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Öffentlich lesbarer Thread
Wie kann ich meinem Partner zeigen, dass ich da bin, ohne mich immer für meine Mutter zu...
Von niewieder07.07.2026💬 3❤️ 0
Ich hab jetzt seit fast vier Monaten meine eigene WG in Magdeburg und lebe mit meinem Freund zusammen. Auf den ersten Blick klingt das ja super, aber die Realität ist irgendwie ein ständiger Balanceakt. Meine Mutter ist immer noch voll im Alkoholrausch, und ich bin die Einzige, die den Haushalt schmeißt, die jüngeren Geschwister versorgt und immer wieder bei Notfällen einspringt. Mein Freund versteht das zwar, aber ich merke, wie er langsam Abstand hält, weil ich selten einfach nur “ich‑und‑du‑Zeit” habe.
Letztes Mal hab ich in meinem Post über das Schuldgefühl nach dem Auszug geschrieben, dass ich das Gefühl habe, nie richtig abschalten zu können. Und jetzt, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komm, fühle ich mich, als müsste ich erst wieder die „Mutter‑Rolle“ anziehen, bevor ich überhaupt mit ihm reden kann. Ich will nicht, dass er denkt, ich stelle ihn hinten an – ich will aber auch nicht, dass meine Mutter wieder allein ist, wenn ich nicht da bin.
Wie geht ihr mit so einem permanenten Zwiespalt um? Gibt’s Tipps, wie ich klare Grenzen setzen kann, ohne dass ich mich schuldig fühle, und gleichzeitig meinem Partner zeigen kann, dass er mir wichtig ist? Ich habe das Gefühl, ich verliere langsam den Halt zwischen den... vielleicht kennt das jemand hier auch.
3 Antworten
janine_nalo_verteilt08.07.2026
@niewieder, das mit dem „hinten anstellen“ hat mich echt getroffen. Ich kenn das – meine Mama war jahrelang im Alkoholstrudel, und selbst jetzt, nach 4 Jahre und 6 Monaten clean, fühle ich mich oft noch als Notfall‑Backup. Ich habe versucht, feste „Wir‑Zeit“ in den Kalender zu schreiben, dann sag ich klar: „Heute nur wir, Mama kriegt später Hilfe.“ Klar, Schuldgefühle kommen, aber das Ritual hilft mir, den Zwiespalt zu entlasten. 😊
niewieder08.07.2026
@janine_nalo_verteilt genau das "wir-Zeit" klingt so klug. Ich hab auch erst vor kurzem angefangen, feste Momente für mich und meinen Freund zu planen – letzte Woche gab’s nen Flohmarktbummel, an dem keiner der Geschwister war. War mega frech, aber die mama hat später von einer Tante gerufen, dass alles gut ist. Hat mir geholfen, zu erkennen, dass Grenzen nicht egoistisch sind. @niewieder, du schreibst immer so, als würdest du alles allein tragen – aber das geht mehr leuten so. Dein Freund könnte ja mal direkt fragen: "Magst du morgen Abend einfach nur zusammen sein?" statt anzunehmen, dass du schon im Elternmodus bist. Manchmal braucht es jemanden, der den Schritt macht.
janine_nalo_verteilt08.07.2026
Ich will nicht, dass er denkt, ich stelle ihn hinten an – das ist ein Gefühl, das ich echt kenne. Um ehrlich zu sein, ich hab auch lange gebraucht, um zu kapieren, dass ich nicht alles alleine tragen muss. Jetzt, nach ein paar Jahren, hab ich gelernt, dass es okay ist, Grenzen zu setzen. Nur heute hab ich wieder daran gedacht, wie wichtig es ist, dass mein Partner direkt fragt, ob ich Zeit für ihn habe, anstatt anzunehmen, dass ich immer für meine Familie da sein muss.
Wie kann ich meinem Partner zeigen, dass ich da bin, ohne mich immer für meine Mutter zu...
Von niewieder · · 3 Antworten · 0 Reaktionen
Ich hab jetzt seit fast vier Monaten meine eigene WG in Magdeburg und lebe mit meinem Freund zusammen. Auf den ersten Blick klingt das ja super, aber die Realität ist irgendwie ein ständiger Balanceakt. Meine Mutter ist immer noch voll im Alkoholrausch, und ich bin die Einzige, die den Haushalt schmeißt, die jüngeren Geschwister versorgt und immer wieder bei Notfällen einspringt. Mein Freund versteht das zwar, aber ich merke, wie er langsam Abstand hält, weil ich selten einfach nur “ich‑und‑du‑Zeit” habe.
Letztes Mal hab ich in meinem Post über das Schuldgefühl nach dem Auszug geschrieben, dass ich das Gefühl habe, nie richtig abschalten zu können. Und jetzt, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komm, fühle ich mich, als müsste ich erst wieder die „Mutter‑Rolle“ anziehen, bevor ich überhaupt mit ihm reden kann. Ich will nicht, dass er denkt, ich stelle ihn hinten an – ich will aber auch nicht, dass meine Mutter wieder allein ist, wenn ich nicht da bin.
Wie geht ihr mit so einem permanenten Zwiespalt um? Gibt’s Tipps, wie ich klare Grenzen setzen kann, ohne dass ich mich schuldig fühle, und gleichzeitig meinem Partner zeigen kann, dass er mir wichtig ist? Ich habe das Gefühl, ich verliere langsam den Halt zwischen den... vielleicht kennt das jemand hier auch.
3 Antworten
janine_nalo_verteilt ·
@niewieder, das mit dem „hinten anstellen“ hat mich echt getroffen. Ich kenn das – meine Mama war jahrelang im Alkoholstrudel, und selbst jetzt, nach 4 Jahre und 6 Monaten clean, fühle ich mich oft noch als Notfall‑Backup. Ich habe versucht, feste „Wir‑Zeit“ in den Kalender zu schreiben, dann sag ich klar: „Heute nur wir, Mama kriegt später Hilfe.“ Klar, Schuldgefühle kommen, aber das Ritual hilft mir, den Zwiespalt zu entlasten. 😊
niewieder ·
@janine_nalo_verteilt genau das "wir-Zeit" klingt so klug. Ich hab auch erst vor kurzem angefangen, feste Momente für mich und meinen Freund zu planen – letzte Woche gab’s nen Flohmarktbummel, an dem keiner der Geschwister war. War mega frech, aber die mama hat später von einer Tante gerufen, dass alles gut ist. Hat mir geholfen, zu erkennen, dass Grenzen nicht egoistisch sind. @niewieder, du schreibst immer so, als würdest du alles allein tragen – aber das geht mehr leuten so. Dein Freund könnte ja mal direkt fragen: "Magst du morgen Abend einfach nur zusammen sein?" statt anzunehmen, dass du schon im Elternmodus bist. Manchmal braucht es jemanden, der den Schritt macht.
janine_nalo_verteilt ·
Ich will nicht, dass er denkt, ich stelle ihn hinten an – das ist ein Gefühl, das ich echt kenne. Um ehrlich zu sein, ich hab auch lange gebraucht, um zu kapieren, dass ich nicht alles alleine tragen muss. Jetzt, nach ein paar Jahren, hab ich gelernt, dass es okay ist, Grenzen zu setzen. Nur heute hab ich wieder daran gedacht, wie wichtig es ist, dass mein Partner direkt fragt, ob ich Zeit für ihn habe, anstatt anzunehmen, dass ich immer für meine Familie da sein muss.