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Öffentlich lesbarer Thread
Bin ich selbst schuld an seinem Verhalten
Von blumevor 19 Std.💬 5❤️ 6
Ich sitze gerade hier und frage mich, ob ich selbst schuld bin an dem, was mein Bruder macht. Er ist spielsüchtig und hat unsere Familie schon so oft in Schwierigkeiten gebracht. Ich bin Sozialarbeiterin und kenne mich mit Sucht aus, aber wenn es um meinen eigenen Bruder geht, ist alles anders. Ich habe versucht, ihm zu helfen, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr in seine Sucht treibe. Ich habe ihm Geld gegeben, wenn er es brauchte, weil ich dachte, es würde ihm helfen, aber jetzt denke ich, dass ich damit nur seine Sucht finanziere. Ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze. Ich bin so verunsichert und weiß nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Ich frage mich, ob ich selbst schuld bin an seinem Verhalten, weil ich ihn zu sehr unterstütze oder weil ich ihn nicht genug unterstütze. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin, aber es fühlt sich an, als ob ich es bin. Ich wünsche mir, dass jemand mir sagt, was ich tun soll, aber ich weiß, dass es keine einfache Antwort gibt. Und ich frage mich, ob ich jemals in der Lage sein werde, meine eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass mein Bruder mich dafür hasst. Ich bin einfach so müde und ich weiß nicht mehr, wie ich weitermachen soll. Naja, ich hoffe, dass ich hier jemanden finde, der mir zuhört und mir vielleicht sogar helfen kann. So, ich denke, das ist alles für jetzt. Ich bin einfach nur so fertig mit allem.
5 Antworten
ohnenamenvor 10 Std.
Das mit dem Druck, den du spürst, kenne ich nur zu gut – ich habe fast ein Jahr lang versucht, meinem Ex zu helfen, clean zu bleiben, und jedes Mal, wenn ich ihm ein Wort zum Durchhalten sagte, fühlte er sich irgendwiegeplagt. Irgendwie klingt das wie ein stilles „Du bist nicht gut genug“, obwohl du ja nur das Beste willst. Ich habe gemerkt, dass mein eigenes Schuldgefühl oft das war, was die Beziehung noch mehr erstickt hat. Vielleicht hilft es, sich klar zu machen, dass Unterstützung nicht gleich Kontrolle ist: ein offenes Ohr, kein Geld‑Zettel, und dann bewusst die eigenen Grenzen wahren. Wenn er dann wieder Rückschritte macht, ist das sein Weg, nicht dein Versagen. Ich weiß, das klingt jetzt banal, aber das Ausprobieren von kleinen, unverbindlichen Angeboten (z. B. ein Spaziergang statt ein Therapie‑Talk) hat mir ein Stück Raum zurückgegeben. Vielleicht probierst du das auch – nur als Idee, nicht als Pflicht. ❤️
david76vor 7 Std.
"@blume, das mit dem Druck, den du spürst, kenne ich auch, wenn ich an meinen Verlobten denke, der mich bei meiner eigenen Sucht unterstützt. Ich denke, es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass wir das Gefühl haben, den anderen zu verlassen. Als ich clean wurde, war es mein Verlobter, der mir half, ohne mich zu bedrängen, und das hat mir wirklich geholfen, mich selbst zu finden. Ich denke, das ist der Schlüssel, nicht zu viel Druck auszuüben, sondern einfach da zu sein, wenn es gebraucht wird. 💪"
blumevor 5 Std.
Ich denke, das mit dem Druck, den man spürt, ist ein mh @ohnenamen. Wenn ich höre, dass du sagst, Unterstützung nicht gleich Kontrolle ist, da denke ich sofort an meine eigenen Erfahrungen mit meinem Bruder. Ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er clean werden will, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze. Ich denke, es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass wir das Gefühl haben, den anderen zu verlassen. Vielleicht ist es hilfreich, wenn wir einfach da sind, ohne zu viel Druck auszuüben, und ihm ein offenes Ohr bieten, anstatt Geld oder Kontrolle. Das ist ein bisschen wie ein Spaziergang statt ein Therapie-Talk, wie du gesagt hast, @ohnenamen. Ich werd mal überlegen, ob ich das auch ausprobieren kann, srsly.
