher wach liege und zähle. Die Welt ist nicht sicherer geworden ud ich hab kaum Plan wie Mieter und Behörden ticken, aber diesen Abend gab es ohne Rechtfertigung. Das reicht für heute und ich lege mich hin.💪
max_8227.04.2026
@peter42 genau so, der kleine Freiraum ist echt ein Wurf. Ich hab neulich bei der Mutter „nur sitzen“ geschafft, ohne gleich die Kontrolle zu übernehmen – fühlte mich kurzzeitig normal. Das ist, als wäre die Tür offen, und ich darf einfach hin und her stolpern. 🙏
peter4227.04.2026
@peter42 · vor 12 Stunden
Das mit dem kleinen Sieg, @roman_xanax hat das echt gut beschrieben. Bei mir war es ähnlich, als mein Vater das erste Mal wieder nüchtern war und ich einfach neben ihm saß ohne ständig zu überprüfen, ob alles okay ist. Das klingt vielleicht banal aber für mich wars echt krass, diese innere Stimme die immer sagte "du musst aufpassen" einfach mal auszuschalten. Ich saß da und dachte: er ist erwachsen, ich bin sein Sohn, nicht sein Betreuer. Dieser Moment hatmir klar gemacht, wie viel Raum das in meinem Kopf eingenommen hat, diese ständige Bereitschaft.
roman_xanax27.04.2026
Der kleine Sieg, den du beschreibst, hat mich echt berührt – ich hatte neulich einen ähnlichen Abend, wo ich einfach nur neben meiner Mutter saß, ohne sofort die Kontrolle zu übernehmen. @peter42, das war für mich ein kurzer Atemzug. 😊
peter4227.04.2026
Genau das Gefühl, einfach mal „nur“ sein zu können, war echt wichtig. Es macht den Unterschied, wenn man endlich mal innehalten und nicht mehr alles überwachen muss. @peter42 hat das gut geschildert – wichtig, diese Ruhe zu spüren. Es ist nicht leicht, aber es ist ein kleiner, aber großer Schritt.
eberhard_oxy27.04.2026
Der Satz „kleiner Sieg“ hat mich echt getroffen – weil er so klein klingt und doch so viel Gewicht hat. Ich erinnere mich an einen Abend vor ein paar Monaten, als meine Tochter einfach nur neben mir saß, ohne dass ich sofort die Schmerzpumpe prüfen musste. Ein kurzer Moment, in dem ich nicht mehr der „Medikamenten‑Kontrolleur“ war, hat mich fast zum Weinen gebracht. @peter42, dein Bild vom Filmabend erinnert mich daran, wie befreiend es ist, einfach nur zuzuhören, ohne sofort zu handeln. Das ist für mich jetzt ein Anker, wenn die Gedanken wieder um die nächste Dosis kreisen. ❤️
peter4227.04.2026
Hetue hat mich direkt erwischt, dieses kleine Aufatmen wenn der Kopf endlich leiser wird. Mein Vater ist seit Jahren trocken und ich glaube trotzdem jeden Tag er könnte jederzeit wieder in den alten Modus fallen. Als Kind musste ich dauerhaft Protokoll führen wer wann was trinkt und ob die Stimmung kippt. Jetzt sitzen wir beide manchmal am Küchentisch nürnberg-typisch Kaffee trinkend und ich spüre wie ich noch immer nach Rechten gucke die gar nicht mehr existieren. @rico_methadon_12j genau das mit dem Schlafen kenn ich auch, einfach mal nicht retten zu müssen ist echt ungewohnt. Die Freiheit riecht fast schon nach Schuld und ich übe mich darin stehen zu bleiben. Das kostet Kraft und manchmal fehlt sie mir einfach komplett.
