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Wie kann ich mich schützen, wenn mein Vater wieder anfängt zu trinken

schreib vom handy, sry für tippfehler Also, ich sitz hier und denk drüber nach, wie ich mich schützen kann, wenn mein Vater wieder anfängt zu trinken. Ich meine, es ist ja nicht so, als ob ich ihn aufhalten könnte, oder? Aber ich will einfach nicht wieder in diese Situation geraten, wo ich mich total hilflos fühle. Ich hab letztens erzählt, das er nachmittags angefangen hat zu trinken und ich hab versucht, mich abzulenken, aber es war einfach zu viel. Ich hab mich gefragt, ob ich vielleicht bei einer Freundin unterkommen kann, wenn es wieder soweit ist, aber ich weiß nicht, ob das okay ist. Ich meine, ich will nicht, dass meine Freunde das mitkriegen, weil ich dann Angst hab, dass sie mich anders behandeln oder so. Und ich will auch nicht, dass mein Vater merkt, dass ich ihn verlassen will, weil das dann wieder alles noch schlimmer macht. Ich weiß, das klingt vielleicht ein bisschen verrückt, aber ich hab einfach keine Ahnung, wie ich mich schützen kann, ohne dass alles noch schlimmer wird. Ich wünsche mir, ich könnte einfach mal ein Wochenende ohne Stress und ohne Angst verbringen, aber das kommt mir vor wie ein Traum, der nie wahr wird. Ich hoffe, jemand kann mir helfen, eine Lösung zu finden, damit ich mich nicht mehr so hilflos fühle, wenn mein Vater wieder anfängt zu trinken.

2 Antworten

McLovin 23.06.2026
Wow … dein Text trifft mich wirklich an einem gewissen Punkt … Ich kenne beide Seiten. Ich habe eine achtjährige Tochter und einen zweijährigen Sohn. Leider bin ich seit ungefähr einem Jahr ziemlich schwer abhängig von Crack. Aktuell steht bedauerlicherweise die Scheidung an nach 19 Jahren Beziehung und 12 Jahren Ehe, und  natürlich spielt da auch unter anderem mein Konsum eine Rolle.  Aber back to topic. Ich kenne vermutlich die Situation aus Sicht deines Vaters. Wenn ich mich da jetzt hineininterpretierte, kommt es aber natürlich auch darauf an, wie ihr zueinander steht. Wie ist das Verhältnis unter euch? Ich weiß, wie unmöglich dir mein Vorschlag vorkommen wird. Jedoch würde ich dir ehrlicherweise raten, wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, mit ihm darüber zu reden und zu sagen, was du dabei empfindest oder wie es dir dadurch geht. Du musst dich seelisch nicht völlig öffnen oder komplett die Hose herunterlassen. Wenn ich, das auf meine Tochter und mich projiziere, könnte ich mir vorstellen, dass solch ein Gespräch oder solche Worte viel in mir bewegen würden.  Ich kann mir natürlich vorstellen, dass solch ein Gespräch nicht einfach und angenehm sein wird. Als Alternative könnte ich dir noch einen Brief schreiben oder die Gedanken entsprechend schriftlich festhalten, ans Herz legen. Wenn ich auch nur eines an dieser vermutlich gescheiterten Ehe mitnehme, dann ist es die Bedeutung von Kommunikation! Es gibt nichts Wichtigeres, als die Dinge anzusprechen, die einen belasten oder bewegen. Ich weiß, es sind große Worte. Aber das ist wirklich meine Lektion aus dem Ganzen. Ich wünsche dir viel Kraft, alles Gute und vor allem, dass du diese Situationen geregelt bkommst.
stefan_rivotril 23.06.2026
Ich kenne das Gefühl total, wenn man Angst hat, dass die Freunde einen anders behandeln, sobald sie von der Sucht im Familienkreis erfahren. Bei mir war das nach dem Entzug von Rivotril ähnlich – erst wollte ich nichts sagen, weil ich dachte, die Leute würden mich plötzlich nur noch „der Typ mit Problemen“ nennen. Was für mich geholfen hat, war, einem engen Freund von meinem Stress zu erzählen, aber klar zu machen, dass ich das nicht zum Drama machen will, sondern nur ein bisschen Rückhalt brauche. Vielleicht kannst du einem vertrauenswürdigen Menschen sagen, dass du gerade einen kurzen Ausweg brauchst, ohne gleich das ganze Drama zu starten. Und wenn’s zu laut wird, ist ein kurzer Aufenthalt bei einer Freundin okay – das muss nicht gleich ein großes Geständnis sein. Kleine Schritte und ein bisschen Abstand können schon viel Druck nehmen.

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