ohnenamenvor 2 Std.
das mit dem Druck, den du beschreibst, ist echt ein Gift, das sich immer wieder einschleicht. ich hab das bei meinem Ex erlebt, als ich ihm ständig „du schaffst das“ gesagt habe – plötzlich wirkte es wie ein Nagel im Fuß. ich hab versucht, einfach da zu sein, ohne ständig nachzufragen, ob er jetzt „clean“ ist. das hat merkwürdigweise die Spannung verringert, weil er nicht das Gefühl hatte, dass ich über seine Schulter schaue. @blume, dein Satz „ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze“ klingt total nach meinem eigenen inneren Dialog. kleine schritte: vielleicht ein kurzer Check‑In ohne Rat, einfach nur „Wie geht’s?“ und danach das Gespräch locker beenden. das gibt dir Raum, deine Grenzen zu wahren, und ihm das Gefühl, nicht belehrt zu werden. ❤️
blumevor 12 Min.
Ich hab das auch gerade durchgemacht – dein Satz „ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze“ trifft mich total. @ohnenamen hat schon gesagt, dass ein kurzer Check‑In ohne „Du schaffst das“ oft weniger belastend wirkt. Also probier mal, wenn er am Tisch sitzt, einfach kurz zu fragen: „Wie geht's? Hast du heute noch etwas, das dich ablenkt?“ und dann die Unterhaltung locker beenden, ohne Druck. Und, wenn er danach wieder in die Ecke kriecht, setz dir ein kleines Ziel für dich selbst: z.B. 15 Minuten im Park laufen, bevor du wieder in den Familien‑Raum gehst. So behältst du deine Grenzen, ohne dass er sich bevormundet fühlt. Und denk dran, deine eigene Erschöpfung ist kein „schuldiger“ Fehler – das ist ganz normal. 😊
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.
Bin ich selbst schuld an seinem Verhalten
Von blume · · 5 Antworten · 6 Reaktionen
Ich sitze gerade hier und frage mich, ob ich selbst schuld bin an dem, was mein Bruder macht. Er ist spielsüchtig und hat unsere Familie schon so oft in Schwierigkeiten gebracht. Ich bin Sozialarbeiterin und kenne mich mit Sucht aus, aber wenn es um meinen eigenen Bruder geht, ist alles anders. Ich habe versucht, ihm zu helfen, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr in seine Sucht treibe. Ich habe ihm Geld gegeben, wenn er es brauchte, weil ich dachte, es würde ihm helfen, aber jetzt denke ich, dass ich damit nur seine Sucht finanziere. Ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze. Ich bin so verunsichert und weiß nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Ich frage mich, ob ich selbst schuld bin an seinem Verhalten, weil ich ihn zu sehr unterstütze oder weil ich ihn nicht genug unterstütze. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin, aber es fühlt sich an, als ob ich es bin. Ich wünsche mir, dass jemand mir sagt, was ich tun soll, aber ich weiß, dass es keine einfache Antwort gibt. Und ich frage mich, ob ich jemals in der Lage sein werde, meine eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass mein Bruder mich dafür hasst. Ich bin einfach so müde und ich weiß nicht mehr, wie ich weitermachen soll. Naja, ich hoffe, dass ich hier jemanden finde, der mir zuhört und mir vielleicht sogar helfen kann. So, ich denke, das ist alles für jetzt. Ich bin einfach nur so fertig mit allem.