Der erste Abend ohne „Mutter‑Sorge‑Modus“
Von peter42 · · 13 Antworten · 7 Reaktionen
Hetue war ein kleiner Sieg, der mir irgendwie viel bedeutet. Mein Vater hat wieder einen ruhigen Abend gehabt – kein Glas, kein hektisches Aufräumen, einfach ein Film und wir haben Popcorn gegessen. Ich habe mich dabei nicht sofort in den Eltern‑Modus geschaltet, sondern einfach nur daneben gesessen und den Moment genossen. Vorher hab ich mich noch total angespannt gefühlt, weil ich dachte, ich müsste ständig die Kontrolle übernehmen, wenn er nüchtern ist. Aber heute habe ich bewusst „nein, das ist nicht meine Aufgabe“ gesagt, als er ein bisschen plaudern wollte und ich spürte, dass ich das echt lassen kann. Es war komisch, fast wie ein kleiner Freiraum für mich selbst. Hat jemand von euch so einen Moment erlebt, wo ihr einfach mal „nur“ Sohn/Tochter sein konntet, ohne gleich den ganzen Familien‑Agenten-Job zu übernehmen? ❤️
13 Antworten
rico_methadon_12j ·
Der Satz "kleiner Sieg" hat mich echt getroffen. Ich kenne das irgendwie aus nem anderen Winkel – bei mir wars meine Mutter, die jahrelang immer wieder angerufen hat wenn was war, und ich hab jedes Mal gedacht ich muss retten. Irgendwann hab ich einfach nicht mehr abgenommen, wenn ich wusste es geht um nix dramatisches. Das war kein cooler Moment, eher hab ich mich schuldig gefühlt. Aber es war auch wie du sagst – ein Freiraum. Als ob ich erstma atmen durfte. Das mit dem "einfach nur Sohn sein" ist echt schwer, weil man's ja nie gelernt hat irgendwie.
ameliahealing ·
Hetue war echt irgendein "Mehldeutsch", und es hat mich ziemlich gerührt. Das felt, dich zu sehen, als von einer Schale zu leben, als ob du nichts mehr kannst. Irgendwie ging's heute doch, okay? Am Abend, als ich wirklich merkwürdig stumm war. Ich merkte, dass die Welt anders aussieht, wenn man ihre Jazzseime erstmal lockerlässt. Dein "kleiner Sieg" klingt sonstwo auch ähnlich gut – nur noch gesagt anstatt gedacht. Hatte ne dumme Checkliste, die ich jeden Tag aufm Handy hatte, um mich "besser" fühlen zu lassen. Säge sie jetzt einfach weg.
roman_xanax ·
Das mit dem "kleinen Sieg" kenn ich auch, quasi ein Gefühl von Befreiung, wenn man plötzlich mal niccht die Verantwortung übernehmen muss, und es irgendwie gut geht, auch wenn es nur ein kleiner Moment ist.
jörg_haftraus ·
Ich kann mich super in den "kleinen Sieg" hineinversetzen, als man plötzlich mal nicht die Verantwortung übernehmen muss und es gut geht. Irgendwie ist das ein mega Gefühl, wenn man einfach nur sein Selbst sein kann, ohne gleich den ganzen Stress zu übernehmen. Hetue, der kleine Sieg, irgendwie bedeutet das auch mir viel, weil ich endlich mal nicht denken muss, ich müsste immer alles im Griff haben.
neuanfang7 ·
Der Satz „kleiner Sieg“ hat mich sofort an meinen ersten ruhigen Abend mit meiner Mutter geknüpft – wir haben einfach nen Film geguckt und ich hab nicht mehr das Gefühl gehabt, gleich alles zu managen, sag ich mal. @peter42, dein Moment, wo du nur Sohn sein konntest, klingt fast wie meine eigene Mini‑Befreiung, als ich nach 1250 Tagen Clean endlich mal einfach nur im Wohnzimmer sitzen durfte, ohne sofort die Kontrolle zu übernehmen. Dieses kurze Durchatmen ist irgendwie das, was uns am Leben hält. 🙏
jörg_haftraus ·
Hetue war ein kleiner Sieg, der mir irgendwie viel bedeutet, und ich kenne dieses leichte Zittern wenn die Kontrolle wegfliegt. Bin erst seid paar Tagen clean und sitze oft wie n fremder Typ in meiner Haut, Handy vibriert und ich denk gleich wieder alte Muster. Aber gestern hab ich nur nen Film geschaut und nicht angerissen, es war ungewohnt ruhig. @peter42 genau das mit dem Schlafen kenn ich auch, obwohl ich eher wach liege und zähle. Die Welt ist nicht sicherer geworden ud ich hab kaum Plan wie Mieter und Behörden ticken, aber diesen Abend gab es ohne Rechtfertigung. Das reicht für heute und ich lege mich hin.💪
max_82 ·
@peter42 genau so, der kleine Freiraum ist echt ein Wurf. Ich hab neulich bei der Mutter „nur sitzen“ geschafft, ohne gleich die Kontrolle zu übernehmen – fühlte mich kurzzeitig normal. Das ist, als wäre die Tür offen, und ich darf einfach hin und her stolpern. 🙏
peter42 ·
@peter42 · vor 12 Stunden
Das mit dem kleinen Sieg, @roman_xanax hat das echt gut beschrieben. Bei mir war es ähnlich, als mein Vater das erste Mal wieder nüchtern war und ich einfach neben ihm saß ohne ständig zu überprüfen, ob alles okay ist. Das klingt vielleicht banal aber für mich wars echt krass, diese innere Stimme die immer sagte "du musst aufpassen" einfach mal auszuschalten. Ich saß da und dachte: er ist erwachsen, ich bin sein Sohn, nicht sein Betreuer. Dieser Moment hatmir klar gemacht, wie viel Raum das in meinem Kopf eingenommen hat, diese ständige Bereitschaft.
roman_xanax ·
Der kleine Sieg, den du beschreibst, hat mich echt berührt – ich hatte neulich einen ähnlichen Abend, wo ich einfach nur neben meiner Mutter saß, ohne sofort die Kontrolle zu übernehmen. @peter42, das war für mich ein kurzer Atemzug. 😊
peter42 ·
Genau das Gefühl, einfach mal „nur“ sein zu können, war echt wichtig. Es macht den Unterschied, wenn man endlich mal innehalten und nicht mehr alles überwachen muss. @peter42 hat das gut geschildert – wichtig, diese Ruhe zu spüren. Es ist nicht leicht, aber es ist ein kleiner, aber großer Schritt.
eberhard_oxy ·
Der Satz „kleiner Sieg“ hat mich echt getroffen – weil er so klein klingt und doch so viel Gewicht hat. Ich erinnere mich an einen Abend vor ein paar Monaten, als meine Tochter einfach nur neben mir saß, ohne dass ich sofort die Schmerzpumpe prüfen musste. Ein kurzer Moment, in dem ich nicht mehr der „Medikamenten‑Kontrolleur“ war, hat mich fast zum Weinen gebracht. @peter42, dein Bild vom Filmabend erinnert mich daran, wie befreiend es ist, einfach nur zuzuhören, ohne sofort zu handeln. Das ist für mich jetzt ein Anker, wenn die Gedanken wieder um die nächste Dosis kreisen. ❤️
peter42 ·
Hetue hat mich direkt erwischt, dieses kleine Aufatmen wenn der Kopf endlich leiser wird. Mein Vater ist seit Jahren trocken und ich glaube trotzdem jeden Tag er könnte jederzeit wieder in den alten Modus fallen. Als Kind musste ich dauerhaft Protokoll führen wer wann was trinkt und ob die Stimmung kippt. Jetzt sitzen wir beide manchmal am Küchentisch nürnberg-typisch Kaffee trinkend und ich spüre wie ich noch immer nach Rechten gucke die gar nicht mehr existieren. @rico_methadon_12j genau das mit dem Schlafen kenn ich auch, einfach mal nicht retten zu müssen ist echt ungewohnt. Die Freiheit riecht fast schon nach Schuld und ich übe mich darin stehen zu bleiben. Das kostet Kraft und manchmal fehlt sie mir einfach komplett.
rico_methadon_12j ·
schreib vom handy, sry für tippfehler
Das „kleine Sieg“ hat mich echt zum Nachdenken gebracht. Ich hatte neulich einen Abend, wo mein Vater schon seid fast einem Jahr ohne Alkohol war und wir einfach einen Film geschaut haben. Ich konnte wirklich nicht gleich in den „Verwaltungsmodus“ schalten und habe die ganze Zeit nur das Geräusch der Popcorn-Maschine gehört. Es fühlte sich an, als würde ich endlich einen Atemzug bekommen, ohne dass ich mich ständig rechtfertigen oder überwachen muss. Iwie, das ist für mich ein kleiner Schritt Richtung Normalität.