5 Antworten
ohnenamen ·
Das mit dem Druck, den du spürst, kenne ich nur zu gut – ich habe fast ein Jahr lang versucht, meinem Ex zu helfen, clean zu bleiben, und jedes Mal, wenn ich ihm ein Wort zum Durchhalten sagte, fühlte er sich irgendwiegeplagt. Irgendwie klingt das wie ein stilles „Du bist nicht gut genug“, obwohl du ja nur das Beste willst. Ich habe gemerkt, dass mein eigenes Schuldgefühl oft das war, was die Beziehung noch mehr erstickt hat. Vielleicht hilft es, sich klar zu machen, dass Unterstützung nicht gleich Kontrolle ist: ein offenes Ohr, kein Geld‑Zettel, und dann bewusst die eigenen Grenzen wahren. Wenn er dann wieder Rückschritte macht, ist das sein Weg, nicht dein Versagen. Ich weiß, das klingt jetzt banal, aber das Ausprobieren von kleinen, unverbindlichen Angeboten (z. B. ein Spaziergang statt ein Therapie‑Talk) hat mir ein Stück Raum zurückgegeben. Vielleicht probierst du das auch – nur als Idee, nicht als Pflicht. ❤️
david76 ·
"@blume, das mit dem Druck, den du spürst, kenne ich auch, wenn ich an meinen Verlobten denke, der mich bei meiner eigenen Sucht unterstützt. Ich denke, es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass wir das Gefühl haben, den anderen zu verlassen. Als ich clean wurde, war es mein Verlobter, der mir half, ohne mich zu bedrängen, und das hat mir wirklich geholfen, mich selbst zu finden. Ich denke, das ist der Schlüssel, nicht zu viel Druck auszuüben, sondern einfach da zu sein, wenn es gebraucht wird. 💪"
blume ·
Ich denke, das mit dem Druck, den man spürt, ist ein mh @ohnenamen. Wenn ich höre, dass du sagst, Unterstützung nicht gleich Kontrolle ist, da denke ich sofort an meine eigenen Erfahrungen mit meinem Bruder. Ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er clean werden will, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze. Ich denke, es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen Grenzen zu setzen, ohne dass wir das Gefühl haben, den anderen zu verlassen. Vielleicht ist es hilfreich, wenn wir einfach da sind, ohne zu viel Druck auszuüben, und ihm ein offenes Ohr bieten, anstatt Geld oder Kontrolle. Das ist ein bisschen wie ein Spaziergang statt ein Therapie-Talk, wie du gesagt hast, @ohnenamen. Ich werd mal überlegen, ob ich das auch ausprobieren kann, srsly.
ohnenamen ·
das mit dem Druck, den du beschreibst, ist echt ein Gift, das sich immer wieder einschleicht. ich hab das bei meinem Ex erlebt, als ich ihm ständig „du schaffst das“ gesagt habe – plötzlich wirkte es wie ein Nagel im Fuß. ich hab versucht, einfach da zu sein, ohne ständig nachzufragen, ob er jetzt „clean“ ist. das hat merkwürdigweise die Spannung verringert, weil er nicht das Gefühl hatte, dass ich über seine Schulter schaue. @blume, dein Satz „ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze“ klingt total nach meinem eigenen inneren Dialog. kleine schritte: vielleicht ein kurzer Check‑In ohne Rat, einfach nur „Wie geht’s?“ und danach das Gespräch locker beenden. das gibt dir Raum, deine Grenzen zu wahren, und ihm das Gefühl, nicht belehrt zu werden. ❤️
blume ·
Ich hab das auch gerade durchgemacht – dein Satz „ich habe mich auch bemüht, ihn zu unterstützen, wenn er versucht, clean zu werden, aber es fühlt sich an, als ob ich ihn damit nur noch mehr unter Druck setze“ trifft mich total. @ohnenamen hat schon gesagt, dass ein kurzer Check‑In ohne „Du schaffst das“ oft weniger belastend wirkt. Also probier mal, wenn er am Tisch sitzt, einfach kurz zu fragen: „Wie geht's? Hast du heute noch etwas, das dich ablenkt?“ und dann die Unterhaltung locker beenden, ohne Druck. Und, wenn er danach wieder in die Ecke kriecht, setz dir ein kleines Ziel für dich selbst: z.B. 15 Minuten im Park laufen, bevor du wieder in den Familien‑Raum gehst. So behältst du deine Grenzen, ohne dass er sich bevormundet fühlt. Und denk dran, deine eigene Erschöpfung ist kein „schuldiger“ Fehler – das ist ganz normal. 😊
ps: handy-tastatur ist heut launisch, nicht wundern.